Formel 1 in Saudi-Arabien: eine kritische Auseinandersetzung

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  • Starting Grid | Formel 1 | Motorsport |

    Formel 1 in Saudi-Arabien: eine kritische Auseinandersetzung

    2 Dez 2021
    47:24

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    Seitdem Liberty Media bekanntgegeben hat, dass sie mit der Formel 1 ein Rennen in Saudi-Arabien veranstalten wollen, ist gerade bei unserem Moderator Kevin Scheuren ein großer innerlicher Konflikt ausgebrochen. Einerseits ist es ein spannender neuer Ort für den Sport, den wir so lieben. Auf der anderen Seite ist Saudi-Arabien durch die politischen Begebenheiten ein sehr kritisch zu betrachtender Staat, der auf Demokratie, freie Wahlen, Meinungsfreiheit und freies gesellschaftliches Leben keinen großen Wert legt.

    Sehr lange haben wir überlegt, wie wir über die Premiere der Formel 1 in Saudi-Arabien berichten wollen. Es wäre unserer Meinung nach falsch, wenn wir einfach nur über den Sport reden und so tun, als ob es den anderen Aspekt nicht gibt. Deshalb haben wir es aufgeteilt. In der heutigen Episode wird es nicht um den Sport an sich gehen, aber doch um den Sport und die Kraft, die von ihm ausgeht. In dieser Folge werden wir einen Exkurs in die Strukturen Saudi-Arabiens machen, über Menschenrechte, Konflikte, Probleme, aber auch Chancen sprechen.

    Wir begrüßen euch herzlich zu einer kritischen Auseinandersetzung mit Saudi-Arabien!

    MBS - die große Unbekannte?

    Um diesem Thema den verdienten Rahmen zu geben, hat sich Kevin zwei echte Experten eingeladen. Ronny Blaschke, Journalist und Buchautor (hier direkt sein Buch "Machtspieler - Fußball in Propaganda, Krieg und Revolution" kaufen), ist seit Jahren journalistisch in der Golfregion aktiv. Er schreibt über die verschiedenen Machthaber und ihre Einflüsse, deckt Fälle des Sportswashing auf und hat einen kritischen Blick auf eine Region, die als Krisenregion zu verstehen ist.

    Ebenfalls zu hören ist der Islamwissenschaftler und politische Analyst Sebastian Sons (hier direkt sein Buch "Auf Sand gebaut: Saudi-Arabien - Ein problematischer Verbündeter" kaufen) vom Center for Applied Research in Partnership with the Orient, der bereits mehrere Male in Saudi-Arabien war, Land und Leute kennengelernt hat und einen wissenschaftlichen Fokus auf die Entwicklung des Landes und der Familie rund um Kronprinz Mohammed bin Salman legt.

    Generell ist die Rolle von MBS eine interessante. Einerseits ordnet er die Ermordung des regimekritischen Journalisten Jamal Khasoggi an, auf der anderen Seite holt er Fußballspiele, Tennisturnier, Wrestling-Events und eben ein Formel 1-Rennen ins Land, um sich der westlichen Welt zu öffnen. Wie passt das alles zusammen in seinem Land, das zerrüttet ist und durchtrieben von gesellschaftlicher Unterdrückung und Armut, Angst und Repression, Hoffnung und Wünschen?

    Der Sport als Propaganda-Werkzeug und Hoffnungsstifter

    Man kann davon ausgehen, dass ein Formel 1-Rennen seitens der Königsfamilie mit seiner Strahlkraft, dem Glanz und Glamour für die eigenen Zwecke genutzt werden wird. Für ein paar Tage rücken die Fragen nach Menschenrechte, Rechte von Frauen im öffentlichen Leben, Diversität und Co. in den Hintergrund. Aber in der Kritik am Regime haben auch wir häufig den Effekt solcher Events auf die Menschen vergessen zu beleuchten. In den Gesprächen mit Ronny Blaschke und Sebastian Sons ist genau das passiert und sie werfen einen Blickwinkel auf, der vielleicht zu lange nicht berücksichtigt wurde. Haben sich die Menschen vor Ort diese Sportevents nicht auch verdient?

    Wir alle erhoffen uns von den Fahrern und der Formel 1-Organisation ein Zeichen. Sei es der Helm von Lewis Hamilton, ein Shirt von Sebastian Vettel oder auch das reine Benennnen der Probleme im Land. Aber wir dürfen nicht erwarten, dass der Sport die Strukturen auf links dreht, das kann er auch gar nicht. Aber man kann zurecht Hoffnung in die Zukunft legen, dass die Formel 1 mit ihrer Strahlkraft im Kleinen für einen positiven Wandel sorgt und mit den Menschen im Land in Kontakt tritt. Aktionen an Schulen, in den armen Gebieten und der Austausch mit denen, die unterdrückt werden und hoffen, dass sich was ändert - das kann man erwarten und das sollte es auch geben!

    Die Rolle des Sportjournalismus an diesem Wochenende

    Keine Frage: dieser Podcast wird die Welt nicht verändern. Aber wir hoffen, dass möglichst viele Kolleg*innen aus dem Sportjournalismus diese Ausgabe hören und während ihrer Zeit vor Ort die Fragen stellen, beobachten, mahnen und den Finger in die Wunden legen. Der Sportjournalismus darf sich nicht dahinter verstecken, dass Sport und Politik nicht vermischt werden sollten. Sport und Politik gehören seit Anbeginn der Zeit zusammen und so sollte es auch von den Journalist*innen gelebt werden. Keine Angst vor dem Verlust von Zugängen haben, kein Ignorieren und kein Wegschauen, auch nicht im Sportjournalismus - das ist unser Wunsch!

    Diese Ausgabe ist keine klassische Rennvorschau. Diese Ausgabe soll informieren, aufklären und neue Sichtweisen präsentieren, aus denen wir alle lernen können. Wir tun das auch, hinterfragen Vorurteile und ändern diese auch. Ja, dieses Rennwochenende ist eins, das mit Blutgeld bezahlt wurde und dem Sportswashing dient. Aber dieses Rennwochenende ist auch eine Chance. Eine Chance dafür, dass die Formel 1 den Stein ins Rollen bringt und den Menschen im Land, die es nötig haben, Hoffnung spendet. Nächste Woche werden wir über das Sportliche sprechen, werden Stimmen vom Veranstalter haben und mehr, aber einstweilen wünschen wir euch viel Spaß mit der heutigen Ausgabe.

    Schreibt uns gerne, was ihr von diesem Podcast heute haltet!

    Euer Feedback ist uns wichtig


    Schickt uns gerne für die nächsten Sendungen eure WhatsApp-Sprachnachricht an folgende Nummer:
    +49 331 298 50 28

    GANZ WICHTIG:

    bitte sendet an diese Nummer NUR SPRACHNACHRICHTEN ein und beginnt eure Sprachnachricht mit den Worten STARTING GRID und eurem Namen, damit das zugeordnet werden kann! Bitte haltet die Sprachnachrichten bei maximal 1:30 Minute, danke euch.

    Ihr könnt uns über verschiedene Kanäle erreichen und mich anderen F1-Fans in Verbindung bleiben:

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  • Anschlusstreffer | 1. Bundesliga | Fußball |

    #51 MANU THIELE – Mut zur Analyse

    6 Apr 2021
    01:05:58

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    Für ihn ist YouTube kein Job, sondern eine Leidenschaft: Manu Thiele ist zu Gast im ANSCHLUSSTREFFER. Gemeinsam mit Niels spricht Manu über die Entstehung seines erfolgreichen YouTube-Kanals und seine Liebe zum Detail. Es geht um bekannte Zitate von Oliver Kahn, aufwendige Arbeitsprozesse und natürlich muss auch über Manus Markenzeichen gesprochen werden. Das und viel mehr jetzt im ANSCHLUSSTREFFER. Viel Spaß!

     

    YouTube Manu Thiele: https://www.youtube.com/channel/UCFQ0gYcbnWh5pFgg7VCjTlw

    Instagram Manu Thiele: https://www.instagram.com/manu_thiele/?hl=de

    Twitter Manu Thiele: https://twitter.com/ManuThiele?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor

    Instagram Niels Babbel: https://www.instagram.com/nielsbabbel/?hl=de

    Twitter Niels Babbel: https://twitter.com/NielsBabbel

     
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  • 96Freunde | Fußball |

    Zwingmann spricht!

    28 Sep 2020
    01:02:31

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    Hans-Joachim Zwingmann wird auch schon mal als „Reporterlegende“ und „Lichtgestalt der Sportpresse“ tituliert – nicht ohne Grund: Der dpa-Mann war ein Schüler des legendären Herbert Zimmermann („…aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen...“). In seiner langen Karriere berichtete er für unterschiedliche Fernseh- und Hörfunksender, regionale und überregionale Zeitungen. Insgesamt war er bei 10 Weltmeisterschaften und 10 Europameisterschaften vor Ort – und hat immer ein Auge auf die Entwicklung seines Lieblingsvereins Hannover 96 gehabt.

    Viele Sportjournalisten in ganz Deutschland kennen Hans-Joachim „Jochen“ Zwingmann persönlich. Wer bei dem Bemeroder anruft, wird stets mit den Worten begrüßt: „Zwingmann spricht!“ – und kann sich sicher sein, spannende Einblicke und gleichzeitig kritische Worte über seine Zunft zu erfahren. Christian und Dennis haben ihn in seiner Wohnung in Bemerode besucht.

    Entstanden ist ein offenes Gespräch über den Sportjournalismus und seine Zukunft. Was macht einen guten Sportjournalisten aus? Wieviel Nähe zu den Spielern ist erlaubt, vielleicht sogar notwendig? „Die Distanz muss man wahren – das ist manchmal nicht leicht, das gebe ich zu“, sagt Zwingmann. „Ich bin in meinem Berufsleben immer gut damit gefahren, dass ich diese kritische Distanz trotz aller Freundschaften bewahrt habe.“

    Auch über die aktuele Situation des Sportjournalismus diskutieren Christian und Dennis mit Hans-Joachim Zwingmann. Wie ist die Arbeit der Reporter in Hannover zu beurteilen? Ist die hannoversche Presse kritisch genug oder müsste sie öfters den Finger in die Wunde legen? Zwingmann würde sich kritischere Nachfragen wünschen: „Wenn ein Trainer wie Kocak so viel Macht von Martin Kind bekommt, muss man doch mal hinterfragen, was da hintersteckt?“, nennt Zwingmann ein Beispiel, weiß aber auch: „Je kritischer Journalisten mit Trainer und Sportdirektoren umgehen, desto weniger Information bekommen sie – das ist leider genauso, wie es zu meiner Zeit war.“

    Zwingmann wünscht sich mehr Hintergrundberichterstattung und weniger Allgemeinplätze – so etwas würde auch der verkauften Auflage von Zeitungen guttun. „Man muss nicht nur den Trainer und den Präsidenten kennen. Man muss als Journalist auch mal in die untersten Etagen gehen“, sagt Zwingmann. „Mich als Zeitungsleser würde interessieren: Wie ist das Verhältnis zwischen Profi- und Amateurabteilung? Da gibt’s doch Spannungen? Die haben ein Haus an der Stammestraße hingestellt – da ist doch nichts los. Warum?“

    Natürlich geht es auch um Hans-Joachim Zwingmann selbst – wir erfahren einige spannende Anekdoten aus dem Reporterleben des langjährigen Sportjournalisten. Das und mehr in Folge 49 von „96Freunde – der Hannover-Podcast!“
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  • 96Freunde | Fußball |

    Social Media, Influencer und Corona – im Gespräch mit Hecki von 96 und Agenturchef Patrick Pietruck

    14 Mrz 2020
    01:17:12

    Moderatoren

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    Thema der Episode

    Zu Gast sind Christoph Heckmann, stellvertretender Leiter Medien & Kommunikation bei Hannover 96, und Patrick Pietruck, CEO von webnetz, einer der größten Online-Marketing-Agenturen Norddeutschlands.

    Als Christian Herde und Dennis Draber vor einer Woche die Folge geplant haben, wollten sie mit Christoph Heckmann und Patrick Pietruck eigentlich vor allem über das Verhältnis von Fußball und Social Media diskutieren. Und tatsächlich dreht sich in dieser Folge viel um Kommunikation, Instagram und Sportjournalismus. Aber ganz um das Thema Corona kommt die Runde dann noch nicht herum: Hecki berichtet aus erster Hand vom Gemütszustand der 96-Spieler, die im Gegensatz zu ihm in Quarantäne stehen, und erzählt, wie er mit Marvin Bakalorz, Timo Hübers und der Mannschaft in Kontakt bleibt. Patrick gibt eine erste Einschätzung zur Krisenkommunikation von Hannover 96 ab.

    Gemeinsam mit Christian und Dennis wirft Hecki am Beispiel von John Guidetti und Linton Maina einen Blick auf die Social Media-Kommunikation der 96-Spieler. „John macht sich auch abseits vom Fußball viele Gedanken, sein Vater war Entwicklungshelfer in Afrika, seine Karriere stand bei einer Nervenverletzung auf Messers Schneide – er ist dankbar über jeden Tag, den er Fußball spielen kann. Das spürt man sofort“, erklärt Hecki den Erfolg von John Guidetti auf Youtube und Instagram. Für den einen oder anderen Zuhörer sicherlich etwas überraschend: Die 96-Spieler kümmern sich inhaltlich größtenteils selbst um ihre Kanäle.

    Patricks Agentur gibt Vereinen und einigen prominenten Spielern Hilfestellung und Beratung in Sachen Online-Marketing und Social Media. Er hat sich im Vorfeld die Online-Kommunikation von Hannover 96 genau angeschaut. Neben viel Lob gibt er auch einen Ratschlag, um junge 96-Fans noch besser zu erreichen. Dennis und Hecki kommen übereinstimmend zu dem Schluss: Zwar ist zielgruppengerechte Kommunikation wichtig, aber am meisten prägt dann aber doch das emotionale Stadionerlebnis vor Ort – wie das Tor von Simon Stehle nach sensationeller Vorbereitung von Linton Maina. Dieser Moment gehörte dann auch auf den sozialen Kanälen von Hannover 96 zu den erfolgreichsten Beiträgen des Jahres.

    Zum Ende der Folge geht es nochmal um die Rolle von Sportjournalismus, traditionellen Medienhäusern und sozialen Medien. Welche Rolle werden die regionalen Zeitungsverlage spielen, wenn die Spieler und der Verein unmittelbar mit den Fans kommunizieren – ganz ohne eine Zeitung als zwischengeschaltetes Medium? Dennis diskutiert mit Hecki, inwieweit sich hannover96.de selbst immer mehr als eigenständiges Nachrichtenportal begreift. Christian spricht Patrick auf die Zukunft des Sportjournalismus an – der sieht die Geschäftsmodelle der Zeitungsverlage in Gefahr. „Viele Sportredaktionen müssen massiv Personal abbauen, obwohl sich Fans weiterhin intensiv über ihren Verein informieren – vielleicht sogar noch mehr als früher“, erklärt Patrick. Einen Tipp für die regionalen Zeitungsverlage hat Patrick dann aber auch parat.

    All das und mehr in der 31. Folge von „96Freunde – der Hannover-Podcast“ – perfekt geeignet für alle 96-Fans, die in diesen Tagen etwas mehr Zeit zu Hause verbringen.
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