Réthy: „Denke, Löw hört auf“

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  • Europa-Tor-Tour | Fußball |

    Réthy: „Denke, Löw hört auf“

    29 Jun 2018
    9:01

    Moderatoren

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    Thema der Episode

    Die Vorrunde der WM 2018 in Russland ist vorbei, die Teilnehmer am Achtelfinale stehen fest und die ersten Gescheiterten sind bereits abgereist und wieder in der Heimat angekommen. Auch die deutsche Mannschaft hat Russland längst den Rücken gekehrt, wird sich den Rest der WM nur noch am Fernseher anschauen können. Tabellenletzter nach der Vorrunde in ihrer Gruppe – ein historisches Debakel, das wir natürlich weiter aufarbeiten müssen – hier bei Kick in Russ, dem WM-Podcast von meinsportpodcast.de und 90PLUS.

    Und dazu nutzen wir den spielfreien Tag heute, um mal Bilanz und die Meinung eines Experten einzuholen. Wir haben mit Bela Rethy sprechen können, dem ZDF-Kommentator, der in Kasan das Aus der deutschen Mannschaft gegen Südkorea kommentierte. Und natürlich haben wir mit ihm auch über die Zukunft von Jogi Löw gesprochen.
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  • 90PLUS On Air | Europa-Tor-Tour | Fußball |

    #MEXSWE: 3-0, beide glücklich

    27 Jun 2018
    15:23

    Moderatoren

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    Thema der Episode

    Schweden hat durch einen überzeugenden 3-0 Sieg gegen Mexiko das Achtelfinale erreicht. Die Skandinavier zeigten sich zu keiner Phase des Spiels beeindruckt von der Last-Minute-Niederlage und gewannen am Ende souverän gegen harmlose Mexikaner. Schweden ist damit im Achtelfinale. Die Mexikaner zogen auch in die Runde der letzten 16 ein, da Deutschland im Parallelspiel gegen Südkorea mit 0-2 verlor.

    Spielbericht:


    Die Frage, die sich vor dem Spiel der Schweden gegen Mexiko stellte: Wie haben die Skandinavier das Gegentor in der 95. Minute gegen Deutschland verkraftet? Aber auch die Mexikaner konnten sich nicht ausruhen. Eine Niederlage könnte bei entsprechendem Ergebnis in Kasan auch für die Mittelamerikaner noch das Aus bedeuten.
    Beide Mannschaften starteten in unveränderter Aufstellung. Die erste Chance hatten die Schweden, doch Granqvist erreichte im 5m-Raum die Kopfball-Vorlage von Berg nicht.
    In der 5. Minute indirekter Freistoß, den Forsberg aus "Kroos-Position" auf das Tor zirkelte. Ochoa jedoch sicher. Auch in der Folgezeit hatten die Schweden erst mal die besseren Chancen. In der 12. Minute setzte Marcus Berg einen Fallrückzieher neben den Pfosten. In der 29. Minute wurde Schiedsrichter Nestor Pitana zum VAR gerufen. Dort erkannte er ein Handspiel von Chicharito im eigenen Strafraum nicht als Elfmeter an. Doch kurz darauf hatte Berg die Riesenmöglichkeit zum 1-0. Nach Vorarbeit von Lustig spitzelte Berg das Leder aber übers Tor. Danach lösten sich die Mexikaner etwas aus der Umklammerung, in der 39. Minute hatte Vela seine zweite gute Chance, doch der Ball rauschte vorbei. In der Nachspielzeit traf Berg noch mal mit Fernschuss das Außennetz. Dann war Pause.

    Die zweite Halbzeit begann auf beiden Seiten unverändert. Die Mexikaner begannen aufmerksamer, nur der letzte Pass wollte noch nicht ankommen. Dafür trafen die Schweden durch Augustinsson in der 50. Minute. Augustinsson bekam einen Flipperball vor die Füße und versenkte. Augustinsson machte auch weiterhin Dampf. In der 54. Minute schlenzte er nur knapp über das Tor.
    In der 60. Minute dann Elfmeter für Schweden. Berg war zu Fall gekommen. Knifflige Entscheidung, Granqvist verwandelte zum 2-0.
    Die Mexikaner versuchten jetzt, aktiver zu werden, doch beizeiten war das planlos. Chicharito mit einem Kopfball in der 70. Minute war noch der gefährlichste. In der 74. Minute dann die Entscheidung. Toivonen im Zweikampf mit Alvarez, der den Ball ins eigene Tor lenkt.

    In der 81. Minute hatten die Mexikaner die beste Chance, doch gleich zwei Spieler verfehlten freistehend. Am Ende stand es 3-0 für Schweden, doch beide Teams konnten jubeln.

     
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    #GERSWE: Last Minute

    24 Jun 2018
    23:33

    Moderatoren

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    Thema der Episode

    Puh, das war knapp und hat Nerven gekostet. Erst in buchstäblich letzter Minute brachte eine Freistoß von Toni Kroos doch noch den so dringend benötigten 2:1-Sieg für die deutsche Nationalmannschaft gegen Schweden.

    "Es hätten sich viele Menschen in Deutschland gefreut, wenn wir rausgeflogen wären." Diese Worte von Toni Kroos nach Sieg hallen nach.

    90PLUS-Experte David Theis und Moderator Christian Hoch sprechen über die Bedeutung dieser Sätze und des Sieges gegen Schweden.

    Alles schien verloren, doch jetzt ist alles wieder offen. Deutschland hat den Fluch des Titelverteidigers offenbar abgelegt.
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    #SWEKOR: Cho & doch k.o.

    18 Jun 2018
    13:58

    Moderatoren

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    Thema der Episode

    Die deutsche Mannschaft hat im Tabellenkeller der Gruppe F Gesellschaft von Südkorea bekommen. Die Asiaten verloren im Duell gegen Schweden mit 0:1. Die Erkenntnis, die sich aus der sehr mäßigen Partie in Nizhny Novgorod ziehen lässt: Keiner der beiden nächsten Gegner der DFB-Truppe ist eine Übermannschaft. Trotz der Niederlage gegen Mexiko sollte für Jogi Löw und Co. das Achtelfinale weiterhin kein Problem darstellen.

    Malte Asmus und unser Experte von Manuel Behlert von 90PLUS analysieren das Duell zwischen Schweden und Südkorea.

    Spielbericht:

    Schweden verdiente sich den Sieg, hatte deutlich mehr Spielanteile und Torabschlüsse, aber eben auch ein Manko: Sie machten zu wenig aus ihren Möglichkeiten. Erst ein Elfmeter von Kapitän Andreas Granqvist besorgte in der 65. Minute die 1:0-Führung für Schweden. Südkorea war dagegen komplett harmlos. Schwedens Torhüter Robin Olsen verlebte einen beschäftigungslosen Nachmittag.

    Die Schweden überließen Südkorea in der Anfangsphase den Ball, setzte selbst auf Konter. Viel Risiko gingen aber beide Teams zunächst nicht ein. Den ersten Torschuss der Partie gab es erst in der 20. MInute: Nach einem Pass von der rechten Seite schloss Berg aus kurzer Distanz ab, Südkoreas Keeper Cho Hyun-Woo verhinderte mit einer Glanzparade den Rückstand. Nach der folgenden Ecke köpfte Pontus Jansson knapp am Tor vorbei.

    Schweden bekam mehr Kontrolle über das Spiel. Südkorea, schaltete ein paar Mal um, blieb aber zu harmlos und ausrechenbar und stellte den Gegner nicht vor Probleme. Schweden agierte trotz Feldüberlegenheit aber auch erst gegen Ende der Halbzeit wieder gefährlicher: Ola Toivonen wird nach einer Grätsche von Ki Sung-yueng im Strafraum getroffen, Schiedsrichter Joel Aguilar verwehrte aber einen Elfmeter. Bergs Volleyschuss aus spitzem Winkel flog vorbei, ein Abschluss von Andreas Granqvist wurde zur leichten Beute von Cho und Südkoreas Abwehr fälschte den Kopfball von Viktor Claesson nach Flanke von Mikael Lustig neben das Tor ab.

    Die zweite Hälfte begann abwechslungsreicher als die erste. Emil Forsberg schloss einen guten Angriff der Schweden allerdings über das Tor ab und auch Südkorea bekam seine beste Chance des Spiels. Eine Kim-Flanke brachte Koo per Kopf aber nur an das Außennetz. Es war die beste Chance der Partie für Südkorea, die mutiger wurden, aber trotzdem den Dämpfer bekamen. Kim grätschte Claesson im Strafraum um, der Referee entschied mit VAR-Unterstützung auf Elfmeter und Granqvist verwandelte zum 1:0.

    Schweden auch in der Folge die spielbestimmende Mannschaft, aber ohne weitere zwingende Torchancen. Und das hätte sich in der Nachspielzeit fast gerächt. Denn nach einer weiten Flanke köpfte der eingewechselte Lee relativ unbedrängt auf das Tor - allerdings deutlich vorbei.
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    „Wachgeküsst von Abrissbirne“

    18 Jun 2018
    10:20

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    Thema der Episode

    Die deutsche Nationalmannschaft startete gestern mit einer 0:1-Niederlage gegen Mexiko in die WM 2018. Wir haben euch das Spiel gestern schon bei Kick in Russ ausführlich analysiert. Erstmals seit 36 Jahren verlor Deutschland wieder den WM-Auftakt. Die Gründe dafür hat ZDF-Experte Holger Stanislawski kurz und prägnant auf den Punkt gebracht. Den O-Ton hört ihr bei Kick in Russ mit Malte Asmus ebenso wie die Statements des Bundestrainers zur Auftaktniederlage und die Tipps von Motivationscoach Matthias Herzog an die deutsche Mannschaft zur Verarbeitung dieser "historischen Pleite".
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    #GERMEX: Aus? Nein, autsch

    17 Jun 2018
    19:21

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    Thema der Episode

    Zu spät, viel zu spät wachte die deutsche Mannschaft in ihrem WM-Auftaktmatch gegen Mexiko auf. Aber da war der Schaden schon angerichtet und die 0:1-Niederlage letztlich auch nicht mehr abzuwenden. Deutschland verliert erstmals seit 36 wieder das Auftaktspiel einer WM und kassiert gleich zu Beginn des Unternehmens TItelverteidigung einen herben Dämpfer - die DFB-Elf verlässt das Luzhniki-Stadion in Moskau mit langen Gesichtern.

    0:1 - ein Ergebnis, das dem Bundestrainer und auch uns viele Erkenntnisse liefert. Wir ziehen sie raus aus diesen enttäuschenden 90 Minuten - hier auf meinsportpodcast.de bei Kick in Russ, unserem WM-Podcast, mit Malte Asmus und unserem Experten von 90PLUS, Chris McCarthy.

    Spielbericht

    Mexiko setzte in einer Anfangsphase, in der beide Teams durchaus Risiko eingingen, das erste Ausrufezeichen. Carlos Vela steckte auf Hirving Lozano durch. Doch Jerome Boateng war zur Stelle und blockte den Angriff ab. Deutschland erarbeitete sich in der Folge ein leichtes Übergewicht, konnte Mexiko unter Druck setzen, ging aber im zentralen Mittelfeld etwas zu fahrlässig zu Werke. Mexiko konnte sich so stets befreien und mit schnellem Umschaltspiel die Deutschen immer wieder in arge Bedrängnis bringen.

    Mexiko hatte nach 15 Minuten ein Torschuss-Plus von 5 zu 2 Abschlüssen und gewann zudem zwei Drittel der Zweikämpfe. Das unterstreicht die Fahrigkeit, mit der die deutsche Mannschaft über weite Teile der ersten Hälfte zu Werke ging, hinzu kamen über 30 Fehlpässe in der ganzen ersten Hälfte. Trotzdem hatte die DFB-Auswahl den Führungstreffer auf dem Fuß. Kimmichs Flanke rutschte an den zweiten Pfosten durch, wo der sichtlich überraschte Sami Khedira den Ball aber nicht über die Linie drücken konnte (15.).

    Deutschland hatte Strafraumaktionen, stand dabei aber defensiv zu offen und gab Mexiko immer wieder gefährlich viel Raum für Konter, von denen die meisten aber zu unsauber ausgespielt wurden. Chicharito nutzte eine der vielen Lücken auf Deutschlands rechter Abwehrseite, die der offensiv aktive Kimmich bot, aber nicht konsequent genug aus. Er verpasste den richtigen Moment zum Abschluss, sodass Mats Hummels klären konnte.

    Dann rutschte Sami Khedira im MIttelfeld weg. Die Mexikaner schickten Chicharito steil, der im Strafraum quer auf Lozano legte. Der schlecht postierte und zu weit aufgerückte Mats Hummels und Mesut Özil kamen nicht hinterher. Und der Youngster vollendete zur 1:0-Führung der Mexikaner (35.). Und kurz vor dem Halbzeitpfiff wäre die Passivität der DFB-Auswahl fast noch ein zweites Mal bestraft worden. Carlos Vela durfte unbehelligt aus 20 Metern abziehen, traf aber das Tor nicht (44.).

    Besserung war auch zu Beginn der zweiten Hälfte für die deutsche Mannschaft nicht in Sicht. Eine spielerische Linie fehlte komplett, stattdessen prägten Verzweiflungsabschlüsse aus der Distanz das Bild. Die beste Szene war da noch ein Zuspiel von Özil auf den heranstürmenden Julian Draxler. Dessen Schuss lenkte Carlos Salcedo aber ins Toraus (55). Zudem blieb das DFB-Team konteranfällig - und hatte Glück, dass Chicharitos Querpass im Strafraum auf Vela viel zu ungenau war (57.).

    Nach einer Stunde nahm Jogi Löw Khedira runter, verhalf Marco Reus zu seinem WM-Debüt und stellte auf 4-1-4-1 um. Bei Mexiko verließen Vela und Lozano das Feld. Die Kombination dieser Ereignisse belebte das Spiel aus Deutscher Sicht. Das Tempo wurde höher und die Abschlüsse häuften sich: Kimmich bekam eine Fallrückzieherchance, der Ball landete jedoch auf dem Tornetz. Reus schoss aus spitzem Winkel über das Tor und auch eine Direktabnahme von Kroos verfehlte das Gehäuse nur knapp. Mexiko bekam aber auch weiterhin Kontergelegenheiten, ließ diese aber liegen.

    Für die letzten zehn Minuten brachte Löw dann noch Mario Gomez für Debütant Marvin Plattenhardt und Julian Brandt kam für Timo Werner. Beide bekamen in der Endphase auch noch gute Chancen. Aber Gomez setzte einen Kopfball aus fünf Metern weit vorbei und Brandt verfehlte von der Strafraumgrenze das Ziel.
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    Teamcheck: Schweden

    1 Jun 2018
    6:01

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    Thema der Episode

    Der größte Erfolg der Schweden bei einer Weltmeisterschaft liegt schon etwas länger zurück. 1958 wurden die Schweden im eigenen Land Vize-Weltmeister. Seitdem schafften es die Skandinavier noch zweimal den dritten Platz zu belegen. Können die Schweden dieses Jahr in Russland vielleicht mal für eine Überraschung sorgen?

    Text: Timo Wollmann (Macromedia Hochschule Hamburg)

    Der Weg zur WM:
    Schwedens Reise zur WM war eine echte Zitterpartie. In einer Gruppe mit Frankreich und den Niederlanden mussten sich die Schweden gegen zwei Teams mit großem Namen durchsetzen. Bulgarien, Luxemburg und Weißrussland waren in der Gruppe A eher Nebendarsteller. Am Ende belegte die schwedische Nationalelf den zweiten Platz hinter Frankreich. Aufgrund des besseren Torverhältnisses schaffte man es auch, sich vor den Niederlanden zu platzieren. Und da die Schweden zu den besten Gruppenzweiten in der WM-Qualifikation in Europa zählten, winkten für sie die Playoffs. Dort wartete mit Italien der nächste große Name im europäischen Fußball. In zwei knappen Playoffspielen setzten sich die Skandinavier überraschend durch. So qualifizierte sich Schweden über einen kleinen Umweg für die WM in Russland.

    Der Star der Mannschaft:
    Nach dem zweiten Rücktritt von Superstar Zlatan Ibrahimovic aus der Nationalmannschaft besteht Schwedens Nationalteam aus vielen soliden Spielern, die ein eingeschworenes Kollektiv bilden. Wer kann dabei noch herausstechen? Hervorzuheben ist sicherlich Emil Forsberg, der sein Geld momentan bei RB Leipzig in der Bundesliga verdient. Seit dreieinhalb Jahren überzeugt Forsberg dort in der Offensive. Lediglich eine zweimonatige Verletzung im Winter bremste Forsberg in dieser Saison aus. Doch in dieser insgesamt soliden Saison in Champions League und auch Europa League, gewöhnte Forsberg sich an das internationale Niveau. Das können nicht viele schwedische Nationalspieler von sich behaupten. Und genau wegen dieser Erfahrung und seiner Qualität in der Offensive wird Forsberg bei der WM ein Dreh- und Angelpunkt im schwedischen Spiel darstellen.

    Der mögliche Shooting-Star:
    Viele Spieler in Schwedens Nationalelf sind schon über den Status eines Talents hinweg. Den endgültigen Durchbruch könnte aber Victor Lindelöf schaffen. Der Innenverteidiger spielt zwar schon seit gut zwei Jahren bei Manchester United, konnte sich aber unter Jose Mourinho noch nicht richtig durchsetzen. Trotzdem ist Lindelöf ein recht agiler Spieler und hat seine Stärke vor allem in der Spieleröffnung. Auch wenn Verteidiger nicht unbedingt prädestiniert sind, Shooting Stars eines Turniers zu werden, könnte der 23-jährige Lindelöf sein Talent auf internationaler Bühne unter Beweis stellen.

    Der Trainer:
    Der Name Janne Andersson sagt wohl nur eingefleischten Fans der schwedischen Liga etwas. Seit gut zwei Jahren ist er Trainer der schwedischen Nationalelf. Es wird also das erste große Turnier für Andersson sein. Als Spieler und Trainer trieb er sich ausschließlich in seiner Heimat herum. Sein größter Erfolg ist sicherlich der überraschende Gewinn der schwedischen Meisterschaft 2015 mit dem IFK Norrköping. Eine ähnliche Überraschung ist ihm nun mit der Nationalmannschaft Schwedens gelungen, nachdem sie sich in den Play-Offs gegen Italien durchsetzen konnten. Wie weit kann Andersson das Team bei der WM führen? In der Gruppenphase wartet unter anderem die DFB-Elf.

    Stärken und Schwächen:
    Schwedens Kader ist nicht gerade bestückt mit blutjungen Spieler. Im Team überwiegt eher die Erfahrung. Einige der Spieler, wie Sebastian Larsson oder Andreas Granqvist, haben schon Europameisterschaften gespielt. Bei einer WM war aber noch niemand aus dem 23-Mann-Kader dabei. Zudem fehlt den meisten Spielern Spielpraxis auf höchstem internationalen Niveau. Die meisten Spieler des Kaders sind zwar Stammspieler in ihren Teams, aber außer Emil Forsberg und Victor Lindelöf konnten wenige Spieler internationale Erfahrung sammeln.

    Auch bei der Spielweise gibt es unterschiedliche Ansichten. So lässt Andersson häufig in einem 4-4-2-System agieren. Der stärkere Mannschaftsteil, also die Offensive profitiert davon. Doch ist dieses System in der heutigen Zeit noch durchsetzungsfähig? Bei variablen Fünferketten und anderen aktuellen Spielsystemen? Schweden wird ein gesundes Mittelmaß zwischen spielerischem Talent im Sturm und engagiertem Kampf in der Defensive finden müssen.
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    Teamcheck: Mexiko

    1 Jun 2018
    6:11

    Moderatoren

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    Thema der Episode

    Die mexikanische Mannschaft ist Gegner der DFB-Elf und trifft außerdem auf Schweden und Südkorea. Mexiko verfügt über einige gute Fußballer und ist vor allem auch in der Breite gut aufgestellt, will mindestens das Achtelfinale erreichen, danach nach Möglichkeit überraschen.

    Text: Manuel Behlert (90PLUS)

    Der Weg zur WM:
    Die Mexikaner stiegen erst in der ersten der beiden Gruppenphasen ein, trafen auf Honduras, Kanada und El Salvador. Als klarer Favorit ging man in die Gruppe - und zeigte dies auch eindrucksvoll. 6 Spiele, 5 Siege, 1 Remis und 13:1 Tore standen am Ende auf dem Konto, lediglich das letzte Gruppenspiel gegen Honduras wurde nicht gewonnen, in Mexiko-Stadt erreichte man lediglich ein 0:0. In der abschließenden Gruppenphase startete man mit 10 Punkten aus 4 Spielen und legte früh die Weichen für eine souveräne Qualifikation. Keines der Teams in der Gruppe konnte Mexiko ernsthaft gefährden, nach 10 Spielen hatte die Mannschaft 21 Punkte auf dem Konto und wurde mit 5 Zählern Vorsprung vor Costa Rica und 8 Punkte vor Panama souveräner Gruppensieger.

    Der Star:
    Javier Hernandez. Natürlich verfügen die Mexikaner mit Spielern wie Corona, Herrera, Moreno oder Jimenez über einige Topspieler, in der internationalen Wahrnehmung ist Javier Hernandez, genannt „Chicharito“, aber immer noch der Name, der am ehesten dafür sorgt, dass man aufmerksam zuhört. Chicharito spielt mittlerweile für West Ham United in der Premier League, lief zuvor für Bayer 04 Leverkusen auf und galt dort als jederzeit zuverlässiger Torjäger, der vor allem mit seiner Sprungkraft und seinem Instinkt im Offensivkopfballspiel auffällt - trotz seiner eher geringen Körpergröße. Mit 29 Jahren ist Chicharito in einem idealen Alter, auch wenn seine Saison in England nicht ideal war. 8 Tore in 28 Spielen sind dennoch nicht die allerschlechteste Bilanz, nun soll Chicharito dafür sorgen, dass Mexiko eine erfolgreiche Weltmeisterschaft spielt.

    Der mögliche Shooting-Star:
    Er ist jung, dribbelstark, schnell und hat noch eine Menge Luft nach oben: Hirving Lozano. Der 22-jährige Flügelspieler verkörpert den Prototyp der mexikanischen Offensivspieler, verfügt über ein großes Selbstvertrauen und hat sich bei der PSV aus Eindhoven nach seinem Wechsel im Sommer 2017 sehr gut eingelebt. 19 Tore und 11 Vorlagen in 34 Pflichtspielen sind eine beeindruckende Quote und seine erste Weltmeisterschaft soll nun der Durchbruch auf internationaler Ebene werden. Mit Mexiko hat er die Chance auf die K.O.-Runde und vor allem könnte er die großen Klubs in Europa auf sich aufmerksam machen. Denn Lozano ging bei seinem Wechsel von Pachuca nach Europa bewusst einen Zwischenschritt, ist nun noch bis 2023 an den Klub aus der Niederlande gebunden. Mit einem guten Turnier würde ein vorzeitiger Wechsel durchaus wahrscheinlicher werden.

    Der Trainer:
    Juan Carlos Osorio ist ein 56-jähriger Kolumbianer, der seit Oktober 2015 für die mexikanische Nationalmannschaft tätig ist. Zuvor sammelte er Erfahrungen auf Vereinsbasis, war unter anderem für Chicago Fire, die New York Red Bulls und den FC Sao Paulo tätig. Seine Zeit bei Mexiko ist bisher durchaus erfolgreich, in 45 Spielen sammelte er einen Punkteschnitt von 2,18, zudem lässt er gerne offensiven Fußball spielen. Für Osorio ist es das erste große Turnier als Nationaltrainer und er hat große Ziele, die er verfolgen wird.

    Stärken und Schwächen:
    Die Mischung in der Mannschaft stimmt einfach. Der erfahrene Rafael Marquez wird den jungen Spielern wichtige Tipps geben können, auch Spieler wie Vela, Jimenez, Chicharito und dos Santos haben viel erlebt. Viele Spieler laufen für Topklubs in Europa auf, spielten in der Europa League oder in der Königsklasse und haben eine gute, teilweise sogar erfolgreiche Saison hinter sich. Das Team ist ausgewogen und gut eingespielt, die ganz großen Schwächen sind eigentlich gar nicht auszumachen. Im Vergleich zu den absoluten Topnationen fehlt es natürlich an individueller Klasse, auch die Rückwärtsbewegung ist teilweise ausbaufähig, hinzu kommt eine punktuell schwächere Chancenverwertung und aufgrund der mangelnden, kontinuierlichen Konkurrenz in Amerika die Tests auf allerhöchstem Niveau.
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    Teamcheck: Südkorea

    1 Jun 2018
    6:43

    Moderatoren

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    Thema der Episode

    Südkorea ist mittlerweile Dauergast bei der WM. Seit 1982 sind die Südkoreaner immer bei der WM-Endrunde dabei gewesen. Besonders das 2002 im eigenen Land ausgetragene Turnier hat der Fußballbegeisterung noch einmal einen mächtigen Schub gegeben. Dort konnte der zweimalige Asien-Meister mit dem 4. Platz sein bisher bestes Ergebnis bei einer WM erzielen. Wie sieht das Team in diesem Jahr aus?

    Text: Felix Wöller (Macromedia Hochschule Hamburg)

    Der Weg zur WM:
    Die Qualifikation zu dieser WM lief allerdings eher holprig. Nachdem man die zweite Qualifikations-Runde noch ohne Punktverlust, sowie gänzlich ohne Gegentor meisterte, kam man in der 3. Runde gegen den Iran, Syrien, China, Usbekistan und Katar ordentlich ins Wanken. Mit Ach und Krach konnte sich Südkorea haarscharf am letzten Spieltag mit einem 0:0 gegen Usbekistan noch vor Syrien den zweiten Platz sichern – und so die direkte Qualifikation zur WM. Auf dem Weg dorthin setzte es allerdings überraschende Niederlagen gegen China, Katar und Iran, sowie Unentschieden gegen Syrien und Usbekistan. Nach der Niederlage gegen Katar im Juli letzten Jahres wurde der langjährige deutsche Trainer Uli Stielike dann folgerichtig auch entlassen und Tae-Yong Shin übernahm für ihn.

    Der Star
    Der Star des Teams ist ganz ohne Zweifel Heung-Min Son. Der spielt nun bereits seit 3 Jahren bei Tottenham Hotspur in der Premier League und ist ein wesentlicher Faktor für deren Erfolg in den letzten Jahren. Die Nordlondoner haben nun zweimal in Folge die Champions League erreicht und beendeten die letzten beiden Saisons jeweils in den Top 3 in der Premier League. Son konnte in beiden Jahren zweistellig treffen und zählt
    mittlerweile zu den besten Spielern in der gesamten Liga. Seine enorme Schnelligkeit und sein Zug zum Tor machen ihn für jede Abwehrreihe extrem gefährlich. Hinzu kommt, dass er beidfüßig ist und so für jeden Verteidiger sehr schwer auszurechnen. Neben Son kann man sicherlich auch noch den Kapitän Ki Sung-Yueng nennen. Der ist seit vielen Jahren in der Premier League bei Swansea unter Vertrag und mit 100 Länderspielen der erfahrenste Spieler im Kader. Seine Spielweise mit seinen enorm präzisen Diagonalbällen erinnert an die von Xabi Alonso und obwohl er dieses Jahr mit den Swans den Abstieg in die zweite englische Liga auch nicht verhindern konnte, wird er ein extrem wichtiger Faktor im Spiel von Südkorea sein.

    Der Shootingstar
    Sehr viele junge Talente hat Südkorea nicht im Kader. Aber neben Heung-Min Son könnte Hee-Chan Hwang der entscheidende Spieler für die Südkoreaner in der Offensive sein. Der 22-jährige Stürmer spielte eine klasse Saison bei RB Salzburg und half kräftig bei deren überraschenden Halbfinaleinzug in der Europa League mit. Beim 4:1 Sieg im Viertelfinalrückspiel gegen Lazio Rom erzielte er dabei einen wichtigen Treffer und auch gegen Dortmund im Achtelfinale zeigte er starke Leistungen. Seine Schnelligkeit und Unbekümmertheit könnten ihn zum Shootingstar im südkoreanischen Team machen.

    Der Trainer
    Der Trainer des Teams ist der Südkoreaner Tae-Yong Shin. Er war zuvor der langjährige Co-Trainer von seinem Vorgänger Uli Stielike und trainierte zudem bereits die U-20 von Südkorea. Seinen bisher größten Erfolg als Trainer konnte er 2010 feiern, als er mit der südkoreanischen Mannschaft Seongnam FC das asiatische Pendant der Champions League gewinnen konnte. Der 47-jährige konnte seiner Mannschaft allerdings bis jetzt noch keinen wirklichen Schub geben. Seit seinem Amtsantritt als Nationalcoach stehen 4 Siege, 4 Niederlagen, sowie 5 Unentschieden zu Buche. Auch mit Blick auf die Gruppe mit Deutschland, Mexiko und Schweden ist Südkorea eher Außenseiter auf das Weiterkommen.

    Stärken und Schwächen
    Viele Stars hat Südkorea nicht. Abgesehen von Heung-Min Son, Ki Sung-Yueng und Hee-Chan Hwang spielt der Großteil der Mannschaft in Asien. Es bleibt abzuwarten, ob die Spieler gegen Teams wie Deutschland oder Mexiko mit ihren etlichen gestandenen Spielern aus Europas Top-Ligen, mithalten können. Ihre Stärken liegen auf jeden Fall in der Offensive. Dort kann Son oder womöglich auch Hwang immer mal mit einem genialen Moment für ein Tor gut sein. Die sehr holprige Qualifikation sowie die letzten Freundschaftsspiele machen dahingegen nicht wirklich Mut auf eine allzu erfolgreiche WM. Außerdem hat sich der auf den offensiven Außenbahnen eigentlich gesetzte Chang-Hoon Kwon vom FC Dijon in Frankreich im letzten Saisonspiel die Achillessehne gerissen und fällt für die WM aus. Ob die „Tigers of Asia“ das kompensieren und die letzten Negativerlebnisse ausblenden können, wird entscheidend für eine erfolgreiche WM sein. Ein Einzug ins Achtelfinale wäre für Südkorea auf jeden Fall bereits ein großer Erfolg.
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    Teamcheck: Deutschland

    1 Jun 2018
    6:20

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    Thema der Episode

    Der amtierende Weltmeister gehört auch in Russland wieder zum engen Kreis der Favoriten. Viele Weltmeister von 2014 stehen auch bei dieser WM wieder im Kader und wollen dazu beitragen, dass erstmals seit 1962 (Brasilien) einer Nationalmannschaft wieder die Titelverteidigung gelingt. Doch spätestens die letzte EM hat gezeigt: Die Konkurrenz schläft nicht.

    Text: Nico Scheck (90PLUS)

    Der Weg zur WM:
    Der Weg der deutschen Nationalelf zur WM war auf ein Wort reduziert: Souverän. Zehn Siege in zehn Spielen sprechen Bände. Sicherlich war die Gruppe mit Nordirland, Tschechien, Norwegen, Aserbaidschan und San Marino auch nicht die allergrößte Hürde, doch die Dominanz von Jogis Jungs beeindruckte dann schon. Die beiden letzten Tests gegen die „Großen“ aus Spanien (1:1) und Brasilien (0:1) waren dann zwar ergebnistechnisch etwas ernüchternd, aber Deutschland ist ja bekanntlich eine Turniermannschaft.

    Der Star:
    DEN einen Star gibt es nicht in Jogi Löws Truppe. Vielmehr überzeugt der Weltmeister von 2014 durch mannschaftliche Geschlossenheit und dem Vorteil, dass dieses Team zum großen Teil schon über viele Jahre so zusammenspielt. Dennoch verfügt Deutschland natürlich auch über individuelle Weltklasse. Toni Kroos ist im Mittelfeld der Taktgeber, Joshua Kimmich hat sich auf der rechten Außenverteidigerposition fest etabliert und mit Özil, Müller, Werner, Reus, Draxler und Sane braucht man sich auch um die Offensive keine Gedanken machen.
    Selbst ein möglicher Ausfall von Kapitän und Stammtorhüter Manuel Neuer würde nur bedingt wehtun. Mit Marc Andre der Stegen von Barca steht ein adäquater Ersatz parat, der eine herausragende Saison in Spanien hinter sich hat.

    Der mögliche Shooting-Star:
    Seit dem Triumph in Rio 2014 haben sich einige junge, talentierte Spieler hervorgetan. Einer von ihnen ist Leroy Sane. Sein Wechsel zu Manchester City vor zwei Jahren hat sich bezahlt gemacht. Nach einem Jahr Anlaufzeit hat City-Coach Pep Guardiola aus Sane einen der besten Flügelspieler der diesjährigen Premier-League-Saison geformt. Der 22-jährige überzeugt mit Tempo, gutem Dribbling und vor allem 33 Scorer-Punkten in 49 Pflichtspieleinsätzen. Nur logisch, dass man sich nun einiges von ihm erhofft bei der Nationalelf.
    Die ersten Einsätze verliefen etwas holprig und es war ihm eine gewisse Nervosität anzumerken. Doch bringt Sane bei der WM sein Können auf das große Parkett, ist er in jedem Fall ein Kandidat für die Startelf.

    Der Trainer:
    Jogi Löw ist nun seit Sommer 2006 im Amt und seine Bilanz liest sich durchaus beeindruckend: EM-Finale 2008, WM-Dritter 2010, EM-Halbfinale 2012, Weltmeister 2014, EM-Halbfinale 2016. Trotzdem hat(te) Löw auch immer wieder mit viel Kritik zu kämpfen. Kein Wunder, in einem Land, wo Fußball quasi die zweite Religion und eigentlich jeder Fußballfan gleichzeitig auch Bundestrainer ist. Der dominante Ballbesitzfußball der deutschen Mannschaft trägt seine Handschrift und immer wieder gelingt es Löw, junge gute Spieler in das vorhandene Grundgefüge mit einzubauen. Löw genießt großes Ansehen und mit dem WM-Titel vor vier Jahren hat er bereits das große Ziel eines jeden Bundestrainers erreicht. Doch wie sagt man so schön: Jetzt geht es wieder bei Null los.

    Stärken und Schwächen:
    Die ganz große Stärke der Deutschen ist sicherlich die Eingespieltheit. Mit Neuer (falls er rechtzeitig fit wird), Boateng (s. Neuer), Hummels, Khedira, Kroos, Özil und Müller stehen gleich sieben potenzielle Starterkandidaten im Kader, die auch 2014 schon zum Stammpersonal gehörten. Das Mittelfeld ist dabei sicherlich das Prunkstück der Mannschaft. Neben den bereits angesprochenen Kroos, Özil und Khedira stehen mit Goretzka und Gündogan zwei weitere hochveranlagte Mittelfeldspieler Löw zur Verfügung.  Zu den Schwächen zählt die Chancenverwertung. Gerade bei der letzten EM tat sich Jogi Löws Team unglaublich schwer, gefährlich ins letzte Drittel zu kommen, geschweige denn, dort seine Chancen effizient zu nutzen. Ein Problem, dass ihnen im Halbfinale gegen Frankreich zum Verhängnis wurde. Es bleibt abzuwarten, ob Spieler wie Marco Reus. Leroy Sane oder Timo Werner dieses Problem beheben können.
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