#37 | #WIRZUSAMMEN

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Der Fußballpodcast über die BSG Wismut Gera

Bei dieser Podcast-Serie handelt es sich um einen externen Inhalt. Diese Podcast-Serie ist kein offizielles Produkt von meinsportpodcast.de. Äußerungen der Gesprächspartner und Moderatoren geben deren eigene Auffassungen wieder. meinsportpodcast.de macht sich Äußerungen von Gesprächspartnern in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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  • PODCAST ORANGE | Fußball |

    #37 | #WIRZUSAMMEN

    8 Mai 2019
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    Thema der Episode

    Die Folgen der Trainerentlassung sind überall spürbar. Sogar der moderate Journalist Jens Lohse spricht von einem “zutiefst gespaltenen Verein”. Wir betrachten die aktuelle Situation bei der BSG Wismut Gera.

    Verbandsliga: A-Junioren

    In der Verbandsliga Staffel 1 gewann Spitzenreiter SV SCHOTT
    Jena das Spitzenspiel gegen JFC Gera mit 3:0 und ist nach der Niederlage von Einheit
    Rudolstadt in Jena-Zwätzen nur noch einen Sieg vom Meistertitel entfernt.

    Die BSG Wismut Gera feierte nach zuletzt drei Neiderlagen in
    Saalfeld, gegen Rudolstadt und bei Empor Erfurt wieder einen Heimerfolg. Leon
    Stein (50.) und Tom Reislhuber (72. Foulelfmeter) erzielten die Tore. Damit
    schaffte das Team von Michael Scherzer den Klassenerhalt und kann ohne Druck in
    das vorletzte Punktspiel gehen.

    Am kommenden Sonntag, dem 12. Mai, sind die A-Junioren der
    Nachwuchsakademie Glück Auf beim JFC Gera zu Gast.

    KOL/KL: 2./3. Männermannschaft

    Während die 3. Mannschaft bei der SG Pforten II einen Punkt
    holt, gewinnt die 2. Mannschaft gegen den von Ex-Trainer Patrick Posselt
    trainierten Kraftsdorfer SV mit 4:0. Nach dem Erfolg in Altenburg ist das der
    2. Sieg in Folge gegen ein Top-5 Team der Tabelle. Die Torschützen waren
    Maximilian Weiß mit dem Kopf, Marcel Hartmann-einmal via Elfmeter und einmal
    aus dem Spiel heraus und Oliver Hoffmann. Das Team von Roy Beck liegt nunmehr
    mit 3 Punkten auf dem 10. Tabellenplatz der KOL Ostthüringen. Am nächsten
    Samstag zum Taballen-7. FSV Gößnitz.

    Oberliga: BSG Wismut Gera – FC Carl Zeiss Jena II 2:4 (1:2)

    Berichte

    OTZ / Jens Lohse / 06.05.19: Nach einer turbulenten Woche
    unterliegen die Orange-Schwarzen der Jenaer Zeiss-Reserve trotz bester Chancen.

    https://gera.otz.de/web/lokal/sport/detail/-/specific/Wie-weiter-BSG-Wismut-Gera-395702347

    Vorschau: TV Askania Bernburg vs. BSG Wismut Gera II

    Hinspiel: BSG Wismut Gera vs. TV Askania Bernburg 2:2

    Vor 273 Zuschauern verpassten die Geraer gegen den
    Tabellenvorletzten aus Bernburg, der zuletzt fünf Niederlagen in Folge kassiert
    hatte, den zweiten Heim-Dreier. Zumindest gelang mit Schützenhilfe der Gäste
    kurz vor Schluss noch der 2:2-Ausgleich, als Verteidiger Gedeon Groß eine Eingabe
    von Carsten Weis ohne große Not mit dem Schienbein ins eigene Netz beförderte
    (89.).

    http://www.wismutgera.de/spielbericht.php?paarung=1531250085&call_script=spielplan&oliga=1340282920&mannschaft=

    Thüringenliga 2019/2020

    Thüringenliga: Die Preußen müssen mit einem Punkt im Spiel gegen
    Eisenberg leben. Durch den Sieg von Weida in Heiligenstadt wächst der Rückstand
    wieder auf drei Zähler an. Aktueller Auftsieger ist Martinroda, aktuelle
    Absteiger sind Meiningen, Schweina und Bad Langensalza.

    Staffel 1: Westvororte gewinnt 3:1 gegen Neustadt

    Staffel 2: Frankenhausen verliert in Großengottern, Erfurt Nord muss
    gegen Kölleda nicht spielen, da Kölleda nicht antritt

    Staffel 3: Der FSV Ohratal, der im Falle eines 1. oder 2. Platzes aufsteigen will, schnuppert nach dem 6:1 Sieg gegen Waltershausen sowie den Niederlagen von 1. FC Sonneberg und Herpf an der Tabellenspitze.

    https://tfv-erfurt.de/nc/news/detail/news/aufstiegsverzichte-im-landesmassstab-per-3103/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3e97bc69b9a49fa55a99e0e7ae72408d

    Trainersuche

    Rasende Reporter Jens Henning: “Ja. Es gab
    Gespräche”, sagte Dörfer. Er ergänzte aber, “dass die SG TSV
    Gera-Westvororte für ihn der erste Ansprechpartner sei. Ich habe hier noch
    einen Vertrag für die kommende Saison. Sollte die Wismut Interesse zeigen und
    wenn die Perspektiven und sportlichen Ambitionen stimmen, werde ich das zuerst
    mit den Verantwortlichen von Westvororte besprechen”, sagte der Trainer.

    https://www.facebook.com/RasenderReporterJensHenning/posts/718802421869982

    Verein

    Hofwiesenparkfest

    Am letzten Wochenende wurde mal wieder die Parksaison in Gera eröffnet und das traditionell mit dem Hofwiesenparkfest, das nach der BUGA 2007 eingeführt wurde. Seit einigen Jahren ist die Wismut immer mal mit einem Stand vertreten. Das war auch diesmal der Fall. Neben dem eigentlichen Stand, an dem man sich über den Verein informieren sowie an einem Quiz teilnehmen konnte, gab es ein kleines Soccerturnier.

    Mitarbeit

    Zur Bündelung aller Kräfte und guten Ideen unserer
    Mitglieder, haben wir beschlossen zwei Arbeitsgruppen zu bilden:
    Öffentlichkeitsarbeit und Marketing/ Sponsoring. Wir rufen Euch auf, in diesen
    Gruppen mitzuarbeiten und so das Vereinsleben aktiv mitzugestalten. Zur
    Koordination meldet Euch bitte bei Jan Genseke (Tel.: 0173 272 65 89)

    Sprechstunde
    „Vorstand“

    Zur besseren Transparenz haben wir eine Sprechstunde “Vorstand” eingerichtet. Ab dem 29.04.2019 steht im 14-tägigen Rhythmus ein Vorstandsmitglied für Eure Fragen in der Geschäftsstelle von 17-18 Uhr zur Verfügung. Die nächste Sprechstunde ist somit am 13.04.2019. Habt ihr Fragen, dann nutzt dieses Angebot.

    Schwachsinn und Respektding der Woche

    Twitter-Angriff
    von Ponomarev

    Mikhail Ponomarev, Präsident des Fußball-Drittligisten KFC
    Uerdingen, startet einen Twitter-Account und nutzt ihn, um gegen den Ex-Trainer
    nachgetreten: „Mein größter Fehler beim KFC. Der schlechteste Trainer in der
    KFC-Geschichte. Der KFC war seine letzte Station als Trainer in Deutschland“.

    Energie-Trainer Claus-Dieter
    Wollitz hat nach dem Sieg gegen Uerdingen die Pressekonferenz der Gastgeber
    boykottiert

    Der Cottbuser Coach erklärte, er habe das aus Solidarität zu
    seinem Trainerkollegen Norbert Meier getan. Den ehemaligen Uerdinger Coach
    hatte der KFC-Präsident und geldgebende Alleinherrscher Mikhail Ponomarev
    zuletzt bei einem aufsehenerregenden Rundumschlag via „Twitter“ als
    „schlechtesten Trainer der Vereinsgeschichte“ und seine größte Fehlentscheidung
    bezeichnet..

    https://www.lr-online.de/sport/energie-cottbus/aus-solidaritaet-energie-trainer-wollitz-versetzt-uerdingen_aid-38579413

    SV Motor Altenburg
    feiert Meisterschaft

    Zwei Spieltage vor Schluss sicherte sich der SV Motor
    Altenburg die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Kreisklasse. Im
    Durchschnitt waren es 100 Zuschauer, die pro Spiel zu unseren Heimspielen
    pilgerten. Dadurch bleibt der Verein selbst nach dem Rückzug aus der
    Landesklasse von der Zuschauerzahl her die Nummer 1 in Altenburg.

    https://www.motor-altenburg.de/news/1-mannschaft/item/403-motor-altenburg-ist-meister

    Empfehlungen der Woche

    Warum in der nächsten Saison das Abklatschen zwischen aus-
    und eingewechselten Spielern fehlen könnte, warum auch Trainer eine gelbe oder
    rote Karte bekommen können– all dies erläutern Klaas Reese und Alex Feuerherdt im
    Podcast „Collinas Erben“. Die Ausgabe 99 mit dem Titel „The Sound of
    Schiedsrichterfunk“ ist mit 6 Stunden genauso lang wie unterhaltenswert.
    Absolute Hörempfehlung für Sportler und Zuschauer.

    http://fokus-fussball.de/2019/03/23/ce99-the-sound-of-schiedsrichterfunk/

    Der 1.FC Lok Stendal gehörte über viele Jahre zur DDR
    Oberliga, machte als Pokalschreck Mitte der Neunziger bundesweit Schlagzeilen.
    Damals war Stendal die Nummer eins im Sachsen-Anhaltinischen Fußball. Dank
    Vereinshistoriker Dirk Schultz gibt es im Podcast „Hörfehler“ wunderbare
    Einblicke in die Vereinsgeschichte.

    https://hörfehler.org/tag/lok-stendal/

    Entlassung von Frank Müller

    Berichte

    BSG Wismut Gera / 01.05.2019: Mitteilung des Vorstandes und
    des Aufsichtsrates der BSG Wismut Gera – Vor Ostern informierte uns unser
    Trainer der 1. Männermannschaft Frank Müller, über seinen Entschluss, für den
    Neuaufbau unserer 1. Mannschaft in der Thüringenliga doch nicht mehr zur
    Verfügung zu stehen. Vaterfreuden, die große Chance auf berufliche
    Weiterentwicklung sowie das Angebot, als Teammanager beim ZFC Meuselwitz sportlich
    aktiv zu werden, waren dafür ausschlaggebend.

    Nach einem sehr intensiven Gespräch, dessen Inhalt die
    Option der weiteren sportlichen Tätigkeit für unseren Verein bis zum Ende der
    kommenden Hinrunde war und nach entsprechend eingeräumter 14-tägiger Bedenkzeit,
    lehnte er zu unserem Bedauern diese Option jedoch ab. Für uns war dies nur
    schwer verständlich und auch enttäuschend, aber schließlich akzeptierten wir
    die Entscheidung. Insbesondere der zeitliche Rahmen der Umentscheidung sind für
    uns nicht ganz nachvollziehbar.

    Vereinbart wurde schließlich, dass Frank Müller seine Trainertätigkeit bis zum Ende dieser Oberligasaison noch fortführt und danach zum ZFC Meuselwitz wechselt. Leider stellten wir nun fest, dass Frank Müller entgegen der getroffenen Vereinbarung bereits ab sofort als Teammanager für seinen neuen Verein tätig ist, ohne uns davon in Kenntnis zu setzen. Wir sehen darin nicht nur einen Vertrauensbruch sondern auch einen Interessenkonflikt. Folgerichtig haben Vorstand und Aufsichtsrat der BSG Wismut Gera einstimmig beschlossen, die Zusammenarbeit mit Frank Müller sofort zu beenden.

    https://www.facebook.com/wismutgera/posts/2623837464352962

    FUPA / 01.05.2019: Am Montag wurde Frank Müller von seinem
    Amt als Wismut-Trainer vom Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig suspendiert.
    „Unser Vertrauensverhältnis war weg. Wir haben erfahren, dass Frank Müller
    bereits in seiner neuen Tätigkeit als Teammanager beim ZFC Meuselwitz bei Vertragsgesprächen
    beteiligt ist. Darüber wurden wir nicht informiert“, so Frank Neuhaus zur
    Suspendierung.

    https://www.fupa.net/berichte/bsg-wismut-gera-trainer-suspendiert-kein-umbruch-in-gera-mit-2365934.html

    OTZ / Jens Lohse / 02.05.19: Turbulente Tage erlebt
    Noch-Fußball-Oberligist BSG Wismut Gera gerade. Nicht genug damit, dass der
    Rückzug aus der NOFV-Oberliga immer näher rückt. Eine Personalentscheidung traf
    die Wismut-Anhänger in dieser Woche ziemlich unvorbereitet. Vorstand und Aufsichtsrat
    haben laut einer Vereinsmitteilung einstimmig beschlossen, sich von Trainer
    Frank Müller zu trennen.

    https://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/sport/detail/-/specific/Wismut-Gera-trennt-sich-von-Trainer-Frank-Mueller-Praesident-spricht-von-Vertra-1103003903

    OTZ / Jens Lohse / 06.05.19: Wismut Gera ist ein zutiefst
    gespaltener Verein. … Auf einen erwogenen Spielboykott verzichtete die
    Wismut-Elf zwar, demonstrierte anders die Solidarität mit ihrem Ex-Trainer, mit
    dem sie im Saisonverlauf ein sehr inniges Verhältnis aufgebaut hatte. Erst lief
    die Mannschaft nicht in den Vereinstrikots, sondern in eigens angefertigten
    Aufwärmshirts mit der Aufschrift „Danke, Trainer!“ aufs Feld. Anschließend
    enthüllte sie im Mittelkreis ein Transparent mit der Aufschrift „Wir zusammen!
    Danke, Mü und Volker!“, wobei damit Frank Müller und Ex-Präsident Volker
    Fiedler gemeint waren, die sich zu diesem Zeitpunkt beide am Vereinsheim
    angeregt unterhielten.

    https://gera.otz.de/web/lokal/sport/detail/-/specific/Wie-weiter-BSG-Wismut-Gera-395702347

    Kommentare

    Herr K: „Ich
    glaube die sportlichen ergebnisse der letzten wochen sprechen da für sich das
    trainer und team als einheit fungieren, trotz der nicht gerade lockenden
    sportlichen zukunft nächstes jahr. Somit bringt man jetz wieder unnötig unruhe
    in den verein und gerade in die Mannschaft.

    Das man bei einer neuen position als teammanager nicht erst zu
    beginn der saison die kaderplanung beginnen kann, das sollte ja wohl
    verständlich sein. Und nur wegen dieser vorbereitung das ganze tun und handeln
    von Frank in frage zu stellen finde ich schon grotesk. Auch er hat opfer für
    unseren verein gebracht und sich meiner meinung dadurch nicht gleich
    unglaubwürdig bzw. Illoyal gemacht.

    Die Kommunikation hat anscheinend dabei lediglich gefehlt zwischen
    beiden seiten. Dies wäre aber auch im nachgang dennoch möglich gewesen,
    beispielsweise ein internes Agreement bis saisonende keine öffentlichen
    Auftritte für den neuen Verein und trotzdem volle konzentration mit der
    mannschaft auf einen sportlich versöhlichen saisonabschluss.

    So ist das ganze für mich wieder eine reine überhetzte
    Entscheidung… wo nicht mal 2-3 punkte weitergedacht wurde…“

    Herr S: Reisende
    soll man nicht aufhalten. Früher galt eine Absprache noch etwas, heute ist man
    doch mehrheitlich in diesem Geschäft von Schwautlern umgeben. Heute küssen sie
    die gekreuzten Hämmer und morgen reizt “die neue Herausforderung”

    Herr R: „Einen
    Trainer der im Winter 2017 in einer absolut vertrackten sportlichen Situation
    übernommen hat, diese Mannschaft wieder aufgerichtet hat und bis zum heutigen
    Tage diese Truppe hinter sich weis und das in einer Ausnahmesituation in der
    andere Vereine schon in der Rückrunde nach Bekanntgabe der wirtschaftlichen
    Probleme und des wohl anstehenden Rückzuges zerbrochen sind, jetzt so
    hinzustellen ist einfach nur dünne. Ein Fehler das nicht mit Wismut abzuklären?
    Klar! kann man das unter Männern nicht klären, um im Sinne des Vereins nicht
    jetzt Unruhe in die Mannschaft zu tragen. Hat dieser Trainer mit der Truppe uns
    nicht letzte Saison in einem Gewaltmarsch noch die Klasse und das Pokal-Finale
    gesichert ? Meines Wissens nach sogar auf Gelder verzichtet hat. Kümmert sich
    sogar aktiv mit um eine sinnvolle Nachfolgelösung. Kam seiner Trainertätigkeit
    bei Wismut bis zum Nordhausen-Spiel tadellos nach, was auch Spieler so
    bestätigen. Also warum ist das nicht zu klären ?“

    Persönliche Erklärung
    Volker Fiedler:
    Nach der Veröffentlichung der “Mitteilung des
    Vorstandes und des Aufsichtsrates der BSG Wismut Gera” am 1. Mai 2019
    möchte ich folgende persönliche Erklärung abgeben:

    Zu keinem Zeitpunkt habe ich im Rahmen einer Abstimmung
    meine Stimme für ein solches Vorhaben gegeben. Daher ist die Aussage im Rahmen
    der Information der BSG Wismut Gera nicht zutreffend, dass “Vorstand und
    Aufsichtsrat der BSG Wismut Gera einstimmig” die Entscheidung getroffen
    hätten. Im Übrigen halte ich es für den richtigen Umgang, dass eine “Meldung
    des Vorstandes und des Aufsichtrates” mir als Mitglied eines
    Aufsichtsrates, der erst nach Eintragung der Satzung beim Amtsgericht wirksam
    im Amt ist, auch vorab zur Freigabe oder mindestens zur Information übermittelt
    wird.

    In der Sache sei nur angemerkt: Die BSG Wismut Gera steht
    vor der Herausforderung ein schlagkräftiges Team für die Verbandsliga-Saison
    2019/2020 zusammen zu stellen. Ich persönlich glaube, dass die Entscheidung
    Frank Müller zu suspendieren, dieses Unterfangen schwieriger macht und sehe
    deutlich mehr Risiken als Nutzen. Daher hätte ich bei einer Abstimmung,
    Legitimation vorausgesetzt, dieser Maßnahme nicht zugestimmt.

    Sportsmann S: Bis
    heute weiß keiner wer von den Spielern der 1-3 Mannschaft oder der a Junioren
    bleibt und nächstens Jahr aktiv ist. Keiner weiß wer dazu kommt. Jetzt das
    Thema mit dem Trainer, wir haben Anfang Mai. Die Planung für die kommende
    Saison hätte schon fertig sein müssen!!oder sehe ich das falsch??

    Frank Müller: Was
    die letzten Tage rundum den Verein und natürlich meiner Person geschah, ging an
    niemandem spurlos vorbei. Auch mich traf die Suspendierung unvorbereitet,
    schlagartig und verletzte mich persönlich sehr. Dennoch möchte ich DANKE sagen,
    DANKE an alle die mir geschrieben oder anrufen haben, die Ihr Bedauern kund
    taten und mich motivierten unbeirrt weiterzumachen. Nie im Leben hätte ich mit
    dieser Resonanz gerechnet. Der größte Dank geht jedoch an jeden einzelnen
    Spieler meiner Mannschaft – „das Haifischbecken“. Ihr habt mir meinen
    Trainerjob unglaublich erleichtert. Ihr seid die Besten.

    Sabri Vaizov: Hahahahhaahahahhahahahahahahahahaahahahahahahah hahahahahahahahahahahahahahahhahahahahahahahahahahahahahahahahhaahhahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahhahaahhahahahahahahahahah

    Der PODCAST ist Schuld?

    FUAP: FuPa Thüringen hat nach Bekanntwerden der Meldung am
    Mittwoch-Vormittag Präsident Frank Neuhaus gesprochen. „Wir stehen als Verein
    jetzt wieder nicht gut da. Es war bereits mit der OTZ und unserem
    Presseverantwortlichen alles in die Wege geleitet, dass wir am Donnerstag über
    unsere Kanäle und die Zeitung am Freitag die aktuelle Lage veröffentlicht. Bis
    dahin wurde Stillschweigen vereinbart. Angesichts der jüngsten Entwicklungen
    und Spekulationen sind wir gezwungen jetzt bereits an die Öffentlichkeit zu
    gehen.“, so das Wismut-Vereinsoberhaupt.

    https://www.fupa.net/berichte/bsg-wismut-gera-trainer-suspendiert-kein-umbruch-in-gera-mit-2365934.html

    BSG Wismut Gera: Entgegen der Abmachung aller beteiligten
    Seiten, Informationen erst am Donnerstagabend zu veröffentlichen, sehen wir uns
    aufgrund der aktuellen Geschehnisse gezwungen, schon heute ein Statement
    abzugeben.

    https://www.facebook.com/wismutgera/posts/2623837464352962

    Jörg Zemke (21.03.2012): Es zählt heute eben auch zur
    Kompetenz einer Vereinsführung mit den modernen Medien richtig umzugehen. Die
    heutige moderne Welt macht nicht vor den Stadiontoren und vor www.wismutgera.de
    halt. Dabei ist es den Medien völlig egal was man persönlich von ihnen hält.

    http://www.wismutgera.de/ezgb.php?admin=0&action=&new_entry=&gb=1246962416&nummer=&paarung=&page=20&sid=0&subgb=1247382823&verbose=0

    Ausweg?

    Was zählt ist der Zusammenhalt! Wirklich?

    vom 23.02.2018 auf https://podcast.brennpunkt-orange.de/_www2018/2307

    „In den vergangenen Jahren sind grundsätzliche Werte der Anfangszeit verloren gegangen. Unvorstellbar wäre es gewesen, dass Fans im privaten Umfeld anderer BSG-Fans für Unruhe sorgen. Dass ein solcher Verstoß gegen die ungeschriebenen Gesetze des Miteinanders nicht für einen Aufschrei in der Fanszene sorgt, stellt deren Loyalität untereinander aber auch die Glaubhaftigkeit vieler Aussagen in Frage. „Vereint alle zusammen“ ist an vielen Stellen zu lesen, gelebt wird allerdings immer seltener. Konsequent ist es dann, wenn die betroffenen Anhänger der BSG – auch zum Schutz ihres Umfeldes bzw. ihrer Familie – den Rücken kehren. Schließlich können selbst verdienstvolle Anhänger und Helfer – wie dieser Fall zeigt – weder von der Fanszene noch vom Verein Rückendeckung bzw. Unterstützung erwarten. Und diese Verluste wiegen doppelt schwer – zum einen fehlen dem Verein ehrenamtliche Helfer und zusätzlich verliert die Fanszene mit solchen integren Persönlichkeiten wichtige Charaktere.

    So ist es im Umfeld des Vereins eben auch ruhig geworden,
    weil wichtige Köpfe fehlen. Andere wiederum wollen nichts Falsches sagen, um
    die eigene Position nicht zu gefährden. Doch genau das macht deutlich, dass die
    „gemeinsamen Werte“, welche den Verein eine Zeit lang ausgemacht haben,
    abhandengekommen sind. Die Ursache ist offensichtlich. Während noch vor wenigen
    Jahren gefragt wurde, wie man dem Verein helfen kann, ist heute einer der
    wichtigsten Fragen, was man dafür bekommt. Die eigene Profilierung ist
    wichtiger geworden als der gemeinsame Erfolg. Dafür die alleinige Schuld beim
    Vorstand zu suchen, wäre völlig falsch. Allerdings hat er es eben auch
    versäumt, die falschen Entwicklungen frühzeitig zu identifizieren und zu
    stoppen. Umso wichtiger wäre es … ein Signal in den Verein zu senden, dass eine
    positive Vereinsentwicklung so nicht möglich sein wird. Ohne Frage hat das Duo
    Fiedler/Neuhaus den Verein finanziell und sportlich in einer beeindruckenden
    Geschwindigkeit weiterentwickelt. Dass bei diesem Tempo manchmal etwas auf der
    Strecke liegen bleibt, ist auch nachvollziehbar. Doch im Moment scheint es mehr
    als jemals zuvor, dass der Verein außerhalb des Stegs auseinanderfällt. Diese
    Entwicklung gilt es zu stoppen und das gelingt eben nicht mit Geld. Es braucht
    klaren Prinzipien des Miteinanders, die unabhängig von Person, Ansehen und
    Sympathie Anwendung finden,

    glaubt Euer Paparazzo Orange.

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  • PODCAST ORANGE | Fußball |

    #87 | DDR-Fußballgeschichte in 280 Zeichen

    6 Aug 2020
    03:20:43

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    Thema der Episode

    Zum 30-jährigen Jubiläum des Mauerfalls präsentierten die Social-Media-Verantwortlichen der Sportschau ihren Followern nur die Bundesliga-Tabelle als „Mauerfall-Tabelle“. Der Punktestand in der DDR-Oberliga am 9. November 1989 spielt zum Wendejubiläum offensichtlich keine Rolle und das verdeutlicht erneut, dass der DDR-Fußball in der gesamtdeutschen Rückblende nur eine Nebenrolle einnimmt. Es sei denn, es geht um lustige Klubnamen, diese sorgen dann für Begeisterung in allen Redaktionen. Doch der DDR-Fußball ist für viele Fans ein wichtiger Teil ihrer Fußballsozialisation. Dabei geht es um deutlich mehr als den 1:0 WM-Sieg von 1974 oder Namen wie Sammer, Sparwasser und Thom. Umso wichtiger ist es, dass sich begeisterte Fußballhistoriker um die vermeintlichen Fußnoten in der deutschen Fußballgeschichte kümmern. Dazu zählt auch Lars Harnisch, der seit zwei Jahren auf dem Twitter-Kanal @fußballhistoriker über Siege und Niederlagen des DDR-Fußball berichtet und damit eine große Anhängerschaft begeistert.

    Weitere Informationen und Links

    Intro und Danke

    ZDF: Als Reiner Calmund fast die DDR leer kaufte
    https://www.youtube.com/watch?v=GGpQoT17p38

    MDR: Rückblick DDR-Oberliga
    https://www.youtube.com/watch?v=7tDClIg94Kk

    zeitzeugen-portal: Frank Lippmann, damals Stürmer bei Dynamo Dresden, erzählt, wie er sich 1986 im Hotel  nach der Niederlage gegen Uerdingen gegen die Rückkehr in die DDR entschied.
    https://www.youtube.com/watch?v=504xkvwh8kU

    BSG Stahl Brandenburg v SG Dynamo Dresden 28 SEP 1984
    https://www.youtube.com/watch?v=drDeSY4JW1o

    Lok Leipzig – “Schiebermeister”?? BFC Dynamo 1986
    https://www.youtube.com/watch?v=E9hnxMLWfV8&feature=emb_logo

    Wir danken Broke For Free für den Song „Night Owl“ (https://freemusicarchive.org/music/Broke_For_Free/Directionless_EP/Broke_For_Free_-_Directionless_EP_-_01_Night_Owl), der aufgrund der Lizens CC BY 3.0 | https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/ im Podcast verwendet wird.

    Ebenfalls danken wir Cambo für ihren Song „Coffee“ (https://www.freemusicarchive.org/music/Cambo/Chilled_Beats), der aufgrund der Lizens CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ im Podcast verwendet wird.

    Der Fußballhistoriker

    https://twitter.com/FussballDdr
    https://www.facebook.com/fussballhistoriker/

    Die Zeitspiel Legenden – Fußballvereine – Band 1

    Fußballgeschichte wird an vielen Orten geschrieben. Die Buchreihe “ZEITSPIEL Legenden” erzählt sie flächendeckend und lokal. Wie es war, wie es wurde, wie es heute ist. Ausführliche und kenntnisreiche Vereinsporträts von der Gründung bis in die Gegenwart. Geschrieben von ausgewiesenen Kennern, stark bebildert, emotional, bereichernd.
    http://www.zeitspiel-magazin.de/neue-buchreihe-zeitspiel-legenden-fussballvereine.html

    Band 1 enthält:
    Große Porträts: Altona 93, SC Leu 06 Braunschweig, Eintracht Osnabrück, Wuppertaler SV, Sportfreunde Hamborn 07, SC Jülich 10, FC Vorwärts Berlin, FC Vorwärts Frankfurt, BSG Wismut Gera, Borussia Neunkirchen, BSC Oppau, FC Bayern Hof, CSC 03 Kassel, FC Emmendingen, Notts County, Wiener Sport-Club, Huracán Buenos Aires

    Kurzporträts: MTV Braunschweig, FC Stern Bremen, TSV Friesen Hänigsen, LoLa Hohenlockstedt, BVH Dorsten, SV Brackwede, FC Hennef 05, Hellweg Lütgendortmund, TSG/FV Gröditz, SC Frankfurt/O., VfB/BSG MK Sangerhausen, BSG Baumechanik Neubrandenburg, SC Birkenfeld, Sportfreunde Herdorf, SC 07 Altenkessel, FC Penzberg, Olympia Lampertheim, Mannheimer FC Lindenhof, SG Lörrach-Stetten

    Bestellinformationen

    ZEITSPIEL Legenden: Fußballvereine, Band 1
    168 Seiten, 17 x 21 cm, Paperback, ca. 150 Abbildungen
    Edition Zeitspiel, Zeitspiel-Verlag
    ISBN: 978-3-96736-005-9
    http://my-eshop.info/epages/b0800c98-0b2d-4be8-93c5-6aa76ed70c47.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/b0800c98-0b2d-4be8-93c5-6aa76ed70c47/Products/6985

    Vereine mit spannenden Namen

    BSG Umformtechnik Erfurt
    BSG Isolator Neuhaus-Schierschnitz
    BSG ORSTA Parchim und später BSG Hydraulik Nord Parchim

    https://www.svz.de/sport/lokaler-sport/lokaler-sport-parchimer-zeitung/wiedersehen-nach-40-jahren-id26314432.html
    BSG Zierporzellan Lichte
    https://meinanzeiger.de/saalfeld/fussball-die-sg-graefenthal-lichte-ein-zusammenschluss-zahlt-sich-aus/
    BSG Fischlandschmuck Ribnitz
    Am 2. November 1949 wurde die Sportgruppe Ribnitz in die Betriebssportgemeinschaft Fischlandschmuck Ribnitz umgewandelt
    https://de.wikipedia.org/wiki/BSG_Lokomotive_Ribnitz
    SC Einheit Dresden
    Der Sportclub Einheit war am 20. November 1954 als Schwerpunktclub der zentralen Sportvereinigung Einheit gegründet worden und vereinigte neben Fußball alle populären Sportarten. Die Fußballsektion wurde aus den Mannschaften der Betriebssportgemeinschaft Rotation Dresden gebildet, deren 1. Mannschaft seit 1950 in der Oberliga spielte.
    https://de.wikipedia.org/wiki/SC_Einheit_Dresden_(Fu%C3%9Fball)

    Fußball in der DDR – Historischer Zeitablauf

    Dauerhafte Auflösung sämtlicher Vereine in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) nach dem Krieg – 1945-1949

    Das Potsdamer Abkommen und die Beschlüsse des alliierten Kontrollrats hatten zur Folge, dass sämtliche bürgerlichen Fußballvereine als Unterorganisationen der NSDAP verboten wurden und spätestens zum 1. Januar 1946 aufgelöst werden mussten, um zu verhindern, dass aus ihnen erneut „Pflanzstätten soldatischer Tugend“ werden.

    Anstelle der aufgelösten Vereine entstanden im Laufe der Jahre 1945/46 Sportgruppen und lose organisierte Sportgemeinschaften (SG), denen zunächst nur ein regional begrenzter Spielbetrieb erlaubt war. Betroffen waren auch die früheren deutschen Meister VfB Leipzig (1903, 1906, 1913) als SG Probstheida und der Dresdner SC (1943, 1944) als SG Dresden-Friedrichstadt. Während sich in den westdeutschen Besatzungszonen die traditionellen Sportvereine bald wieder neu gründen konnten, wurde in der Sowjetischen Besatzungszone der Kontrollratsbeschluss konsequent durchgeführt, da bürgerliche Vereine dort auch nicht mehr in das politische System passten.

    1948 und 1949 konnten unter der Regie des 1948 in der Sowjetischen Besatzungszone gegründeten Deutschen Sportausschusses so genannte Ostzonenmeisterschaften mit Beteiligung der besten Mannschaften aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, insgesamt 10 Teilnehmer, durchgeführt werden. Beide Meister, SG Planitz (1948) und ZSG Union Halle (1949), wurden im K.O.-System ermittelt.

    1949/50: Unter der Regie des in der Sowjetischen Besatzungszone gegründeten Deutschen Sportausschusses (DS) sollten die besten Mannschaften der Vorsaison in der neu geschaffenen DS-Liga einen ostdeutschen Fußballmeister ausspielen. Für die eingleisige Spielklasse waren die Teilnehmer der 2. Ostzonenmeisterschaft 1949 gesetzt. Dabei handelte es sich um die jeweiligen Meister und Vizemeister der fünf ostdeutschen Länder Mecklenburg, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Um der Spielstärke und der relativ hohen Anzahl an Mannschaften in Sachsen gerecht zu werden, wurde dem Land ein Startplatz mehr zugestanden. Das Teilnehmerfeld komplettieren die beiden Finalteilnehmer sowie der Drittplatzierte des erstmals ausgetragenen FDGB-Pokals der Vorsaison.

    Damit ergab sich folgende Zusammenstellung der ersten Oberliga:

    • SG Wismar-Süd (Meister Mecklenburg-Vorpommerns)
    • SG Schwerin (Vizemeister Mecklenburg-Vorpommerns)
    • SG Babelsberg (Meister Brandenburgs)
    • BSG Franz Mehring Marga (Vizemeister Brandenburgs)
      ZSG Union Halle (Meister Sachsen-Anhalts)
    • SG Eintracht Stendal (Vizemeister Sachsen-Anhalts)
    • SG Fortuna Erfurt (Meister Thüringens)
    • SG Altenburg-Nord (Vizemeister Thüringens)
    • SG Dresden-Friedrichstadt (Meister Sachsens)
    • SG Einheit Meerane (Vizemeister Sachsens)
    • ZSG Industrie Leipzig (Meisterschaftsdritter Sachsens)
    • BSG Waggonfabrik Dessau (Pokalsieger)
    • BSG Gera-Süd (Vize-Pokalsieger)
    • ZSG Horch Zwickau (Dritter im Pokal)

    Skandalspiel in Dresden

    Die Meisterschaft wurde am 16. April 1950 in einem buchstäblichen Meisterschaftsfinale zwischen Horch Zwickau und der SG Dresden-Friedrichstadt am letzten Spieltag entschieden. Dabei verloren die vor dem Spieltag auf dem ersten Tabellenplatz liegenden Dresdner zuhause im Ostragehege gegen die zweitplatzierten Zwickauer mit 1:5, womit Horch noch an ihnen vorbeizog. Danach kam es unter den 60.000 Zuschauern im Stadion zu Ausschreitungen, da der Dresdner Anhang Manipulationen vermutete, um dem bürgerlichen Verein SG Dresden-Friedrichstadt zu schaden.
    https://de.wikipedia.org/wiki/DDR-Fu%C3%9Fball-Oberliga_1949/50
    https://chemiefanforum.de/forum/index.php?article/4-die-ddr-sportvereinigungen-und-ihre-betriebssportgemeinschaften-sportclubs-sowie/
    https://www.saechsische.de/plus/das-skandal-fussballspiel-von-dresden-5195439.html
    https://www.dsc-archiv.de/wiki/1._Mannschaft_1949/1950
    https://www.dsc-museum.de/2019/05/14/sg-dresden-friedrichstadt-zsg-horch-zwickau-1-5-1-3/

    Bildung zentraler Sportvereinigungen (ab 1950)

    Am 03.04.1950 beschloss der Deutsche Sportausschuss die Einführung der Sportvereinigungen. Diese wurden in den folgenden Jahren aufgebaut und nach der Branchenstruktur des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes gegliedert. In der DDR gab es 18 Sportvereinigungen, davon 16 zivile. Die Sportvereinigungen waren wichtige Säulen in der Anfangszeit des DDR-Sports.

    1. Aktivist =  Bergbau
    2. Anker = Werften
    3. Aufbau = Bauwesen, Holzindustrie
    4. Chemie = Chemische Industrie , Glas und Keramik
    5. Dynamo = VP, MfS, Zoll (Innere Sicherheit)
    6. Einheit = Verwaltung, Banken, Versicherungen
    7. Empor = Handel
    8. Fortschritt = Textil- und Bekleidungsindustrie
    9. Lokomotive = Deutsche Reichsbahn
    10. Mechanik = Metallindustrie
    11. Medizin = Gesundheitswesen
    12. Motor = Maschinen- und Fahrzeugbau
    13. Post = Post und Fernmeldewesen
    14. Rotation = Druckindustrie
    15. Stahl = Stahlindustrie
    16. Traktor = Landwirtschaft
    17. Turbine = Energieindustrie
    18. Vorwärts = Nationale Volksarmee (resp. KVP)
    19. Wismut = Uranbergbau
    20. Wissenschaft = Unis, Hochschulen

    Sie hatten die Aufgabe, die Förderung der Sportgemeinschaften innerhalb ihres Gewerkschaftsbereiches zu organisieren und den Sportverkehr zu regeln. Letzteres geschah unter anderem durch die Organisation zentraler SV-Wettkämpfe, aber auch durch Einflussnahme beim Sportlerwechsel zu anderen Sportgemeinschaften. Gegliedert waren die Sportvereinigungen in Bezirksorganisationen. Alle Sportgemeinschaften erhielten entsprechend ihrer übergeordneten Sportvereinigung einheitliche Namen.

    Trennung von Leistungs- und Breitensport – Gründung von Sportclubs (SC)
    (ab 1954)

    Auf Beschluss des DTSB vom 20. November kam es zur Gründung von Sportclubs (SC), deren Sektionen (u.a. Sektion Fußball) als Hochleistungsstützpunkt für die verschiedenen Sportarten dienen sollten. Die Sportclubs wurden Städten angesiedelt, in denen leistungsstarke Volkseigene Betriebe (VEB) als Trägerbetrieb fungierten. In erster Linie sollten die Sportclubs dabei in den Hauptstädten der nach der Verwaltungsreform von 1952 entstandenen Bezirke angesiedelt werden, die da waren:

    1. Hauptstadt Berlin (8 Stadtbezirke)
    2. Cottbus (15 Kreise, 715 Gemeinden)
    3. Dresden (17 Kreise, 770 Gemeinden)
    4. Erfurt (15 Kreise, 801 Gemeinden)
    5. Frankfurt (12 Kreise, 474 Gemeinden)
    6. Gera (13 Kreise, 579 Gemeinden)
    7. Halle (23 Kreise, 728 Gemeinden)
    8. Karl-Marx-Stadt (24 Kreise, 681 Gemeinden)
    9. Leipzig (13 Kreise, 565 Gemeinden)
    10. Magdeburg (20 Kreise, 776 Gemeinden)
    11. Neubrandenburg (15 Kreise, 584 Gemeinden)
    12. Potsdam (17 Kreise, 834 Gemeinden)
    13. Rostock (13 Kreise, 405 Gemeinden)
    14. Schwerin (11 Kreise, 547 Gemeinden)
    15. Suhl (9 Kreise, 408 Gemeinden)

    Besonderheiten

    BSG Empor Lauter – SC Empor Rostock

    Die BSG Empor Lauter war eine Betriebssportgemeinschaft, deren Fußball-Mannschaft Anfang der 1950er Jahre in der DDR-Oberliga spielte, der höchsten Spielklasse im DDR-Fußball. In der Hinrunde der Oberliga-Saison 1954/55 wurde ein großer Teil der Mannschaft aus dem 8000 Einwohner zählenden sächsischen Ort Lauter im Erzgebirge nach Rostock delegiert, um künftig für den SC Empor Rostock zu spielen.
    https://www.mdr.de/zeitreise/stoebern/damals/artikel96300.html

    SV Vorwärts Leipzig – FC Vorwärts Berlin – FC Vorwärts Frankfurt (Oder)

    1951 wurde in Leipzig der SV Vorwärts Leipzig gegründet, zog 1953 nach Ost-Berlin und gewann dort bis 1971 als Vorwärts Berlin mehrfach die Meisterschaft und den Pokal im DDR-Fußball. Seit 1971 spielte der Club in Frankfurt, zunächst als FC Vorwärts Frankfurt (Oder) und später als FC Victoria ’91 Frankfurt (Oder) und Frankfurter FC Viktoria. Am 1. Juli 2012 benannte sich Viktoria unter Anschluss des MSV Eintracht Frankfurt in 1. FC Frankfurt (Oder) E. V. um.
    https://www.berliner-zeitung.de/sport-leidenschaft/1-fc-frankfurt-oder-und-die-zahmen-fuechse-bei-nacht-li.93192

    Die erneute “Delegierung” nach Frankfurt (Oder) 1971, von vielen als politisches Ränkespiel beurteilt, verteidigt er noch heute. “Hier gab es für uns im Gegensatz zu Berlin mit seinen drei Fußball-Clubs eine bessere Nachwuchs-Basis zur weiteren Entwicklung, und hier hatten wir auch mehr Zuschauer.” An den Glanz vor allem der 60-er Jahre mit sechs Meistertiteln und zwei Pokalsiegen allerdings konnte der FCV nie mehr anknüpfen. Aber er hat der Stadt und dem Umfeld internationales Flair im Europacup und 20 Jahre Oberliga-Kost beschert.
    https://www.moz.de/landkreise/oder-spree/frankfurt-oder/artikel9/dg/0/1/1772831/

    Bezirk Gera

    Seit der Ansiedlung des Sportclubs in Jena Mitte der 50-erJahre gab es aber immer wieder Versuche, den Leistungssport in der Bezirkshauptstadt Gera anzusiedeln: „Die Sektion Fußball, das Kollektiv des Deutschen Meisters Motor Jena, wird in die BSG Zeiss Jena überführt und startet künftig als BSG Motor Zeiss Jena in der Oberliga.(…)Im Fußball startet künftig die Mannschaft der BSG Wismut Gera als Vertretung des Sportclubs Gera. Diese Mannschaft ist sofort so zu unterstützen, sodass die Möglichkeit besteht, die höchste Spielklasse zu erkämpfen.”

    Der Bundesvorstand des DTSB entschied sich im Oktober 1963 auf Weisung des damaligen Leiters der Abteilung Sport des ZK der SED Erich Honecker jedoch dagegen. Der SC Motor Jena wurde nicht nach Gera verlegt. Die SED-Bezirksleitung wurde “gebeten, im Interesse einer ordnungsgemäßen Vorbereitung der Olympischen Spiele von jeglicher weiteren Diskussion in dieser Frage abzusehen.”

    Dass diese massive Initiative zur Verlegung des SC nach Gera letztlich nicht beschlossen wurde, verweist neben der Gestaltungsmacht der SED in sportstrukturellen Fragen auch auf den großen Einfluss des VEB Carl Zeiss und damit auf die Machtverhältnisse im Bezirk
    https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/frontdoor/deliver/index/docId/4849/file/kummer_diss.pdf

    Bildung von Fußballclubs – Herauslösen aus den Sportclubs (ab 1965)

    Da der DDR-Fußball international bisher nur eine untergeordnete Rolle spielte, gab es zur Jahreswende 1965/66 erneut eine strukturelle Änderung. Durch Ausgliederung von Fußballsektionen aus den Sportclubs wurden folgende neue Fußballclubs gegründet:

    Förderung des BFC Dynamo

    Die Oberliga-Saison 1978/79 markierte eine Wende im DDR-Fußball und brachte den ersten von zehn Meistertiteln in Serie des Berliner FC Dynamo.

    Der Schand-Elfmeter von Leipzig

    „Doch der Jenaer Schiedsrichter Bernd Stumpf hält sich nicht an die Regel, dass ein Spiel 90 Minuten dauert. Er leitet die DDR-Oberliga-Partie zwischen Lok Leipzig und dem BFC Dynamo nach einer anderen Linie: Schluss ist, wenn DDR-Meister BFC von Stasi-Chef Erich Mielke das Siegtor oder zumindest den Ausgleich erzielt hat. 22. März 1986, Bruno-Plache-Stadion, 95. Minute: Eine Flanke segelt in Leipzigs Strafraum, der Ost-Berliner Bernd Schulz kommt zu Fall, Stumpf pfeift Elfmeter. Frank Pastor trifft zum 1:1. Der „Schand- Elfmeter von Leipzig“ geht in die ostdeutsche Sportgeschichte ein.”
    Quelle: https://www.tagesspiegel.de/sport/foul-von-hoechster-stelle/695462.html (2006)

    “Unter der spärlichen Zuhörerschaft befand sich auch jener Bernd Stumpf. „Ich habe kein einziges Spiel verpfiffen“ , schrie Stumpf und erhielt dabei lautstarke Zustimmung von zwei ehemaligen Kollegen an seiner Seite. Die DDR-Schiedsrichter hätten sich nie korrumpieren lassen, Leskes Erkenntnisse seien daher „Schwachsinn hoch drei“ . Dann setzte der gebürtige Jenaer noch einen drauf, indem er auf die West-Herkunft des Politologen anspielte: „Sie kommen nicht von hier, sie wissen nicht, wie es war.“ Hanns Leske ließ sich durch die Vorwürfe allerdings nicht aus der Ruhe bringen, verwies beharrlich darauf, nur Fakten genannt zu haben, die auch belegt seien. Die Quellen seiner dreijährigen Recherche seien Papiere der SED, Unterlagen des Deutschen Fußball-Verbandes (DFV) der DDR und des MfS, Zeitungsberichte sowie Gespräche mit Zeitzeugen. Die Schiedsrichter hätten diese Gespräche allerdings stets abgelehnt.”
    Quelle: https://www.lr-online.de/nachrichten/pfiffe-aus-der-vergangenheit-35587368.html

    Prozess um Adolf Prokop

    “Der DFV ließ damals Unregelmäßigkeiten bei Spielen des BFC Dynamo untersuchen und kam zu dem Ergebnis, dass die Schiedsrichter in acht von 26 Fällen den BFC deutlich bevorteilt hätten. Ein für die damalige Zeit einzigartiger Vorgang, griff der Fußballverband damit doch indirekt das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) an.”
    Quelle: https://www.thueringer-allgemeine.de/sport/anpfiff-vor-gericht-alt-schiedsrichter-prokop-klagt-gegen-buchautor-id220918961.html

    “Es ist ein verqueres Verständnis von Ethik, das Prokop mit seiner Klage an den Tag legte. Als Referee wollte er sich schadlos halten, da ging es ihm darum, die Reputation zu schützen. Aber er nahm in Kauf, dass seine Vergangenheit ausgeleuchtet wird – als hochrangiger Offizier eines Ministeriums, das den eigenen Bürgern mit perfiden Methoden nachstieg.”
    Quelle: https://www.nzz.ch/sport/kolumnen/ins-eigene-knie-geschossen-1.18546940

    Schwächung der Gegner

    “Mitunter agierten Mielkes Büttel noch primitiver, als sie 1981 etwa dafür sorgten, dass drei Nationalspieler des Dynamo-Rivalen aus Dresden – Gerd Weber, Peter Kotte, Matthias Müller – wegen Fluchtgefahr lebenslang für die Oberliga gesperrt wurden. Olympiasieger Weber saß zwischenzeitlich sogar im Gefängnis.”
    Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/der-bfc-dynamo-will-sich-seine-zehn-ddr-meistertitel-mit-sternen-dekorieren-lassen-ein-historisch-fragwuerdiges-ansinnen-buettel-an-der-pfeife-li.8801
    https://www.dynamo-dresden.de/verein/news/newsdetails/dynamo-gratuliert-peter-kotte-1.html
    https://www.saechsische.de/es-war-gespenstisch-5016957.html

    Die Wendejahre

    Der Zusammenschluss der Fußballsysteme (2+6)

    Die sechs besten Mannschaften der Oberliga werden in die Bundesliga bzw. 2. Bundesliga aufgenommen. Die Oberliga wird auf der dritten Spielklassenebene der Ligapyramide des DFB eingegliedert. Die Liga und die Bezirksliga werden aufgelöst und an ihrer Stelle wird die vormals bestehende Landesliga wieder geschaffen.
    Obwohl Hansa Rostock schon vorzeitig als Meister feststand und Dynamo Dresden aufgrund der guten Tordifferenz ebenfalls den zweiten Platz sicher hatte, besaß der letzte Spieltag sportliche Attraktivität, denn es wurden noch Teilnehmer am UEFA-Cup und Vereine für die 2. Bundesliga gesucht. Acht Vereine hatten die Möglichkeit, sich für einen oder beide Wettbewerbe zu qualifizieren oder ihren sichergeglaubten Startplatz zu verlieren.

    Verdienst im DDR-Fußball

    “Erhielt 1974 jeder Spieler Ost bei der Teilnahme an der WM mal gerade 2 000 Mark als Prämie, bekamen die westdeutschen Spieler 70 000 DM. Auch die Höhe der monatlichen Bezüge waren hier völlig unterschiedlich! Dort (DDR) ca. 3 000 Mark pro Monat – hier (BRD)  pro Monat 20 000 bis 30 000 DM für Spitzenspieler … Unter diesen Bedingungen wurde jede Reise in den kapitalistischen Westen für DDR Funktionäre eine Reise in das Ungewisse! Mit den Worten „Freiheit“ und „Demokratie“ setzten sich hoffnungsvolle DDR-Fußballspieler – wie Nachtweih, Pahl, Götz (später Trainer bei Hertha BSC) und Jörg Berger in den Westen ab! Deren Gehalt wuchs nach einer kurzen Sperre auf Tausende DM pro Monat! Solche Wechsel wurden auch von „Schleußerbanden“ professionell vorbereitet. Natürlich – aus Angst um das sportliche Ausbluten – kam es auch seitens der DDR-Funktionäre zu „Überreaktionen“. Fußballer, die mit ihrem Verein in den Westen reisten, wurden abgeschottet, beobachtet und kaum aus dem Auge gelassen.”
    http://ddr-kabinett-bochum.blogspot.com/2012/04/fuball-in-der-ddr-magnet-fur-millionen.html

    “In der Studie werden die ökonomischen Grundübel des DDR-Fußballs aufgezählt: Zahlung von Gehältern, die weit über der beruflichen Qualifikation liegen, hohe Sachwertzuwendungen, Einfamilienhäuser, Bungalows, neu eingerichtete große Neubauwohnungen, PKWs, Sonderprämien für Punkte, Tore und Nicht-Abstieg sowie die Zahlung von Handgeld bei Vereinswechsel – oder für das Verbleiben im Club.”
    https://www.deutschlandfunk.de/hanns-leske-erich-mielke-die-stasi-und-das-runde-leder-der.730.de.html?dram:article_id=102268

    DDR-Fußballer auf der Flucht

    Lutz Eigendorf

    Lutz Eigendorf: Tod eines “Republikflüchtlings”
    https://www.ndr.de/sport/fussball/Lutz-Eigendorf-Tod-eines-Republikfluechtlings,eigendorf6.html

    Für einiges Aufsehen sorgte in diesem Zusammenhang der ARD-Film “Tod dem Verräter” von Heribert Schwan aus dem Jahr 2000. Der Historiker ist ein Verfechter der Mord-Theorie und will in den Stasi-Akten einen handschriftlichen Beweis für die angeordnete Tötung Eigendorfs gefunden haben.
    https://www.heribert-schwan.de/werke/tod-dem-verraeter-der-lange-arm-der-stasi-und-der-fall-lutz-eigendorf/

    Falko Götz

    Falko Götz – ein abgeworbener “Verräter”
    https://www.n-tv.de/sport/fussball/Falko-Goetz-ein-abgeworbener-Verraeter-article11662021.html

    Frank Lippmann

    Wie zwei DDR-Fußballer in den Westen flüchteten
    https://www.welt.de/sport/fussball/article5119343/Wie-zwei-DDR-Fussballer-in-den-Westen-fluechteten.html

    DDR und Staatssicherheit

    Die DDR-Staatssicherheit hat im Thüringer Fußball deutlich mehr Spitzel geführt als bislang bekannt. Umfangreiche Recherchen von MDR THÜRINGEN zeigen, dass Dutzende Sportler, Club-Verantwortliche, Ärzte und Fans der Oberliga-Clubs von Erfurt und Jena für die Stasi arbeiteten.
    https://www.mdr.de/thueringen/stasi-fussball100.html

    Stange berichtet völlig bedenkenlos von finanziellen Nöten eines Spielers, der nach seiner Einschätzung über seine Verhältnisse lebt. In einem anderen Fall mokiert er sich über den Lebenswandel mehrerer ihm anvertrauter Spieler. Einer davon führe offenbar ein ausschweifendes Sexualleben. Zitat Stange: „Mindestens drei Mädchen haben sich in letzter Zeit die Schwangerschaft unterbrechen lassen.“
    https://www.deutschlandfunk.de/hanns-leske-erich-mielke-die-stasi-und-das-runde-leder-der.730.de.html?dram:article_id=102268

    Tabellen

    Meister und Vizemeister der DDR-Oberliga

    SaisonMeisterVizemeisterAnz. Klubs
    1949/50ZSG Horch ZwickauSG Friedrichstadt14
    1950/51BSG Chemie LeipzigBSG Turbine Erfurt18
    1951/52BSG Turbine HalleSG Volkspolizei Dresden19
    1952/53SG Dynamo DresdenBSG Wismut Aue17
    1953/54BSG Turbine ErfurtBSG Chemie Leipzig15
    1954/55BSG Turbine ErfurtSC Wismut Karl-Marx-Stadt14
    1955SC Wismut Karl-Marx-StadtSC Empor Rostock14
    1956SC Wismut Karl-Marx-StadtSC Aktivist Brieske-Senftenberg14
    1957SC Wismut Karl-Marx-StadtASK Vorwärts Berlin14
    1958ASK Vorwärts BerlinSC Motor Jena14
    1959SC Wismut Karl-Marx-StadtASK Vorwärts Berlin14
    1960ASK Vorwärts BerlinSC Dynamo Berlin14
    1961/62ASK Vorwärts BerlinSC Empor Rostock14
    1962/63SC Motor JenaSC Empor Rostock14
    1963/64BSG Chemie LeipzigSC Empor Rostock14
    1964/65ASK Vorwärts BerlinSC Motor Jena14
    1965/66FC Vorwärts BerlinFC Carl Zeiss Jena14
    1966/67FC Karl-Marx-Stadt1.FC Lok Leipzig14
    1967/68FC Carl Zeiss JenaFC Hansa Rostock14
    1968/69FC Vorwärts BerlinFC Carl Zeiss Jena14
    1969/70FC Carl Zeiss JenaFC Vorwärts Berlin14
    1970/71SG Dynamo DresdenFC Carl Zeiss Jena14
    1971/721.FC MagdeburgBFC Dynamo Berlin14
    1972/73SG Dynamo DresdenFC Carl Zeiss Jena14
    1973/741.FC MagdeburgFC Carl Zeiss Jena14
    1974/751.FC MagdeburgFC Carl Zeiss Jena14
    1975/76SG Dynamo DresdenBerliner FC Dynamo14
    1976/77SG Dynamo Dresden1.FC Magdeburg14
    1977/78SG Dynamo Dresden1.FC Magdeburg14
    1978/79Berliner FC DynamoSG Dynamo Dresden14
    1979/80Berliner FC DynamoSG Dynamo Dresden14
    1980/81Berliner FC DynamoFC Carl Zeiss Jena14
    1981/82Berliner FC DynamoSG Dynamo Dresden14
    1982/83Berliner FC DynamoFC Vorwärts Frankfurt/O.14
    1983/84Berliner FC DynamoSG Dynamo Dresden14
    1984/85Berliner FC DynamoSG Dynamo Dresden14
    1985/86Berliner FC Dynamo1. FC Lokomotive Leipzig14
    1986/87Berliner FC DynamoSG Dynamo Dresden14
    1987/88Berliner FC Dynamo1. FC Lokomotive Leipzig14
    1988/89SG Dynamo DresdenBerliner FC Dynamo14
    1989/90SG Dynamo DresdenFC Karl-Marx-Stadt14
    1990/91FC Hansa RostockSG Dynamo Dresden14

    BSG Wismut Gera

    SaisonLigaSpieleTore+ / –PunkteLigaplatz
    BSG Gera-Süd     
    1949/50DDR Oberliga2634:54(-20)19:3311. (14)
    BSG Motor Gera     
    1950/51DDR Oberliga3459:63(-4)30:3813. (18)
    1951/52DDR Oberliga3656:72(-16)31:4114. (19)
    1952/53DDR Oberliga3232:71(-39)15:4917. (17)
    1953/54DDR Liga Staffel 12658:48(+10)32:202. (14)
    BSG Wismut Gera     
    1954/55DDR Liga Staffel 32652:29(+23)35:172. (14)
    1955 (ÜR)1.DDR Liga1323:29(-6)11:159. (14)
    19561.DDR Liga2636:36027:257. (14)
    19571.DDR Liga2633:41(-8)20:3211. (14)
    19581.DDR Liga2633:38(-5)24:289. (14)
    19591.DDR Liga2636:35(+1)23:298. (14)
    19601.DDR Liga2642:36(+6)30:224. (14)
    1961/621.DDR Liga3960:59(+1)38:407. (14)
    1962/631.DDR Liga Staffel Süd2639:19(+20)36:162. (14)
    1963/64DDR Liga Staffel Süd3043:43035:253. (16)
    1964/65DDR Liga Staffel Süd3045:47(-2)27:3312. (16)
    1965/66DDR Liga Staffel Süd3054:24(+30)41:191. (16)
    1966/67DDR Oberliga2627:57(-30)10:4214. (14)
    1967/68DDR Liga Staffel Süd3061:27(+34)42:182. (16)
    1968/69DDR Liga Staffel Süd3033:24(+9)36:244. (16)
    1969/70DDR Liga Staffel Süd3047:16(+31)47:132. (16)
    1970/71DDR Liga Staffel Süd3039:29(+10)35:255. (16)
    1971/72DDR Liga Staffel E2244:25(+19)30:144. (12)
    1972/73DDR Liga Staffel E2244:26(+18)29:152. (12)
    1973/74DDR Liga Staffel E2244:12(+32)37:71. (12)
    Aufstiegsrunde zur DDR Oberliga83:17(-14)1:155. (5)
    1974/75DDR Liga Staffel E2257:20(+37)36:81. (12)
    Aufstiegsrunde zur DDR Oberliga812:10(+2)8:83. (5)
    1975/76DDR Liga Staffel D2236:19(+17)30:142. (12)
    1976/77DDR Liga Staffel E2264:19(+45)35:91. (12)
     Aufstiegsrunde zur DDR Oberliga814:10(+4)10:62. (5)
    1977/78DDR Oberliga2617:75(-58)6:4614. (14)
    1978/79DDR Liga Staffel E2254:25(+29)31:133. (12)
    1979/80DDR Liga Staffel E2255:25(+30)32:121. (12)
    Aufstiegsrunde zur DDR Oberliga87:11(-4)4:124. (5)
    1980/81DDR Liga Staffel E2242:24(+18)28:162. (12)
    1981/82DDR Liga Staffel E2261:16(+45)35:92. (12)
    1982/83DDR Liga Staffel E2262:17(+45)33:111. (12)
    Aufstiegsrunde zur DDR Oberliga814:17(-3)7:94. (5)
    1983/84DDR Liga Staffel E2231:26(+5)26:186. (12)
    1984/85DDR Liga Staffel B3452:45(+7)31:379. (18)
    1985/86DDR Liga Staffel B3446:51(-5)32:3612. (18)
    1986/87DDR Liga Staffel B3451:45(+6)35:338. (18)
    1987/88DDR Liga Staffel B3447:41(+6)34:349. (18)
    1988/89DDR Liga Staffel B3460:58(+2)38:305. (18)
    1989/90DDR Liga Staffel B3446:49(-3)33:3511. (18)
    FSV Wismut Gera     
    1990/91DDR Liga Staffel B3054:35(+19)33:276. (16)
    1991/92Oberliga Süd Nordost3444:44036:328. (18)
    1992/93Oberliga Süd Nordost3233:47(-14)24:4013. (17)
    1.SV Gera      
    1993/94Oberliga Süd Nordost3039:51(-12)24:3610. (16)
    1994/95Oberliga Süd Nordost3047:42(+5)30:307. (16)
    1995/96Oberliga Süd Nordost3017:70(-53)516. (16)
    1996/97Thüringenliga35:403511
    1997/98Thüringenliga52:44503
    1998/99Thüringenliga 54:20 671
    1999/00Oberliga Süd Nordost3025:48(-23)2914. (16)
    2000/01Thüringenliga42:403911
    2001/02Thüringenliga44:33485
    2002/03Thüringenliga 38:42 3012
    2003/04Bezirksliga Ost Thüringen Staffel 23252:38(+14)525. (17)
    2004/05Bezirksliga66:32544
    2005/06Bezirksliga54:39485
    2006/07Bezirksliga 54:26 602
    FV Gera-Süd      
    2007/08Landesklasse Ost 61:37 611
    2008/09Thüringenliga41:463110
    BSG Wismut Gera     
    2009/10Thüringenliga45:443611
    2010/11Thüringenliga46:39516
    2011/12Verbandsliga Thüringen42:34456
    2012/13Verbandsliga Thüringen57:35533
    2013/14Verbandsliga Thüringen82:35602
    2014/15Verbandsliga Thüringen 60:23 592
    2015/16NOFV-Oberliga Süd3030:66(-36)2115. (16)
    2016/17NOFV-Oberliga Süd4.
    2017/18NOFV-Oberliga Süd11.
    2018/19NOFV-Oberliga Süd    10.
    2019/20Thüringenliga

    DDR und Frauenfußball

    Da Frauenfußball keine olympische Sportart war und damit auch kein staatliches Renommee in Aussicht stand, wurde er auch nicht als Leistungssport gefördert. Die verantwortlichen Funktionäre schoben den Frauenfußball in den Freizeit- und Erholungssport ab. An einem organisierten Spielbetrieb etwa auf Bezirksebene oder sogar landesweit bestand lange Zeit kein Interesse. Ab 1979 wurde erstmals eine „Meisterschaft“ in Form einer Bestenermittlung ausgespielt. 1979 beschloss der VI. Verbandstag des DDR-Fußballverbandes DFV einen überregionalen Spielbetrieb. Die Funktionäre beschlossen: „Zur weiteren Belebung und Förderung des Frauenfußballs sind Bezirksbestenermittlungen durchzuführen und beginnend 1979 erstmals Turniere dieser Bezirksbesten bis zur Ermittlung der DDR-Besten-Frauenfußballmannschaft zu organisieren.“ Hierfür qualifizierten sich im ersten Jahr vier, später fünf Mannschaften. Die besten Teams wurden durch Ausscheidungsturniere in den jeweiligen DDR-Bezirken ermittelt.

    Bestenermittlung

    JahrMeisterZweiterDritterAustragungsort
    1979BSG Motor Mitte Karl-Marx-StadtBSG Aufbau Dresden-OstBSG Post RostockTemplin
    1980BSG Wismut Karl-Marx-StadtAufbau Dresden-OstBSG Chemie WolfenBlankenburg (Harz)
    1981BSG Turbine PotsdamBSG Chemie WolfenBSG Chemie LeipzigBabelsberg
    1982BSG Turbine PotsdamBSG Chemie PCK SchwedtBSG Chemie LeipzigLauchhammer
    1983BSG Turbine PotsdamBSG Wismut Karl-Marx-StadtChemie PCK SchwedtSchwedt
    1984BSG Motor HalleBSG Turbine PotsdamRotation SchlemaColditz und Grimma

    Ab 1985 qualifizierten sich die Meister der 15 DDR-Bezirke. Zu einer Leistungskonzentration kam es 1987, als eine zweigleisige Liga (Nord und Süd) eingeführt wurde. Die Staffelsieger ermittelten im Finale den DDR-Meister.

    Endspiele

    SaisonSiegerFinalistErgebnisSpielorte
    1985BSG Turbine PotsdamBSG Wismut Karl-Marx-Stadt2:0Markkleeberg
    1986BSG Turbine PotsdamBSG Motor Halle4:1Dresden
    1987BSG Rotation SchlemaBSG Wismut Karl-Marx-Stadt4:1Kamenz
    1988BSG Rotation SchlemaBSG Turbine Potsdam3:0
    1:3
    Aue
    Babelsberg
    1989BSG Turbine PotsdamBSG Rotation Schlema3:1
    2:3
    Babelsberg
    Aue
    1990BSG Post RostockBSG Wismut Chemnitz6:1
    4:2
    Chemnitz
    Rostock

    1987 kam mit dem „Pokal des Demokratischen Frauenbundes“ ein Pokalwettbewerb hinzu.

    Endspiele

    SaisonSiegerFinalistErgebnisSpielort
    1987Rotation SchlemaWismut Karl-Marx-Stadt4:1Kamenz
    1988Wismut Karl-Marx-StadtunbekanntunbekanntSG Handwerk Magdeburg
    1989Rotation SchlemaHSG Uni Jena1:0Berlin
    1990BSG Post RostockWismut Chemnitz0:0 n. V.
    5:3 i. E.
    Senftenberg
    1991Wismut AueSSV Turbine Potsdam2:0Hettstedt

    Wendejahre

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  • PODCAST ORANGE | Fußball |

    #86 | Die Fankultur als Chance – die Arbeit der Fanprojekte

    24 Jul 2020
    00:58:09

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    Thema der Episode

    Die Geschichte der Sozialen Arbeit mit Fußballfans ist unmittelbar verbunden mit der Entwicklung der Fanprojekte. Derzeit arbeiten über die Republik verteilt 61 Fanprojekte mit 68 Fanszenen der ersten Bundesliga bis hinunter in den Amateurfußball. Dabei bilden diese eine Brücken- und Scharnierfunktion zwischen Fans und Erwachseneninstitutionen. Die Hilfestellung für Fans in Problemlagen und die Kommunikation zwischen den am Fußball beteiligten Parteien herzustellen bzw. zu moderieren, gehört zur Arbeit der unabhängigen Fanprojekte.
    In Thüringen gibt es aktuell zwei Fanprojekte. Während es im Umfeld des FC Carl Zeiss Jena seit 1991 eine feste Anlaufstelle für Fans gibt, war das Fanprojekt in Gera nur drei Jahr aktiv. Auch in Thüringens Landeshauptstadt wurde viele Jahre über hauptamtliche sozialpädagogische Fanarbeit diskutiert. Erst als der gebürtige Erfurter Fußballer Clemens Fritz 10.000 Euro aus seiner Stiftung spendete, konnte das Fanprojekt Erfurt zum 1. Juli 2010 ins Leben gerufen werden. Zum 10. Geburtstag des Fanprojekts sprachen wir mit der Leiterin Lisa Karl über ihre Erfahrungen und die Perspektive der sozialpädagogischen Fanprojekte.

    Links zum Thema „Fanprojekte“

    Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS)
    Die Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) wurde 1993 eingerichtet, um die sozialpädagogisch arbeitenden Fanprojekte inhaltlich zu begleiten, zu koordinieren und bei der Einrichtung weiterer Projekte mitzuwirken. Grundlage der Arbeit ist das Nationale Konzept Sport und Sicherheit (NKSS), das den inhaltlichen und organisatorischen Rahmen der Jugendsozialarbeit im Fußballbereich absteckt. Derzeit werden an 59 Standorten in Deutschland 66 Fanszenen betreut.
    https://www.kos-fanprojekte.de

    Sachstandsbericht “Fanprojekt 2020“
    Die KOS veröffentlich den Sachstandsbericht “Fanprojekt 2020 – Die soziale Arbeit mit Fußballfans in Deutschland. Dabei handelt es sich um die 9. Auflage des 1998 erstmals erschienen Berichtsformats, der Einblicke über die Strukturen und Inhalte der sozialpädagogischen Fanprojekte gibt. Das Berichtsheft stellt eindrücklich die große inhaltliche Bandbreite der Fanprojekte in Deutschland dar und beinhaltet zahlreiche Praxisbeispiele aus der Arbeit der sozialpädagogischen Fanprojekte. Ergänzt wird die Broschüre von einer inhaltlichen Einordnung sowie einem übersichtlichen Serviceteil mit Adressen aller Fanprojekte.
    https://www.kos-fanprojekte.de/fileadmin/user_upload/material/kos/sachberichte/KOS-sachbericht-20191212-screen.pdf

    Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG)
    Wie arbeiten die Fanprojekte zusammen? In Thüringen gibt es zwei Anlaufstellen für Fans – gibt es dort Unterstützung und gegenseitige Hilfe?

    Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG) ist ein fachlicher Zusammenschluss von Fußballfanprojekten in Deutschland, die präventive, aufsuchende und sozialpädagogische Arbeit mit jugendlichen und heranwachsenden Fußballfans leisten.
    https://www.bag-fanprojekte.de/

    Übersicht der Fanprojekte
    https://www.kos-fanprojekte.de/index.php?id=fanprojekte-aachen-bis-zwickau

    Podcasts / Videos

    Geschichte und Geschichten des Fan-Projekt Dortmund
    https://soundcloud.com/football-was-my-first-love/23-geschichte-und-geschichten-des-fan-projekt-dortmunds

    welle1953 Extended Interview Fanprojekt
    Für alle, die mehr übers Fanprojekt Dresden wissen möchten: hier die ausführliche Fassung des Interviews von welle1953 mit Janine & Christian vom Fanprojekt
    https://www.welle1953.net/fuer-alle-die-mehr-uebers-fanprojekt-dresden-wissen/

    Nachspielzeit #19 – Das VfB-Fanprojekt
    Das Fanprojekt ist ein ergänzendes Angebot der Jugendhilfe in Stuttgart und bietet jungen Menschen Hilfe zu vielen unterschiedlichen Themen an – immer aber mit dem gemeinsamen Nenner VfB. Die Aufgaben sind sehr vielfältig und das Team bestehend aus Jörg Reinhardt und Andreas Kirchner berichtet ausführlich darüber.
    https://podcastvfb.podigee.io/20-nachspielzeit-19

    HSVTalk – Das HSV – Fanprojekt
    Der HSV ist mehr als das Geschehen auf dem Rasen des Volksparkstadions, viel mehr. Darum reden Sven und Tanja nicht über das sportliche Abschneiden gegen Heidenheim, sondern haben sich Ole Schmieder vom HSV Fanprojekt eingeladen. HSV Fanprojekt – was ist denn das?
    https://meinsportpodcast.de/fussball/hsvtalk/hsvtalk-das-hsv-fanprojekt/

    Wortpiratin rot-weiß: Der Leiter des Fanprojekts zu Gast
    Seit 21 Jahren ist Thomas Beckmann Leiter des Fanprojekt Mainz e.V. Wortpiratin Mara Pfeiffer spricht mit ihm über das neue Fanhaus und berufliche Lebensträume.
    https://www.youtube.com/watch?v=p0V5iDlE6nM

    25 Jahre Fanprojekt des FC Carl Zeiss Jena | MDR 27.10.2016
    https://www.youtube.com/watch?v=6dD4qMMuZLs

    FCM-Fanprojekt: Scharfe Kritik an Polizeieinsatz in Bochum
    Der Polizeieinsatz gegen FCM-Fans in Bochum hat für Kritik gesorgt. Im Podcast berichtet ein Beteiligter von seinen Erlebnissen. Außerdem geht es um die Frage, wie das Fan-Verhältnis zur Polizei verbessert werden kann.
    https://beta.ardaudiothek.de/neues-vom-kruegel-platz-der-fcm-podcast/fcm-fanprojekt-scharfe-kritik-an-polizeieinsatz-in-bochum/62618808

    Texte

    „Das Verhalten der Polizei ist empörend“
    https://11freunde.de/artikel/das-verhalten-der-polizei-ist-emp%C3%B6rend/595546

    Soziale Arbeit mit Fußballfans
    Angebote der offenen Kinder-und Jugendarbeit finden sich in vielfältiger Form und unterschied-licher Schwerpunktsetzung bei vielen AWO Kreis-verbänden. In Jugendtreffs, Jugendclubs oder Kinder- und Jugendzentren werden niedrig-schwellige und offene Angebote für unterschied-liche Zielgruppen junger Menschen entwickelt und durchgeführt. Hierbei spielen Angebote für Fußball begeisterte Jugendliche im Rahmen der Fußball-Fanprojektarbeit eine zunehmend wichtigere Rolle, um über das Medium Fußball persönlichkeitsfördernde Entwicklungen in der Gruppe Gleichgesinnter anzustoßen.
    http://awo-passgenau.de/wp-content/uploads/2018/02/ansicht_2_16.pdf

    Danke / Quellen

    Wir danken Broke For Free für den Song „Night Owl“ (https://freemusicarchive.org/music/Broke_For_Free/Directionless_EP/Broke_For_Free_-_Directionless_EP_-_01_Night_Owl), der aufgrund der Lizens CC BY 3.0 | https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/ im Podcast verwendet wird.

    Ebenfalls danken wir Cambo für ihren Song „Coffee“ (https://www.freemusicarchive.org/music/Cambo/Chilled_Beats), der aufgrund der Lizens CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ im Podcast verwendet wird.

    O-Töne im Intro

    10 Jahe Fanprojekt – HFC
    https://www.youtube.com/watch?v=GokXx21nPAA

    Fanprojekt Bochum Imagefilm 2017
    https://www.youtube.com/watch?v=rHMAPUtvBGc

    20 Jahre Fanprojekt Wolfsburg
    https://www.youtube.com/watch?v=qTUhJiWN_iU

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  • PODCAST ORANGE | Fußball |

    #85 | Der außerordentliche Verbandstag

    18 Jul 2020
    01:07:45

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    Thema der Episode

    Einsam wurde es für den Bayerischen Fußball-Verband (BFV) und den Thüringer Fußball-Verband (TFV). In beiden Regionalverbände hatten sich die Vorstände für die Fortsetzung der Spielzeit 2019/2020 über den 30. Juni 2020 hinaus entschieden. In allen anderen Regional-Verbänden wurde der Abbruch der Spielzeit 2019/2020 beschlossen. Auf Intention des SC Weimar 03 entschied nun der außerordentliche Verbandstag endgültig darüber, wie es im Freistaat Thüringen weitergeht. Die Mehrheit der stimmberechtigten Delegierten vortierte für einen Abbruch und damit verbunden einer Annullierung der Saison. So wird es – bis auf eine Ausnahme – keinen Aufsteiger und keinen Absteiger geben. Über die Entscheidung und das Zustandekommen diskutieren Felix Böhm (FuPa Thüringen) und Dieter Legler (1. FFV Erfurt).

    Links und Informationen zum Podcast

    Verbandstag beschließt Saisonabbruch
    https://www.fupa.net/berichte/verbandsliga-thueringen-verbandstag-beschliesst-saisonabbruc-2669922.html

    Der lange Weg zum Verbandstag
    https://www.fupa.net/berichte/verbandsliga-thueringen-der-lange-weg-zum-verbandstag-2669567.html

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  • PODCAST ORANGE | Fußball |

    #84 | Unser Fussball: Die Krise als Chance

    14 Jul 2020
    01:09:59

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    Thema der Episode

    Auch wenn die Diskussion vor dem Hintergrund der Coronakrise schon fast wieder in Vergessenheit geraten ist, so war die Fußballwelt aufgrund der Plakate und Spruchbänder in Richtung Dietmar Hopp in großer Aufregung. Die Kommentierung von sky-Reporter Kai Dittmann oder die Aussagen von Mario Basler im Doppelpass zu oder über die sogenannten Fans waren bemerkenswert. Dabei hätte eine differenzierte Analyse schnell deutlich gemacht, dass es weniger um Kritik an einer Person sondern vielmehr um die Frage geht, wie wir uns den Fußball in der Zukunft vorstellen. Die Fan-Initiative „Unser Fußball“ hat zumindest eine Antwort für den Profifußball gefunden. „Basisnah, nachhaltig, zeitgemäß“ – so soll der Sport in Zukunft sein. „Seit Jahren beobachten wir viele Entwicklungen des Profifußballs mit Sorge. Die Corona-Krise hat weitere Schwächen des kaputten Systems Profifußball offenbart“, heißt es in einer Erklärung, die bereits über 2200 Fanklubs und mehr als 11.000 Einzelpersonen bisher unterschrieben haben. Mit Jan-Henrik Gruszecki, einem der Sprecher des Bündnisses, haben wir über Inhalte, Ziele und die Frage, warum der Amateurfußball in den Forderungen nicht berücksichtigt wurde, diskutiert.

    Links

    Engeraner Jan-Henrik Gruszecki lebt in der Wohnung, in der einst der BVB gegründet wurde
    https://www.nw.de/lokal/kreis_herford/enger/20890917_Im-Leben-von-Jan-Henrik-Gruszecki-dreht-sich-alles-um-den-BVB.html

    „Pro 15:30“ fehlt der Rückhalt aller Fußball-Anhänger
    https://www.faz.net/aktuell/sport/fanproteste-pro-15-30-fehlt-der-rueckhalt-aller-fussball-anhaenger-114518.html

    Kampagne „12:12“ Fünf vor Zwölf
    https://11freunde.de/artikel/f%C3%BCnf-vor-zw%C3%B6lf/451944

    50+1 bleibt!
    https://11freunde.de/artikel/50-1-bleibt/554527

    Spielerberater und das Milliardengeschäft Fußball
    https://www.zeit.de/news/2017-07/21/fussball-spielerberater-und-das-milliardengeschaeft-fussball-21112002

    Sportjournalismus | Über Dietmar Hopp und die Medien
    https://www.ostviertel.ms/2020/03/07/sportjournalismus-ueber-dietmar-hopp-und-die-medien/

    „Der Fußball gehört seinen Fans!‘‘
    https://11freunde.de/artikel/der-fu%C3%9Fball-geh%C3%B6rt-seinen-fans/2230204?utm_source=in_article&utm_medium=web&utm_campaign=related

    Ein Sport für alle
    https://jungle.world/artikel/2020/27/ein-sport-fuer-alle

    AStA Talk- Quo Vadis Fußball?
    https://www.youtube.com/watch?v=spC0MQqH0

    Sportjournalismus | Über Dietmar Hopp und die Medien
    https://www.ostviertel.ms/2020/03/07/sportjournalismus-ueber-dietmar-hopp-und-die-medien/

    Danke / Quellen

    Wir danken Broke For Free für den Song „Night Owl“ (https://freemusicarchive.org/music/Broke_For_Free/Directionless_EP/Broke_For_Free_-_Directionless_EP_-_01_Night_Owl), der aufgrund der Lizens CC BY 3.0 | https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/ im Podcast verwendet wird.

    Ebenfalls danken wir Cambo für ihren Song „Coffee“ (https://www.freemusicarchive.org/music/Cambo/Chilled_Beats), der aufgrund der Lizens CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ im Podcast verwendet wird.

    O-Töne im Intro

    CHECK24 Doppelpass mit Mario Basler
    https://www.youtube.com/watch?v=UIARAXWLQ4Y

    DLF: Grindels Interview-Abbruch
    https://www.deutschlandfunk.de/nach-grindels-interview-abbruch-die-fragwuerdige.1346.de.html?dram:article_id=443851

    Kai Dittmann im Rahmen der Live-Spielübertragung der Partie TSG Hoffenheim gegen FC Bayern München am 29.02.2020 ab 15:30 Uhr auf Sky

    WM-Vergabe 2006: Wolfgang Niersbach zu Korruptionsvorwürfen
    https://www.youtube.com/watch?v=vkGuj_uQVqY

    FC Bayern-Pressekonferenz mit Karl-Heinz Rummenigge und Hansi Flick | Union Berlin – FC Bayern
    https://www.youtube.com/watch?v=dZ3gNDzZlJE

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  • PODCAST ORANGE | Fußball |

    #83 | Nun also doch (nicht)

    29 Jun 2020
    00:48:48

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    Thema der Episode

    Während in den restlichen Landesverbänden innerhalb des NOFV die Spielzeit abgebrochen wird, soll in Thüringen die Saison fortgesetzt werden. Befürworter dieser in der Zwischenzeit heftig umstritten Regelung waren die Verantwortlichen des FC An der Fahner Höhe. „Aufgrund der aktuellen Lage haben wir auch einen Aufstieg jetzt im Herbst eine Absage beim Fußballverband erteilt“, so der sportliche Leiter Rolf Cramer noch vor wenigen Tagen. Während die Beschlusslage zur Saisonfortsetzung immer noch besteht – auch wenn sie im Rahmen des außerordentlichen Verbandstages zur Abstimmung gestellt werden soll – hat sich die Haltung der Randerfurter grundsätzlich gedreht. „Wir begrüßen Euch hiermit auf das Allerherzlichste in der wohl attraktivsten Oberliga aller Zeiten“, heißt es nun auf der Internetseite. In der Nacht vor der Entscheidung über die Staffelzusammensetzung in der Oberliga wurden sowohl TFV als auch NOFV über den Meinungsumschwung informiert. Noch am Morgen des 25. Juni hatten sowohl die Mediengruppe Thüringen als auch in der Folge die BSG Wismut Gera selbst, über einen möglichen Aufstieg des Traditionsvereins im Falle eines Saisonabbruchs informiert. Da war es dann wenig verwunderlich, dass der Information des NOFV zur Staffelzusammensetzung zunächst nur wenig Glauben geschenkt wurde. Erst nach und nach wurde klar, dass der Vorsitzende und Jens Lohse lieber noch 24 Stunden gewartet hätten, der Begriff „Sportfreunde“ in der Thüringenliga nichts mehr zählt und selbst die Befürworter kaum noch an eine Saisonfortsetzung glauben. Über einen besonderen 25. Juni diskutieren wir mit Trainer Marcus Dörfer und Vorstand Jan Genseke.

    Zeitleiste

    5. Mai 2019: TFV – BSG Wismut Gera spielt wieder Thüringenliga

    Die BSG Wismut Gera hat heute (15.05.19) gegenüber dem Thüringer Fußball-Verband (TFV) durch seinen Vorstand offiziell erklärt, dass man sich am Ende des Spieljahres 2018/19 aus der Oberliga zurückziehen werde und in der kommenden Saison (2019/20) in der Thüringenliga spielt.

    5. März 2020: Zulassungsverfahren Herren-Oberliga 2020/21

    Nachfolgend finden Sie die Zulassungsunterlagen für die Herren-Oberliga 2020/21. Interessierte Vereine müssen sich bis zum 5. März 2020, 15:00 Uhr (Eingang Geschäftsstelle) über die NOFV-Geschäftsstelle für die Teilnahme am Spielbetrieb bewerben. Dabei handelt es sich um eine Ausschlussfrist.

    • 00_Anschreiben Vereine.pdf (570,3 KiB)
    • Rückantwort_Erhalt.doc (83,0 KiB)
    • Durchführungsbestimmungen.pdf (550,2 KiB)
    • 01_Meldung.doc (84,0 KiB)
    • 02_Teilnahmevertrag.doc (90,5 KiB)
    • 03_Formblatt_I_NW-Mannschaften.doc (83,5 KiB)
    • 04_Formblatt_II_Erklaerung_Stadionverfuegbarkeit.doc (81,0 KiB)
    • 05_Formblatt_III_Anerkennung_Stadionverbote.doc (83,0 KiB)
    • 06_Meldebogen_Ansetzungsheft.doc (109,0 KiB)
    • 07_Protokoll jährliche Beratung.pdf (220,1 KiB)
    • Erklärung zum Datenschutz.pdf (360,1 KiB)

    https://www.nofv-online.de/index.php/zulassungsverfahren.html

    FuPa: Fahner Höhe und Wismut

    Der FC An der Fahner Höhe hat die Lizenzunterlagen für die Oberliga eingereicht und ist damit nicht der einzige Thüringenligist. Denn auch die BSG Wismut Gera gab den entsprechenden Antrag an die NOFV-Geschäftsstelle. In Eisenberg sind die Voraussetzungen noch nicht gegeben, es wird aber daran gearbeitet. Eine Stellungnahme vom SV 1879 Ehrenhain zum Thema steht noch aus.

    “Die Einreichung der Lizenzunterlagen sind eine reine Vorsichtsmaßnahme”, sagt Wismut-Präsident Frank Neuhaus gegenüber FuPa Thüringen. Allerdings wäre der Gang zurück in die Fünftklassigkeit an klaren Rahmenbedigungen am Steg geknüpft: “Unsere Prämisse ist, dass wir am Ende auf Platz Eins stehen und zudem den finanziellen Rahmen im Griff haben, der uns es erlaubt aufzusteigen. Dafür hat der Vorstand und das gesamt Umfeld gearbeitet und wird es auch weiter tun.”, so Frank Neuhaus weiter. Zudem würde dem Vorsitzenden das eigene Gewissen im Weg stehen: “Ich will mir zum einen im Nachgang keine Vorhaltungen  machen lassen und könnte das wohl dann auch schlecht mit mir selbst vereinbaren.”

    https://www.fupa.net/berichte/sv-1879-ehrenhain-oberliga-meldung-das-sagen-wismut-und-eise-2629219.html

    12. Juni 2020: FuPa: Bei Abbruch auch kein Aufstieg

    „Wir sind aktuell noch nicht so weit, um zum jetzigen Zeitpunkt die Oberliga zu bespielen. Ich habe da immer noch das Testspiel im Winter gegen Martinroda im Kopf (Anm. d. Red. 0:6). Das hat uns gezeigt, dass wir noch vieles tun müssen“, beschreibt Rolf Cramer seine Bedenken.

    Tobias Busse: „Wir haben viele Spieler, die sich noch entwickeln müssen. Uns fehlt im Prinzip ein halbes Jahr in der Entwicklung. Der Gang in die Oberliga wäre sportlich zu früh. Da müssen wir noch in allen Bereichen einen Zahn zulegen. Denn halb aus der Kalten in die Oberliga zu gehen, wäre zu heikel. Zudem gibt es noch zu viele Unklarheiten was auch Wechselmodalitäten und andere Fragen angeht. Da erhoffen wir uns auch zeitnah klare Zeichen vom Verband. Das Potential für Oberligafußball ist dennoch mittelfristig da.“

    https://www.fupa.net/berichte/fc-an-der-fahner-hoehe-bei-abbruch-auch-kein-aufstieg-2662424.html

    25. Juni: Mediengruppe Thüringen: Wismut Gera: Bei Abbruch Aufstieg

    Jens Lohse / ZGT: Sollte der Thüringer Fußballverband am 18. Juli auf dem Außerordentlichen Verbandstag einem Saisonabbruch zustimmen, steigt Wismut Gera als ThüringenligaVierter in die NOFV-Oberliga auf. Thüringenliga-Spitzenreiter FC An der Fahner Höhe hatte bekundet, erst 2021 für einen Aufstieg bereit zu sein.

    25. Juni 2020: Wismut Gera will in die Oberliga

    Glück Auf, die Spatzen haben es bereits von den Dächern gepfiffen: Im Falle eines Saisonabbruchs der Thüringenliga, würden wir die Möglichkeit wahrnehmen um zurück in die Oberliga zu kehren.

    Voraussetzung hierfür ist eine Entscheidung auf #Saisonabbruch beim außerordentlichen Verbandstag am 18. Juli 2020.

    Somit würde man nach etwas mehr als einem Jahr, den freiwilligen Abstieg wieder rückgängig machen.

    Welche Gründe sprechen jetzt für eine erneute Rückkehr?

    • stark verbesserte Finanzlage im Vergleich zum Abstiegsjahr
    • breite Unterstützung unserer Sponsoren
    • Spieler und Trainerteam sind voll motiviert
    • unsere Heimatstadt überregional vertreten

    Eine genaue Erklärung mit der Vorstellung unseres Konzeptes “Oberliga zum Siebzigsten”, werden wir Euch persönlich in einer Informationsveranstaltung präsentieren, sobald der Verbandstag die nötige Sicherheit bringen sollte.

    Sollte die Saison dennoch fortgesetzt werden, werden wir selbstverständlich alles geben um auch dann den sportlichen Aufstieg zu schaffen.

    Vorstand der BSG Wismut Gera

    25. Juni 2020: NOFV

    Das Präsidium des NOFV hat in seiner Tagung am 25. Juni 2020 für die folgenden Vereine die Zulassung erteilt und die Staffeleinteilungen für die Spielklassen des NOFV für die Saison 2020/21 beschlossen:

    • FC Carl Zeiss Jena II
    • FC Einheit Rudolstadt
    • FC International Leipzig
    • FC Eilenburg
    • VFC Plauen
    • FC Merseburg
    • SG Union Sandersdorf
    • VfB 1921 Krieschow
    • FC Grimma
    • VfL Halle 96
    • FSV Wacker Nordhausen
    • FC Oberlausitz Neugersdorf
    • FSV Martinroda
    • FC Rot-Weiß Erfurt (Absteiger)
    • Ludwigsfelder FC (aus OL Nord)
    • SV Blau-Weiß Zorbau (Aufsteiger S-A)
    • FC An der Fahner Höhe (Aufsteiger TH)

    https://www.nofv-online.de/index.php/aktuelles-leser/staffeleinteilungen-saison-2020-21.html

    26. Juni 2020: Der TFV informiert

    Das Präsidium des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) hat in seiner Tagung am 25. Juni 2020 für die folgenden Vereine die Zulassung erteilt und die Staffeleinteilungen für die Spielklassen des NOFV für die Saison 2020/21 beschlossen.

    Im Männerbereich ist der Thüringer Fußball-Verband (TFV) in der Regionalliga Nordost nur noch mit zwei Mannschaften vertreten. In der Oberliga Süd sind hingegen gleich sechs Teams aus dem TFV-Bereich am Start. Darunter ist mit dem FC An der Fahner Höhe auch der aktuelle Tabellenführer der Thürigenliga.

    26. Juni 2020: Die Gefühlswelt des Rolf Cramer

    „Das Gefühl beschleicht uns, dass noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. Wenn es jetzt zu einem Abbruch kommt, dann haben wir keine Möglichkeit nach unserer erbrachten Leistung diese Saison aufzusteigen. Ein wenig verstehe ich die Welt nicht mehr, wie ein demokratisches Ergebnis jetzt nochmal in Frage gestellt wird“, spricht Rolf Cramer über seine Gefühlswelt.

    Dabei gibt er zu, dass auch ein wenig die Angst mitspiele einfach nicht den Lohn für die Arbeit zu bekommen, der dem FC An der Fahner Höhe seiner Meinung nach gebührt. „Wir haben hier tolle Arbeit in den letzten Jahren geleistet. Bei uns ist mit der Unterstützung des Bürgermeisters – ihm gebührt auch ein großer Dank – viel entstanden. Wir müssen uns nicht mehr verstecken vor der Oberliga. Wir haben nichts zu verlieren. Es wäre natürlich eine große Nummer, die wir angehen. Aber wir werden die Zeit jetzt nutzen um die Voraussetzungen mit Sponsoren und Co. zu schaffen“, sagt „Conny“ auch mit Stolz.

    „Ich habe Thomas Münzberg und Joachim Zeng unsere Lage dargelegt und anschließend eine entsprechende Meldung an den NOFV gemacht“, so Cramer weiter.

    Und der Inhalt der Meldung ist eindeutig: „Bei einem Abbruch machen wir von unserem Aufstiegsrecht Gebrauch und steigen in die Oberliga auf. Und wenn auf dem Verbandstag die Fortsetzung der Spielzeit bestätigt wird, dann werden wir die Saison auch zu Ende spielen und würden nächsten Sommer aufsteigen, sofern wir nach 30 Spieltagen auch auf dem ersten Platz stehen.“

    „Wenn die Saison fortgesetzt wird, ist es mir ganz egal wer aufsteigt“, sagt Rolf Cramer abschließend.

    https://www.fupa.net/berichte/fc-an-der-fahner-hoehe-antworten-die-aufstiegsfrage-und-der-2665464.html

    26. Juni 2020: Wir begrüßen Euch in der Oberliga!

    Und jetzt bitte alle einmal kurz durchatmen, denn: Wir begrüßen Euch hiermit auf das Allerherzlichste in der wohl attraktivsten Oberliga aller Zeiten. *tusch* *trommelwirbel* *fanfare* (Facebook-Seite FC An der Fahner Höhe)

    Wir haben eine Top Mannschaft, Top Trainer, Top Betreuer, ein begeistertes Umfeld und viele fussball-begeisterte Menschen in unserer Region. Wir haben uns immer gewünscht, die Fahner Höhe auch sportlich berühmt zu machen. Wir freuen uns Euch die “attraktivste Oberliga aller Zeiten” zu präsentieren. Und wir sind mittendrin.

    Wir sagen Danke an alle, die das möglich gemacht haben.

    26. Juni 2020: Persönliche Erklärung von BSG-Vorstand Jan Genseke

    Liebes BSG Umfeld, als Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit, übernehme ich für die verfrühte und nun nicht mehr zutreffende Veröffentlichung die volle Verantwortung und werde daraus aus Konsequenzen ziehen.

    Aufgrund des veröffentlichten Artikels in der regionalen Presse, sah ich mich gezwungen, den für nach Beendigung der Meldelfrist geplanten Beitrag, bereits vor Ablauf jener zu veröffentlichen. Dies war ein Fehler und dafür möchte ich mich aufrichtig bei allen Entschuldigen. Ihr wißt, daß mir der Verein seit über 20 Jahren am Herzen liegt, und es keinesfalls meine Absicht war, unseren Verein öffentlich in ein schlechtes Bild zu rücken.

    Auch die Entscheidung, für einen Saisonabbruch zu votieren, ist unverändert und aus meiner Sicht immer noch die einzig richtige Entscheidung.

    Nichts ist wichtiger als der Verein!

    Jan Genseke -Vorstand BSG Wismut Gera-

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    #82 | Der andere Verband

    16 Jun 2020
    01:42:09

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    Thema der Episode

    Zu abgehoben, merkwürdiges Demokratieverständnis, fehlendes Reformbestrebungen – die Kritik an den Fußballverbänden ist nicht neu. Doch René Jacobi lässt den kritischen Worten auch Taten folgen. Gemeinsam mit sechs weiteren Sportfreunden gründete der ehemalige Schiedsrichter am 28. Januar in Leipzig – auf den Tag genau 118 Jahre nach der DFB-Gründung in der Messestadt – mit der Confederation of Football (CoF) einen alternativen Fußballverband.

    Kommentar

    Da wurde im März mit Punktverlust gedroht, sollten es Mannschaften wagen, aus Gründen des Gesundheitsschutzes nicht antreten wollen. Im Mai wird dem Verweis auf ein demokratisches Votum die Saisonfortsetzung beschlossen, um 24 Stunden später die Entscheidung für den Nachwuchsbereich zu revidieren. Über die Gründe der „signifikant anderen Ausgangslage“ und das Ignorieren des zuvor noch medial hervorgehobenen demokratischen Abstimmungsprozesses erfährt die Öffentlichkeit nichts, außer dass der Anruf aus Bayern kam. Doch wer glaubt damit sind alle Fettnäpfchen getroffen, irrt gewaltig. „Wir können jetzt nicht alle 14 Tage neue Beschlüsse fassen“, so Udo Penzler-Beyer auf die Frage nach einem Abbruch im Erwachsenbereich, immerhin der Vizepräsident des Verbandes, der wenige Augenblicke zuvor eine Beschlussfassung sogar innerhalb eines Tages komplett gedreht hatte. Da ist dann die Bitte des Präsidenten Wolfhardt Tomaschewski an den Initiator der Petition, die den Abbruch der Saison auch im Erwachsenenbereich fordert, er möge die Mail, die an die Mail-Adresse des Präsidenten geschickt hat, in der Geschäftsstelle des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) abgeben, nur noch die vielzitierte Kirsche auf der Torte.

    Spätestens in Anbetracht dieser Ereignisse wird es eigentlich Zeit zum Handeln. Doch da wirft der offene Brief von Daniel Rudloff, dem 1. Vorsitzende des FC Eisenach, die Frage auf, ob tatsächlich die Strukturen hinterfragt werden soder nur einzelne Schuldige gesucht werden. Rudloff erklärt in seinem vielzitierten Schreiben ausdrücklich, dass sein „Kritik nicht gegen die hauptamtlichen Mitarbeiter des Verbandes zielt“. Warum er diejenigen, die u.a. Anfragen der Medien völlig unbeantwortet lassen, von der Kritik ausnimmt, erklärt er nicht. Norman Wohlfeld, langjähriger Fußballer und Geschäftsführer von Soccer City formuliert es deutlich treffender: „Das Versagen der Verbände, das Versagen der gewählten Vertreter ist unser aller Versagen. Lasst uns gemeinsam Verantwortung übernehmen, lasst uns innovativ, lasst uns kreativ sein, lasst uns Kompetenzen bündeln; nur gemeinsam können wir Dinge verändern und bewegen.“ Und für die Veränderungen gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder schaffen es die Mitglieder durch persönlichen Einsatz die Strukturen im Verband zu verändern oder sie suchen einen neuen Verband. Was? Ja. Genau 118 Jahre nach der Gründung des DFB geschah erneut Bemerkenswertes in der Messestadt. Mit der Confederation of Football e.V. wurde ein eigenständiger und von den etablierten Strukturen unabhängiger Fußballverband gegründet. Unter dem Leitmotiv „Verband neu gedacht“ stellen die Verantwortlichen alles Bestehende in Frage und finden Antworten darauf, wie ein Fußballbund heute organisiert sein muss, um das bestmögliche für seine Mitglieder zu erreichen. Es gibt wohl keinen besseren Moment, um sich genau mit diesen Themen zu beschäftigten.

    Links und Informationen

    Confederation of Football e.V.
    https://cof.one/

    Deutschlandfunk Sport Interview – das vollständige Antwortskript
    https://cof.one/de/deutschlandfunk-sport-interview-das-vollstaendige-antwortskript/

    Junge Welt Interview – das vollständige Antwortskript
    https://cof.one/de/junge-welt-interview-das-vollstaendige-antwortskript/

    Wenn der Neue nervt: Über den Umgang des Leipziger Fußballverbandes mit der Confederation of Football
    https://www.l-iz.de/sport/fussball/2019/01/Wenn-der-Neue-nervt-Ueber-den-Umgang-des-Leipziger-Fussballverbandes-mit-der-Confederation-of-Football-252074

    Gegen das Monopol – Ein neuer Fußballverband sieht sich als Alternative zum DFB.
    https://www.neues-deutschland.de/artikel/1126412.confederation-of-football-gegen-das-monopol.html

    Mafia mit Monopolstellung
    https://taz.de/Marktherrschaft-des-DFB/!5626152/

    Danke

    Musik

    Wir danken Broke For Free für den Song „Night Owl“ (https://freemusicarchive.org/music/Broke_For_Free/Directionless_EP/Broke_For_Free_-_Directionless_EP_-_01_Night_Owl), der aufgrund der Lizens CC BY 3.0 | https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/ im Podcast verwendet wird.

    Ebenfalls danken wir Cambo für ihren Song „Coffee“ (https://www.freemusicarchive.org/music/Cambo/Chilled_Beats), der aufgrund der Lizens CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ im Podcast verwendet wird.

    O-Töne im Intro

    DLF: Grindels Interview-Abbruch
    https://www.deutschlandfunk.de/nach-grindels-interview-abbruch-die-fragwuerdige.1346.de.html?dram:article_id=443851

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    #81 | Aktivisten im Kaffeetälchen

    6 Jun 2020
    01:58:29

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    Thema der Episode

    In der Ewigen Tabelle der DDR-Liga – der zweithöchsten Spielklasse im Fußballosten – belegt die BSG Aktivist Kali Werra Tiefenort den 25. Platz. Mit 20 Spielzeiten gehörte die im Waldstadion “Kaffeetälchen” beheimatete BSG zu den Stammkräften der Liga. In der Zwischenzeit spielt der Nachfolgeverein FSV Kali Werra zwar in der Kreisklasse, doch mit der Konzentration auf die Nachwuchsförderung und die Pflege der eindrucksollen Tradition will sich der Verein in der Region behaupten. Mit Michael Siegesmund, der selbst bei der BSG gespielt hat und sich aktuell um die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins kümmert, sprachen wir über historische Momente und Helden des Fußballs in Tiefenort.

    Tiefenort

    Lage

    …. ist ein Ortsteil der Stadt Bad Salzungen im Wartburgkreis in Thüringen.

    Wirtschaft/Industrie

    Die Kaliindustrie ist seit der Jahrhundertwende der wichtigste Arbeitgeber, obertägig erhalten blieben Teile der Bergwerks- und Fördertechnik der Schachtanlage von Merkers sowie eine markante Abraumhalde am Hämbacher Kreuz. Das Kalk- und Zementwerk Oberrohn war ein bedeutender Baustoffproduzent in der DDR-Zeit.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Tiefenort

    Besondere Ereignisse – Erdfall und Schlangenbiss

    Vor 18 Jahren gab in der Frankensteinstraße in Tiefenort im Wartburgkreis erstmals die Erde nach. Mitten in einem Wohngebiet war ein Krater entstanden, der seitdem mehrfach nachbrach. Im Jahr 2010 handelten die Behörden: Fünf Häuser um den Erdfall herum durften nicht mehr genutzt werden, die Bewohner mussten ausziehen. Jetzt gibt es für das Gelände eine Perspektive.

    https://www.mdr.de/thueringen/west-thueringen/wartburgkreis/wie-weiter-am-erdfall-in-tiefenort-102.html

    Abreißen oder begasen (März 2018): Eine 76-Jährige Frau aus Thüringen soll in einem Supermarkt von einer Schlange gebissen worden sein. Von dem Reptil fehlt jede Spur – und der Laden muss bis auf Weiteres dichtmachen.

    https://www.spiegel.de/panorama/tiefenort-in-thueringen-supermarkt-seit-mutmasslichem-schlangenbiss-geschlossen-a-1196749.html

    Besondere Persönlichkeiten

    Christian Hirte – ehemaliger Ostbeauftragter der Bundesregierung und Kandidat für den Landesvorsitz der CDU Thüringen: Welchem thüringischen und welchem nichtthüringischen Sportverein drücken Sie die Daumen? Dem Verein meines Heimatortes: Kali Werra Tiefenort.

    https://www.mdr.de/thueringen/wahlen-politik/cdu-christian-hirte100.html

    Waldstadion „Kaffeetälchen“

    Was ist das Besondere?

    „Die gewaltigen, steilen und schier endlosen Ränge, das Eingangstor, auf dem noch „BSG Aktivist“ prangt oder die einzigartige Lage im Wald.“

    https://www.11-km.de/kaffeetaelchen-tiefenort/

    Bauzeit

    „Im Kaffeetälchen spielte man erstmals in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg. Im Sommer war das sogenannte „Kleine Kaffeetälchen“ die Heimat der Tiefenorter Fußballer, im Winter spielte man in den Werrawiesen. Die Dringlichkeit eines richtigen Sportplatzes wurde in den Folgejahren immer größer. Ende des Jahres 1925 beschloss die Gemeindevertretung den Ausbau des Kaffeetälchens, 1926 erfolgte die Einweihung des Platzes, ab 1927 fanden dort die Punktspiele statt.“
    Durch wachsende Mitgliederzahlen wuchs in den sechziger Jahren das Bedürfnis nach einem zweiten Sportplatz. Man baute den vorhandenen Sportplatz Heerstatt aus, erneuerte die Rasendecke und erweiterte ihn um Umkleidekabinen. Dies hatte zur Folge, dass man zwei Jahre auf der Heerstatt spielte. Während dieser Zeit bekam das Kaffeetälchen Zuschauerränge, einen Rasenplatz und Umkleidekabinen, später folgten ein Hartplatz und ein Sozialtrakt. „Das Stadion wurde wegen seiner Lage in der ganzen Republik bekannt“, schreibt die Chronik des Vereins.

    https://www.11-km.de/kaffeetaelchen-tiefenort/

    Die Spielstätte des Vereins ist seit 1926 das Waldstadion „Kaffeetälchen“. Ab 1966 wurde es modernisiert. Im Rahmen dieser Modernisierung errichtete man Umkleidekabinen. Ein Rasenplatz und Zuschauerränge wurden angelegt. Das Stadion wurde wegen seiner Lage in der ganzen Republik bekannt. Später erweiterte man das Waldstadion um einen Hartplatz und einen Sozialtrakt. Zu den Glanzzeiten des Vereins beherbergte das Stadion bis zu 8.000 Zuschauer.

    Groundhopper

    „Gotthilf wird nicht müde zu betonen, dass die Riesen-Anlage mitten im Wald für ihn die Mutter aller Stadionperlen ist. Das Waldstadion im Kaffeetälchen ist die Heimat des Kreisligisten FSV Kali Werra Tiefenort. Doch für die Kreisliga ist das Stadion mit seinen hohen Stehtraversen und der Haupttribüne mit Holzbänken mitnichten gebaut worden. Nach der Wende ist der Verein bis aktuell in die Kreisliga abgestürzt. Dennoch pflegen die eifrigen Tiefenorter den Verein und ihren Kultstatus. Das alles – wie gesagt – mitten im Wald. Mehr Idylle geht nicht.

    Thüringens Top Ten – Das Land der unbekannten Schönen

    Chronik

    Gründung

    Im kleinen Tiefenort in Thüringen wird Fußball leidenschaftlich geliebt und gelebt – und das schon seit 1913.

    https://www.fsv-kali-werra.de/

    FC Adler 1912 Tiefenort

    Die Wurzeln des heutigen FSV Kali Werra Tiefenort reichen zurück bis ins Jahr 1912, als einige junge Turner die Idee hatten, fortan dem Ball hinterher zu jagen und im Frühjahr 1913 als Tiefenorter Fußballklub “Adler” aktiv wurden. Als man nicht mehr auf den umliegenden Wiesen spielen durfte, fanden die Männer bereits zur damaligen Zeit im Kaffeetälchen übergangsweise einen Spielort.

    Einige Spieler des Fußballklubs “Adler” gründeten 1915 einen zweiten Fußballverein namens “Viktoria”. Im Sommer spielte man im “Kleinen Kaffeetälchen” und im Winter auf den Werrawiesen.

    https://www.facebook.com/unnerwegs.hopping.csk

    Fusion zur Turn- und Sportvereinigung

    Vier Jahre später (1919) fusionierten die beiden Vereine zur Spielvereinigung Tiefenort, welche sich 1921 in Turn- und Sportvereinigung umbenannte.

    1925 beschloss die Gemeindevertretung den endgültigen Ausbau des Kaffeetälchens. Die offizielle Einweihung erfolgte ein Jahr später. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Sportplatz auf der Heerstatt Austragungsort für große sportliche Ereignisse. Die Punktspiele 1927 wurden dann bereits im Stadion im Kaffeetälchen ausgetragen.

    https://www.facebook.com/unnerwegs.hopping.csk

    DDR-Fußball

    Namensgebung und Entwicklung

    „Noch interessanter als das nackte Ergebnis dieses Spiels scheint uns aber der an das legendäre Fußballfachmagazin FUWO herangetragene Wunsch, bei der Berichterstattung in Zukunft doch bitte den vollständigen Namen unseres Vereins zu verwenden, der da angeblich lautete: ZSG Glück Auf Kaiserode-Tiefenort. Den Gegenvorschlag der FUWO-Redaktion, sich stattdessen doch lieber in eine schnöde “ZSG Tiefenort” umzubenennen, konterten die gewohnt sturen Kalikumpel 1963 dann mit einer der bekanntesten und originellsten Vereinsbezeichnungen im ostdeutschen Fußball: Betriebssportgemeinschaft Aktivist Kali Werra Tiefenort. Kurz und knackig!

    Quelle: https://www.facebook.com/FSVKaliWerraTiefenort

    1949     gegründet als SG Glückauf Kaiseroda

    Der FSV hatte seinen Ursprung in der Sportgemeinschaft Glückauf Kaiseroda. Der kleine Ort Kaiseroda liegt zwei Kilometer von Tiefenort entfernt.

    1950 – Umbenennung in BSG Aktivist Kaiseroda-Tiefenort

    Die Elf spielte ab 1949 in der Landesklasse Thüringen (SBZ) und stieg 1952 als Thüringer Landesmeister in die zweithöchste Spielklasse DDR-Liga auf. Dort trat man unter dem Namen BSG Aktivist Kaiseroda-Tiefenort an. Die Bezeichnung „Aktivist“ weist darauf hin, dass das Kalikombinat Werra als Trägerbetrieb auftrat, der die BSG finanzierte und den Spielern Arbeitsplätze bot.

    1956 – Umbenennung in BSG Aktivist Kali Werra Tiefenort

    Um dies noch deutlicher werden zu lassen, wurde der Name der Gemeinschaft später in BSG Aktivist Kali Werra Tiefenort umgewandelt. Die Mannschaft konnte sich nur eine Saison in der DDR-Liga halten und stieg als Vorletzter in die Bezirksliga Suhl ab. Mit einem dritten Platz qualifizierte sich Kali Werra 1958 für die auf fünf Staffeln erweiterte II. DDR-Liga und wurde damit drittklassig.

    1963 – Umbenennung in BSG Kali Werra Tiefenort

    Als 1963 die II. Liga abgeschafft wurde, spielte Kali Werra wieder in der Bezirksliga. Man blieb zwar drittklassig, hatte es aber mit unattraktiveren Gegnern zu tun. Der Gewinn der Bezirksmeisterschaft 1968 berechtigte erneut zum Aufstieg in die DDR-Liga, womit die Mannschaft nach sechzehn Jahren wieder zweitklassig war. Unterbrochen von zwei Abstiegen 1973 und 1985, denen jeweils der sofortige Wiederaufstieg folgte, behaupteten sich die Kalikumpel bis zum Abstieg 1988 in der zweithöchsten DDR-Fußballklasse. Die beste Platzierung erreichten sie 1977 und 1980 mit einem dritten Rang.

    Wendezeit

    Mario Katzmann

    Mario Katzmann war 23 Jahre alt, als sich sein Leben radikal änderte. Vor der Wende schlecht, nach der Wende gut? So einfach ist es nicht. Katzmann arbeitete täglich fünf Stunden im Bergwerk Merkers und fuhr danach zum Training bei Zweitligist Kali Werra Tiefenort, wo er ebenfalls Geld verdiente. Mit 1200 Ost-Mark lag er im Einkommensdurchschnitt. „Es ging mir gut“, sagt er.

    https://www.hersfelder-zeitung.de/sport/lokalsport/fussballer-mario-katzmann-neugier-war-staerker-als-zukunftsangst-13440292.html (Hersfelder Zeitung / 15.01.20)

    Wie ein hessischer Dorfverein von der Wende profitierte (08.11.19 / Jonas Schulte / hessenschau.de)

    Nur selten schaffen es Dorfvereine auf die große Fußballbühne. Der SV Asbach legte einst einen fulminanten Aufstieg hin – der Mauerfall vor 30 Jahren und ein Lebensmittel-Unternehmen machten es möglich.

    https://www.hessenschau.de/sport/fussball/mit-ost-importen-in-die-oberliga-wie-ein-hessischer-dorfverein-von-der-wende-profitierte,asbach-wende-100.html

    1990 – Umbenennung in FSV Kali Werra Tiefenort

    Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde es in Ostdeutschland wieder möglich, bürgerliche Vereine zu gründen. 1990 nutzten dies die Fußballer der bisherigen BSG und gründeten den FSV Kali Werra Tiefenort. Im Anschluss an den fünften Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse verpasste der Verein 1991 als Vorletzter der NOFV-Liga die Qualifikation für die neu geschaffene NOFV-Oberliga Süd. Durch die Übernahme der Spielordnung des DFB in den neuen Bundesländern war Kali Werra nun nur noch viertklassig.

    Nach einem weiteren Abstieg im Folgejahr gelang 1995 die Rückkehr in die mittlerweile fünftklassige Thüringenliga, in der Tiefenort bis 2000 spielte. Ein abermaliger Doppelabstieg spülte den Verein in die Niederungen der inzwischen achtklassigen Bezirksliga.

    SG Tiefenort/Frauensee – SG FSV Kali Werra Tiefenort

    Inzwischen spielt der Verein unter der Bezeichnung SG Tiefenort/Frauensee in einer Spielgemeinschaft mit dem SV 1930 Frauensee. 2012 stieg man in die neuntklassige Kreisliga Bad Salzungen ab.

    Besondere Spiele

    1968: Dynamo erstmals in Schwarz und Gelb

    Anfang August laufen die Dynamos in der Liga-Staffel Süd noch dreimal in weinrot-weißer Spielkleidung auf. Im zweiten Heimspiel gegen Aktivist Kali Werra Tiefenort tragen sie am 8. September 1968 erstmals schwarze Hosen und gelbe Trikots. Den Spielern wird der Farbwechsel von der Vereinsführung so verkauft: „Wir sind jetzt der Schwerpunktclub in Dresden, da müsst ihr auch in den Stadtfarben spielen!“ Schon die Premiere im neuen Outfit glückt, Dynamo gewinnt vor 9500 Zuschauern gegen Tiefenort mit 4:0. Mittendrin stürmt ein junger Görlitzer in seinem allerersten Pflichtspiel für die 1. Mannschaft: Hans-Jürgen Dörner. 17 Jahre ist „Dixie“ erst alt, der jüngste von vier fußballverrückten Brüdern.

    https://www.sportbuzzer.de/artikel/wie-dynamo-dresden-in-schwarz-und-gelb-in-die-ddr-oberliga-zuruckkehrte/

    https://www.dynamo-dresden.de/verein/news/newsdetails/du-hast-hinten-drin-nichts-zu-suchen.html

    1991: Finale in der DDR-Liga

    … das thüringische Tiefenort an, wo sich die Rot-Weißen am letzten Spieltag der Spielzeit 1990/91 mit einem 9:0 bei Kali-Werra noch an Erzrivale Wismut Aue (siegte zeitgleich 4:1 gegen Weimar) vorbeischoben und mit der um ein Tor besseren Differenz den Staffelsieg sowie die damit verbundene Qualifikation zur 2. Bundesliga sicherten.

    https://www.fsv-zwickau.de/index.php/verein/mit-dem-zug-durch-unsere-geschichte/2096-fuenfter-halt-tiefenort

    „Rivalität Aue und Zwickau. Früher ein normales Lokalderby zweier BSG-Mannschaften. Meist waren die Auer erfolgreicher. Der zweite Knackpunkt war der endgültige Auslöser der Feindschaft. 22.05.1991, vorletzter Spieltag: Zwickauer Chaoten verderben die Aufstiegsträume der Auer (Spielabbruch beim Stande von 4:1 für Aue). Das Spiel wird am grünen Tisch mit 4:1 für Aue gewertet. Aue führte somit vor dem letzten Spieltag durch das mit 5 Toren bessere Torverhältnis. Aue siegte im letzten Spiel gegen Weimar mit 4:1 und Zwickau mit exakt dem Resultat was zum “geschenkten” 1. Platz reichte, nämlich 9:0 bei Kali Werra Tiefenort!

    https://www.block-a.de/main.php?module=cms&c=cms&artid=64

    Wichtige Namen / Helden

    Lutz Otto

    Lutz Otto begann seine Laufbahn als Fußballspieler beim DDR-Ligisten Kali Werra Tiefenort.

    Auf internationaler Klubebene absolvierte Lutz Otto mit dem FC Vorwärts die UEFA-Cup-Spiele gegen Werder Bremen, Nottingham Forest und dem VfB Stuttgart. Die Saison 1977/78 beendete Vorwärts Frankfurt als Absteiger. Daraufhin musste Otto für ein Jahr in der zweitklassigen DDR-Liga spielen, es gelang ihm mit seiner Mannschaft aber der sofortige Wiederaufstieg. Im Gegensatz zu 1976 stand Otto 1981 mit der Vorwärts-Elf im Pokalendspiel, doch wie 1976 unterlag der FCV im Berliner Stadion der Weltjugend abermals dem 1. FC Lokomotive Leipzig, diesmal mit 1:4. Otto spielte Rechtsaußenstürmer. Seine beste Oberligaplatzierung erreichte er mit Frankfurt im Jahr 1983 als Vizemeister hinter dem BFC Dynamo.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Lutz_Ottohttps://www.moz.de/landkreise/oder-spree/frankfurt-oder/artikel9/dg/0/1/102971/

    „…Jahren erblickte der vielleicht beste Fußballer, den das Tiefenorter Kaffeetälchen je hervorgebracht hat, das Licht der Welt! Eine Legende des DDR-Fußballs! Bekannt waren seine Frisur und seine wunderbar geformten Beine. Landesweit berühmt machte ihn sein sensationeller Übersteiger-Trick! Ein toller Sportsmann, der mit dem FC Vorwärts Frankfurt mehrfach das DDR-Pokalfinale und den Europapokal erreichte, bevor er zum Ende seiner Karriere zu Kali-Werra zurückkehrte. Lieber Lutz, du fehlst!“

    Sportliche Bilanz

    SaisonLigaSpieleSiegeRemisVerl.Tore+ / –PunkteLigaplatz
    SG Glückauf Kaiseroda        
    1948/49Landesklasse Thüringen Staffel 31464427:18(+9)16:123. (8)
    1949/50Landesklasse Thüringen Staffel 124941148:46(+2)22:268. (13)
    BSG Aktivist Kaiseroda-Tiefenort        
    1950/51Landesklasse Thüringen26134950:41(+9)30:225. (14)
    1951/52Landesklasse Thüringen26173663:36(+27)37:151. (14)
    1952/53DDR-Liga Staffel 124281430:61(-31)12:3612. (13)
    1953/54Bezirksliga Suhl22123766:42(+24)27:172. (12)
    1954/55Bezirksliga Suhl22123756:38(+18)27:175. (12)
    1955 (ÜR)Bezirksliga Suhl1344318:18012:104. (12)
    1956Bezirksliga Suhl26144855:42(+13)32:204. (14)
    1957Bezirksliga Suhl26155662:39(+23)35:173. (14)
    19582.DDR-Liga Staffel 526117850:49(+1)29:234. (14)
    19592.DDR-Liga Staffel 5261010644:38(+6)30:225. (14)
    19602.DDR-Liga Staffel 5261141148:50(-2)26:266. (14)
    1961/622.DDR-Liga Staffel 5391581668:59(+9)38:405. (14)
    1962/632.DDR-Liga Staffel 526153858:35(+23)33:194. (14)
    1963/64Bezirksliga Suhl Staffel 2282062101:23(+78)46:101. (15)
    Entscheidungsspiele der Staffelsieger um die Bezirksmeisterschaft: BSG Kali Werra Tiefenort – BSG Empor Ilmenau  2:0, 0:3
    1964/65Bezirksliga Suhl Staffel 226212387:26(+61)44:83. (14)
    1965/66Bezirksliga Suhl Staffel 226186273:21(+52)42:101. (14)
    Entscheidungsspiele der Staffelsieger um die Bezirksmeisterschaft:BSG Kali Werra – BSG Motor Mitte Suhl  2:1, 1:0
    1966/67Bezirksliga Suhl (eingleisig)26185375:21(+54)41:111. (14)
    1967/68Bezirksliga Suhl262204109:21-8844:81. (14)
    BSG Aktivist Kali Werra Tiefenort        
    1968/69DDR-Liga Staffel Süd30971439:43(-4)25:3513. (16)
    1969/70DDR-Liga Staffel Süd30138932:37(-5)34:264. (16)
    1970/71DDR-Liga Staffel Süd308101232:47(-15)26:3410. (16)
    1971/72DDR-Liga Staffel E22831131:42(-11)19:258. (12)
    1972/73DDR-Liga Staffel E22561121:35(-14)16:2811. (12)
    1973/74Bezirksliga Suhl26215081:8(+73)47:51. (14)
    1974/75DDR Liga Staffel E22841032:36(-4)20:249. (12)
    1975/76DDR Liga Staffel E2249925:33(-8)17:2710. (12)
    1976/77DDR Liga Staffel E22135436:18(+18)31:133. (12)
    1977/78DDR Liga Staffel E2289533:25(+8)25:195. (12)
    1978/79DDR Liga Staffel E22116536:21(+15)28:164. (12)
    1979/80DDR Liga Staffel E22117434:23(+11)29:153. (12)
    1980/81DDR Liga Staffel E2279640:35(+5)23:214. (12)
    1981/82DDR Liga Staffel E2286826:21(+5)22:226. (12)
    1982/83DDR Liga Staffel E22711426:15(+11)25:197. (12)
    1983/84DDR Liga Staffel E22107525:19(+6)27:175. (12)
    1984/85DDR Liga Staffel B34781929:54(-25)22:4617. (18)
    1985/86Bezirksliga Suhl30235284:16(+68)51:91. (16)
    1986/87DDR Liga Staffel B348101632:47(-15)26:4215. (18)
    1987/88DDR Liga Staffel B348101640:56(-16)26:4217. (18)
    1988/89Bezirksliga Suhl30242489:24(+65)50:102. (16)
    1989/90Bezirksliga Suhl30224294:12(+82)48:81. (16)
    FSV Kali Werra Tiefenort        
    1990/91DDR Liga Staffel B30751838:90(-52)19:4115. (16)
    1991/92Landesliga Thüringen32462222:63(-41)14:5016. (17)
    1992/93Bezirksliga Südthüringen26172759:35(+24)36:162. (14.)
    1993/94Bezirksliga Südthüringen26144880:40(+40)32:204. (14)
    1994/95Bezirksliga Südthüringen262141101:24(+77)46:61. (14)
    1995/96Landesliga Thüringen301191055:67(-12)428. (16)
    1996/97Landesliga Thüringen30157852:48(+4)525. (16)
    1997/98Landesliga Thüringen301161338:45(-7)3910. (16)
    1998/99Landesliga Thüringen30129946:29(+17)457. (16)
    1999/00Landesliga Thüringen28761543:59(-16)2713. (15)
    2000/01Landesklasse Thüringen Staffel West3210101263:66(-3)4013. (17)
    2001/02Bezirksliga Staffel 13050:50399. (16.)
    2002/03Bezirksliga Staffel 1281071141:49(-8)378. (15)
    2003/04Bezirksliga Staffel 110.
    2004/05Bezirksliga Staffel 19.
    2005/06Bezirksliga Staffel 19.
    2006/07Bezirksliga Staffel 19.
    2007/08Bezirksliga Staffel 15.
    2008/09Bezirksliga Staffel 111.
    2009/10Bezirksliga Staffel 18.
    2010/11Regionalklasse Staffel 79.
    2011/12Regionalklasse Staffel 730432328:73(-45)1516. (16)
    2012/13Kreisliga Region Bad Salzungen10.
    2013/14Kreisliga Staffel 2       1.
    2014/15Kreisoberliga Westthüringen14.
    2015/16Kreisoberliga Westthüringen8.
    2016/17Kreisoberliga Westthüringen26062020:71(-51)614. (14)
    2017/18Kreisliga Staffel 214.
    2018/19Kreisliga Staffel 211.
    2019/20Kreisliga Staffel 2

    Danke

    Musik

    Wir danken Broke For Free für den Song „Night Owl“ (https://freemusicarchive.org/music/Broke_For_Free/Directionless_EP/Broke_For_Free_-_Directionless_EP_-_01_Night_Owl), der aufgrund der Lizens CC BY 3.0 | https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/ im Podcast verwendet wird.

    Ebenfalls danken wir Cambo für ihren Song „Coffee“ (https://www.freemusicarchive.org/music/Cambo/Chilled_Beats), der aufgrund der Lizens CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ im Podcast verwendet wird.

    O-Töne im Intro

    Interview von www.torgranate.de: Mike Lindemann (Hohenroda) im “Kaffeetälchen” https://www.youtube.com/watch?v=Gw32lMNDCwY

    DFB: Die fairsten Fußballer Deutschlands
    https://www.youtube.com/watch?v=jwNhmwptIGs

    Bert Wilhelm: Kali Werra Oldiespiel

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    #80 | Oberliga-Träumereien

    28 Mai 2020
    01:03:16

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    Thema der Episode

    In welcher Konstellation sich die Oberliga in der kommenden Saison zusammensetzt, ist derzeit noch unklar. Während die Vereine FSV 63 Luckenwalde, TV Askania Bernburg und VfL Hohenstein-Ernstthal die fünftklassige Liga verlassen, stehen im Moment nur die Vereine FC Rot-Weiß Erfurt und SV Blau-Weiß Zorbau als voraussichtliche Liganeulinge fest. Während mit dem SV Einheit Kamenz der Aufstiegskandidaten aus Sachsen seine Teilnahme abgesagt hat, ist die Situation in der Thüringer Verbandsliga schwierig. Der Spitzenreiter FC An der Fahner Höhe und die viertplatzierte BSG Wismut Gera haben gegenüber dem NOFV eine Meldung abgegeben. Ob allerdings überhaupt einer der beiden Verbandsligisten aus dem Freistaat aufsteigen darf und will, ist noch ungewiss. Doch allein die theoretische Möglichkeit sowie die voraussichtliche Liga-Zusammensetzung sorgen für wilde Träume. Mit BSG-Spieler Raphael Börner sowie den langjährigen Fans Calli und Remmidemmi wagen wir in der 80. Ausgabe des Podcasts einen Ausblick in die Saison 2020/21.

    Links und Informationen zum Podcast

    Corona

    Situation in Gera

    Stand vom 26. Mai 2020: positiv getestete Personen 226 (+6), genesene Personen 166 (+/- 0), verstorbene Personen: 11, aktive Fälle: 49 (+6)

    https://corona.thueringen.de/bulletin

    “Grundsätzlich verstehe ich Menschen, die sich Gedanken darüber machen: Was passiert gerade mit unserer Demokratie”, betonte Vonarb. “Ich verstehe aber zum jetzigen Zeitpunkt die Kritik in ihrer Massivität nicht mehr, angesichts der vielen Lockerungen, die es inzwischen gibt und die in den nächsten Tagen und Wochen weiter geplant sind.”

    https://www.sueddeutsche.de/politik/demonstrationen-gera-vonarb-beschraenkungen-in-der-corona-pandemie-waren-richtig-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200516-99-78590

    Situation bei der BSG Wismut Gera

    „… kann unter strengen Auflagen wieder trainiert werden. Den Anfang machten unsere D1-Junioren, welche mit ihrem Übungsleiter André Fischer ein vorbildliches Training absolvierten.“

    ++ DANKE ++Seit gestern kann unter strengen Auflagen wieder trainiert werden.Den Anfang machten unsere D1-Junioren,…

    Gepostet von BSG Wismut Gera e.V. am Montag, 25. Mai 2020

    Fußball in Thüringen

    #78 | Die Stimmen zur Verbandsentscheidung

    https://podcast.brennpunkt-orange.de/78-die-stimmen-zur-verbandsentscheidung/

    #79 | Hoffnung auf einen Dialog

    https://podcast.brennpunkt-orange.de/79-hoffnung-auf-einen-dialog/

    Standpunkt des KFA Nordthüringen

    Grundsätzlich ergibt sich im KFA Nordthüringen nur noch wenig Vertrauen in die Arbeit des Jugendausschusses des Landes. Hier ist unbedingt Klarheit zu schaffen

    Grundsätzlich wird eine Fortführung der Saison einhellig befürwortet. Damit wird eine sportliche Lösung geschaffen, wie sie in Satzung und Ordnungen dargestellt ist.

    Damit wird für die laufende Saison ein sportlich fairer Abschluss geschaffen. Weiterhin bringt es Spielräume für zu erwartende weitere Störungen durch Corona oder andere Probleme.

    Alle berechtigten Bedenken müssen schnellstmöglich gesammelt und Lösungsmöglichkeiten erarbeitet und vorgeschlagen werden, um Klarheit über die Art und Weise der Weiterführung zu schaffen.

    … muss endlich bei allen Beteiligten klar sein, dass Abstimmungen ohne eine grundlegend neue Ausgangslage nicht ständig wiederholt werden können, nur weil man unterlegen ist. Gefasste Beschlüsse sind durch alle umzusetzen, sonst erfolgt eine Schädigung des Ansehens des TFV.

    Sollte eine Entscheidung hinsichtlich eines Abbruches der Saison getroffen werden, kann es keine Auf- UND Absteiger geben. Entscheidungen am Grünen Tisch müssen vermieden werden.

    Zum Problem im Nachwuchsbereich: Eine Abtrennung der Saison im Nachwuchs von der restlichen Saison ist nirgendwo in Satzung und Ordnungen vorgesehen und technisch unmöglich. Ein Chaos in allen Bereichen des Spielbetriebes wäre die Folge.

    http://www.ntkfa.de/downloads/news/2020-05-22_StandpunktSaison2.pdf

    Oberliga

    Saison 2019/20

    Süd: Luckenwalde steigt auf

    „Die Saison wird nach dieser Variante am 30.06.2020 offiziell beendet. Bis dahin werden keine Meisterschaftsspiele mehr durchgeführt.“

    Die Abschlusstabelle wird mit Hilfe des berühmten „Quotienten“ ermittelt. Derzeit liegt der FSV auf dem 2. Tabellenplatz der Oberliga Süd des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) mit 41 Punkten aus 17 Spielen (Quotient: 2,4112). Spitzenreiter der Oberliga Süd ist die zweite Mannschaft des FC Carl Zeiss Jena mit 43 Zählern aus 18 Punktspielen (Quotient: 2,3889). „Aufgrund der Aufstiegsregelung für Zweite Mannschaften (FC Carl Zeiss Jena II) und des großen Abstandes zum Drittplatzierten aus Rudolstadt wäre nach diesem Modell der FSV Luckenwalde in der kommenden Saison spielberechtigt für die Regionalliga.

    … es soll keine Absteiger aus der Oberliga geben.“

    Nord: Tebe?

    „Die Situation in der Staffel Nord stellt sich enger dar: TeBe Berlin (19 Spiele, 47 Punkte = Quotient 2,47) steht nur knapp vor dem Greifswalder FC (18 Spiele, 42 Punkte = Quotient 2,33). Doch nach Angaben beteiligter Vereine steht hier auch eine andere Lösung im Raum – etwa ein Ausspielen der Aufstiegsplätze unter den Vereinen, die Ambitionen auf die Regionalliga angemeldet hatten.“

    https://www.kicker.de/775502/artikel/oberliga_nofv_nord_sued_saison_soll_abgebrochen_werden

    Saison 2020/21

    Bischofswerda bleibt in der Regionalliga

    „Dementsprechend planen wir auch für die bevorstehende Spielzeit 2020/2021, in der Regionalliga Nordost anzutreten. Dies gilt sowohl für unsere 1. Männermannschaft als auch für unsere Frauenmannschaft. Voraussetzung ist selbstverständlich die Spielgenehmigung durch den NOFV. An der finanziellen Absicherung des Spielbetriebes für beide Vertretungen wird intensiv gearbeitet, auch wenn die Situation, bedingt durch die „Corona-Krise“, für unseren Verein eine große Herausforderung darstellt. Mit der Planung für die Regionalliga sind wir uns auch der hohen Verantwortung, die Regionalliga für die Oberlausitz im Männer- und Frauenfußball zu erhalten, bewusst.“

    https://www.bfv08.de/Planungssicherheit-fr-die-meisten-Vereine.1003-1.htm?z=index.htm

    Aufsteiger aus den Ländern?

    In welcher Konstellation sich die Oberliga in einer kommenden Saison zusammensetzt, ist derzeit aufgrund der unklaren Situationen in den anderen Landesverbänden (Thüringen möchte die Saison sportlich beenden) und den Ligen (3. Liga und Regionalliga) oberhalb der Oberliga unklar.

    Sachsen-Anhalt: Bernburg will runter, Zorbau will rauf

    „So hat der bisherige Oberligist Askania Bernburg bereits bekundet, künftig in der Verbandsliga zu spielen. Bernburgs Platz wird wohl Zorbau einnehmen.“

    Zwar sind die Blau-Weißen bei Saisonabbruch nur Tabellenzweiter. Doch Primus Romonta Amsdorf hat keine Ambitionen, in die Oberliga aufzusteigen. Lediglich Zorbau und Einheit Wernigerode hatten bei einer Befragung Interesse gezeigt.

    https://www.mz-web.de/salzlandkreis-sport/-aufstieg-ohne-titel-nichts-wahres–fussballer-und-fans-hadern-mit-saisonabbruch-36717804

    Kamenz meldet aber steigt nicht auf

    Trainer Frank Rietschel: „Wir haben für die Oberliga gemeldet, aber das war vor der Corona-Pandemie. Unser Statement war immer, dass wir keinerlei finanzielle Risiko eingehen werden. Sportlich wollen wir Trainer sowie unsere Spieler unbedingt aufsteigen. Finanziell kann ich das aktuell nicht beurteilen. Eine Aussage dazu kann nur unser Präsident tätigen. Für die Mannschaft steht jetzt erst einmal die Frage, ob und wie es sportlich weitergeht.“

    https://www.sportbuzzer.de/artikel/einheit-kamenz-trainer-frank-rietschel-meister-landesliga-sachsen-nofv-oberliga/

    Präsident Thorsten Edelmann: „Wir bleiben definitiv in der Landesliga. Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, weil die Jungs bisher eine überragende Serie gespielt und elf Punkte Vorsprung auf den Zweiten haben. Aber wir müssen die rund 650 Mitglieder im Auge behalten und wissen auch, dass die Corona-Krise finanzielle Auswirkungen im Verein haben wird.“

    https://www.sportbuzzer.de/artikel/sv-einheit-kamenz-prasident-thorsten-edelmann-bestatigt-aufstiegsverzicht/

    MDR: Rot-Weiß Erfurt plant für die Oberliga

    „Von der Regionalliga in die Oberliga, vom Steigerwaldstadion auf einen Sportplatz: Rot-Weiß Erfurt zieht ins Stadion an der Grubenstraße – nur wichtige Spiele sollen noch im Steigerwaldstadion ausgetragen werden.“

    „Für den Spielbetrieb in der Oberliga sucht der insolvente FC Rot-Weiß Erfurt einen Sponsor. Doch was passiert, wenn sich kein Geldgeber findet? Für diesen Fall soll es einen “Plan B” geben.“

    https://www.mdr.de/sport/fussball_rl/trotz-weiterer-insolvenz-rot-weiss-erfurt-plant-fuer-die-oberliga-100.html

    Bewerbungen für Oberliga – Spieljahr 2020/21

    Für die Teilnahme am Spielbetrieb der Oberliga Saison 2020/21 haben u.a. folgende Vereine die Bewerbungsunterlagen fristgerecht eingereicht:

    FC Carl Zeiss Jena – FC Einheit Rudolstadt – FSV Martinroda – FSV Wacker 90 Nordhausen – FC Rot-Weiß Erfurt – FC An der Fahner Höhe (Thüringen) – BSG Wismut Gera (Thüringen)

    https://www.nofv-online.de/index.php/aktuelles-leser-114/bewerbungen-fuer-die-regionalliga-nordost-und-oberliga-spieljahr-2020-21.html

    Der Amateurfußball

    Persönliches Statement des Vorstandsvorsitzenden Peter Janeck

    Fußball ist das Spiel des Geldes – Eindrücke, die nachdenklich machen

    Eine Währung, mit der beim Sponsoring bezahlt wird, ist Reichweite überregional nach außen und professionell arbeitende Verantwortliche in einem Verein. Wer keine Reichweite in der Öffentlichkeit und in andere Regionen nachweisen kann wird in der Regel durch das Raster fallen.

    So eine Reichweite kann sich für jeden der Beteiligten positiv auswirken. Zum einen zeigt man sich als Verein selbst, zum anderen hat man durch eine geschickte Sponsoren-Integration die Chance, die generierte Reichweite seinen Partnern und Sponsoren als Sponsoring-Leistung anzubieten.

    Durch die Einstellung des sportlichen Lebens und die Schließung sämtlicher Sport, Spiel- und Freizeitanlagen in der derzeitigen Situation durch die Corona-Pandemie sind sämtliche Betätigungen eingestellt und deren finanzielle Einnahmemöglichkeiten sind schlagartig weggebrochen. Das gilt ebenso für den BSC Süd 05.

    Der Fußball von heute ist nicht mehr der, mit dem viele Fans aufgewachsen sind. Alles ist größer, bunter, lauter – und nicht zuletzt teurer. Sicherlich verdienen die Vereine mit den Mitgliedsbeiträgen, Eintrittsgeldern und nicht zuletzt mit den Sponsoren Geld, doch für mich als BSC Süd Präsident hinterlässt ein anderer Gedanke und meine Erfahrungen aus vielen Treffen und Gesprächen einen faden Beigeschmack.

    Fußball und Sponsoring, das über viele Jahre eine erfolgreiche Verbindung für beide Seiten war, scheint heute nicht mehr so gesehen zu werden. In der Stadt Brandenburg sind große Investoren und sogar weltweit agierende Firmen seit vielen Jahren ansässig. Neue Firmen kommen immer wieder hinzu, welche Brandenburg als guten Wirtschaftsstandort sehen. Diese werden von der Stadt und deren Vertreter gefördert und erhalten Vorzüge, die sie gerne nutzen. Es werden viele Gelder gespart, Verbindungen und Bekanntschaften ausgenutzt, alle steuerliche Vorteile zum eigenen Zweck genutzt und gute Baugrundstücke erworben, auf denen riesige Firmen entstehen.

    Wenn ich nun als Vorstandsvorsitzender eines ansässigen Vereins an diese Firmen herantrete und Gespräche führe, sprechen sich all diese Firmen gegen ein größeres Engagement in einem Verein aus. Nur ausgewählte Großveranstaltungen werden in dieser Stadt finanzkräftig unterstützt. An die Türen dieser Firmen und Vertreter brauche ich nicht klopfen. Es ist müßig und anstrengend immer an geschlossenen Türen zu stehen. Eigennützigkeit steht dort vor sozialem Einsatz in der Stadt. Diese Dinge machen es mir schwer, an engagierte potenzielle Sponsoren heranzutreten, denn dadurch wird mir bewusst, jeder von Ihnen ist sich selbst der Nächste.

    Unser Sportplatz gehört der Firma ZF. Das heißt, dass wir fast sämtliche Investitionen eigenständig finanzieren müssen, da die Stadt nur kommunale Sportanlagen finanziell fördert oder auch wie den Sportplatz Wiesenweg oder das Quenz-Stadion selbst betreibt. An unseren Betriebskosten beteiligt sich ZF zumindest zur Hälfte. Doch das ist natürlich aus unserer Sicht viel zu wenig.

    Es ist schon länger abzusehen das es genau aus diesen Gründen nicht mehr richtig weitergeht. Es gibt keinen Erfolg mehr um jeden Preis. Hier muss ich mich mit dem Gedanken befassen, dann die Abmeldung der Männer aus der Oberliga zu vollziehen. Das heißt, dass es in Brandenburg keinen Verein mehr geben wird, der unsere Stadt überregional im hochwertigen Amateurfußball vertritt.

    Die Jugend rückt somit in den Vordergrund. Der BSC Süd 05 wird sich deshalb auf neue Beine stellen müssen. 115 Jahre nach seiner Vereinsgründung kann dann nur noch die Prämisse sein, die sportlichen Zielsetzungen neu auszurichten und mit der Abmeldung der Ersten Mannschaft vom aktiven Spielbetrieb der Oberliga ein selbstbewusstes Zeichen in die ganze Region zu setzen.

    Die Jugendarbeit, schon immer eine Domäne des Vereins, muss nun in den Mittelpunkt der Vereinsarbeit rücken. Ich werde so dem „bezahlten Amateur-Fußball bis hin in die untersten Spielklassen“ eine klare Absage erteilen. Ich werde nichts schönreden und mache kein Geheimnis daraus, dass der regionale Fußball, den man den Zuschauern und Spielern in den letzten Jahren geboten hat, den Verein in den letzten Jahren finanziell gefordert und personell überfordert hat. Ich sehe unter den finanziellen Voraussetzungen, die der Verein derzeit hat, keinen Sinn darin, krampfhaft einem weiteren Bestehen der aktiven Mannschaft hinterher zu laufen und horrende Gehälter für Spieler zu zahlen. Diese sind in den letzten Jahren so in die Höhe gestiegen, dass ich persönlich nicht mehr gewillt bin, diese Gelder zu zahlen. Selbst in den untersten Spielklassen scheint es nur noch „mit Geld“ zu gehen, die emotionale Bindung an die Vereine scheint in vielen Fällen keine Rolle mehr zu spielen. Alle vorhandenen finanziellen und personellen Mittel wurden bisher dem untergeordnet und alles andere blieb oft außen vor. Wir müssen nun die verbliebenen Mittel bewusst wieder auf die Jugendarbeit konzentrieren. Jedes Kind muss künftig wieder in jeder Altersstufe die Möglichkeit haben, beim BSC Süd 05 Fußball spielen zu können. Es macht mich sehr traurig, dass diese guten Voraussetzungen unserer Plätze und Einrichtungen, die wir als Verein und ich als Präsident in den letzten Jahren geschaffen haben nicht mehr für den hochwertigen überregionalen Fußball genutzt werden können. Wir werden damit ein Ausbildungsverein für zukünftige gute Spieler sein, die dann nur noch in anderen Städten, Regionen, Vereinen und Ligen spielen werden.

    Eines möchte ich aber als sehr positiv hervorheben. Es gibt in unserer Stadt Brandenburg so viele kleine Firmen und Unterstützer, die seit vielen Jahren alles geben, was möglich ist, um unseren gemeinnützigen Sportverein, als auch freiberufliche Trainerinnen und Trainer, die diese Tätigkeit als ehrenamtliche Helfer unseres Vereins betreiben, mit zu tragen und zu unterstützen. Dafür gebührt all denen, die sich in diesen Zeiten für unseren Verein eingesetzt haben unser allergrößter Dank.

    In den 6 Jahren als Präsident des BSC Süd 05 habe ich in den letzten Jahren viel Kraft, Zeit, Anstrengungen und Geld in den Brandenburger Verein investiert. Wir hatten sportliche Entwicklungen nach oben und genauso nach unten landkreis- und regional. Ich habe immer versucht guten Fußballsport zu bieten und ehrgeizigen jungen Fußballern aus Brandenburg sowie der ganzen Region eine bestmögliche Plattform hierfür zu schenken. Das ein Rückzug aus dieser hochklassigen Amateurliga viele Schritte zurück bedeuten, ein Neuanfang über Jahre hinweg sehr schwer werden wird, ist mir selbst und allen hier bewusst.

    Demnach kann es nur einen Weg geben. Zurück zum authentischen Fußball und volle Konzentration auf die Jugend. Bei seinem Umbruch möchte ich dem BSC Süd 05 und allen Mitgliedern, ehrenamtlichen Helfern und Sponsoren und Förderern der letzten Jahren DANKEN.

    Bisher war es immer mein Anspruch mit unserem Verein erfolgreich zu sein und höhere Ziele anzustreben. Aus diesem Bewusstsein heraus habe ich bis heute trotz aller Anstrengungen und Widrigkeiten meine ganze Kraft in die Sache gesteckt, den Verein weiterzuentwickeln. In vielen kleineren Städten und deren Vereinen ist die Hilfsbereitschaft und der Einsatz von Sponsoren um vieles höher.

    Das geringe Engagement von vielen Firmen in Brandenburg hat vor allem dazu geführt, meine zukünftige Führungsverantwortung im Verein nicht mehr weiterzuführen, denn dies entspricht nicht dem Anspruch an mich selbst und dem Verständnis für Anerkennung.

    Es muss etwas geändert werden, damit es weiter gehen kann!

    Peter Janeck (Vorstandsvorsitzender BSC Süd 05 e.V.)

    Süd Feuer!

    https://www.bsc-sued-05-fussball.de/reader-nachrichten-verein/persoenliches-statement-des-vorstandsvorsitzenden-peter-janeck.html

    BSG: Präsident Frank Neuhaus bezieht Stellung

    Frank Neuhaus: „Wenn schon die Vereine mitentscheiden sollen wie es weitergeht, muss man ihnen auch die dafür nötige Zeit zur Entscheidungsfindung lassen. So völlig überstürzt und kopflos zeigt uns eigentlich die Misere im Amateurbereich! Ich hätte mir prinzipiell jetzt, in der Fußballfreien Zeit durch Corona, wo wirklich viel Zeit für alle Akteure auf und neben dem Platz ist eine Diskussion über die Werte und dessen Umsetzung im Amateurbereich gewünscht. Hier haben wir eine große Chance vertan um eventuell über Neuausrichtungen nachzudenken. Wie z.B. Obergrenzen bei Aufwandsentschädigungen und Amateurverträgen in den verschiedenen Spielklassen der Oberliga, Thüringenliga usw.“

    http://www.wismutgera.de/eznews.php?news=1246962416&nummer=1588873935

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    #79 | Hoffnung auf einen Dialog

    14 Mai 2020
    01:28:37

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    Thema der Episode

    Historisches passiert derzeit im Thüringer Fußball. Der Beschluss des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) die Saison 2019/2020 nach dem Sommer fortzuführen, verursacht heftigen Widerstand. Erstmals gibt es eine Online-Petition mit der Forderung die Saison abzubrechen und diese stößt mit über 2220 Unterschriften auf breite Zustimmung. Die aktuelle Situation sollte im Podcast-Format „FuPaFunk“ gemeinsam mit dem TFV besprochen und diskutiert werden. Leider blieb die Anfrage an den TFV-Pressesprecher und die -Geschäftsstelle unbeantwortet. So konnte der Wunsch vieler Fußballer und Eltern nach einem Dialog mit den Verbandsverantwortlichen zumindest in diesem Podcast nicht erfüllt werden. Doch auch ohne Verband diskutierten Tobias Busse (Trainer des Thüringenligisten FC An der Fahner Höhe). Marco Nagy (Abteilungsleiter beim SV Jena-Zwätzen), Jan Genseke (Vorstandmitglied bei der BSG Wismut Gera) und Felix Böhm (Redakteur bei FuPa Thüringen) die Entscheidung des Verbandes und deren Folgen aus unterschiedlichen Perspektiven.

    Links und Zitate zum Podcast

    Grundsätzlich Fußball und Corona

    Rolle des Fußballs und der Verbände in der Corona-Krise

    DFL: Die Bilder von Salomon Kalou aus der Kabine von Hertha BSC sind absolut inakzeptabel. Hierfür kann es keine Toleranz geben – auch mit Blick auf Spieler und Klubs, die sich an die Vorgaben halten, weil sie die Ernsthaftigkeit der Situation erfasst haben.”

    https://www.kicker.de/775007/artikel/der_fall_kalou_wo_hertha_wirklich_die_vorgaben_missachtete

    Jens Lehmann: „Solange die Symptome nicht so schlimm sind, denke ich, müssen die Spieler damit zurechtkommen …  ich denke also, für junge, gesunde Menschen mit einem starken Immunsystem ist das keine so große Sorge … aber gefährdete Menschen müssen natürlich aufpassen. Es hilft wahrscheinlich auch, einigermaßen gesund zu leben.“

    Sportmediziner Bloch: Wir können nicht abschätzen, wie hoch die Gefahr tatsächlich ist.“- „Das betrifft wie gesagt nicht nur die Lunge, sondern das Herz kann auch durchaus betroffen sein.“- „Auch wenn jemand symptomlos ist, empfehlen wir zwei Wochen Pause.“- „Ich habe ein bisschen Angst davor, dass tatsächlich ein Spieler in diesem Spielbetrieb infiziert ist.“

    https://video.tagesspiegel.de/sportmediziner-bloch-fuhlt-sich-nicht-wohl-mit-liga-neustart.html?do=read

    Christoph Nowak, Erster Vorsitzender bei SSV Dillingen: „Es ist offensichtlich, dass die ALLESAMT ABSTIEGSGEFÄHRDETen 3. Liga-Vereine im Osten ihre Beziehungen zur Landes- und Kommunalpolitik nutzen möchten, um einen Saisonabbruch und somit den Klassenerhalt auf nichtsportlichem Wege zu schaffen. Dem muss meines Erachtens nach dringend Einhalt geboten werden, zur Not auch durch konsequenten Lizenzentzug. SV Waldhof Mannheim 07 möchte “am grünen Tisch” aufsteigen und dort wurde sogar gegen jegliche Moral das tragische Ableben eines Spielervaters dafür instrumentalisiert. Hier munkelt man in der Branche von einer anderen Todesursache genauso wie über die jünsten Infektionsvorgänge beim Tabellenletzten der 2.Bundesliga, der SG Dynamo Dresden , an die unbefleckte Empfängnis erinnern…

    Christoph Nowak, Erster Vorsitzender bei SSV Dillingen: „…mit welchen (politischen) Mitteln und Seilschaften so manche Vereine aus der 3. Liga, hier der FC Carl Zeiss Jena  die in sportlicher Not oder einer komfortablen Situation sind, auf einen Saisonabbruch hinarbeiten, ist meiner Ansicht nach schon sehr dreist und gegen jeden Fairplay-Gedanken! Die territoriale Ansiedlung der meisten besagten Vereine ist natürlich rein zufällig…

    Sportbild und SG Dynamo Dresden: “Diese Formulierung und die latenten Vorwürfe samt aller Verschwörungstheorien, wir wollten mit unserem Verhalten einen Saisonabbruch herbeiführen, sind stigmatisierend, erfunden und eine bodenlose Frechheit. Die Formulierung ‘Streik’ ist ein unglaublicher Skandal, weil wir als Mannschaft und alle, die Dynamo Dresden lieben, diffamiert werden.“

    “Wir halten fest: Für uns als gesamte Mannschaft stand in den vergangenen Wochen und Tagen ein Streik als Option niemals zur Diskussion – und wird es auch in Zukunft nicht sein, egal wie es für uns weitergeht.“

    “Kein einziger Spieler unserer Mannschaft hat sich leichtfertig mit dem Coronavirus infiziert, dafür legen wir als Mannschaft unsere Hände ins Feuer. Wer etwas anderes glaubt, sollte seine Moralvorstellung einmal ganz kritisch hinterfragen.”

    Richtig ist und dazu stehen wir als Mannschaft: Wir haben in der von der „Sport Bild“ aufgegriffenen Mannschaftssitzung am vergangenen Samstag viele Fragen gestellt, die uns seit Wochen bewegen, auf die wir aber bis heute keine Antworten bekommen haben.

    https://www.dynamo-dresden.de/saison/news/newsdetails/fakt-ist-ein-streik-stand-niemals-zur-diskussion.html

    Die Entscheidungsfindung beim TFV

    Zeitdauer für Entscheidungsfindung

    Marcel Waldau (FC Carl Zeiss Jena): hartes Brot, Abstimmung (nur zwei(!) Tage nach einer Videokonferenz) hin oder her.

    Michael Dietl (Glück-Auf Nachwuchsakademie Gera): Besonders die jetzt an den Tag gelegte Schnelligkeit, eine Entscheidung herbeizuführen kann ich nicht nachvollziehen. Bisher wurde immer auf die noch offenen Entscheidungen der Politik verwiesen, wovon plötzlich keine Rede mehr ist.

    Umfrage notwendig?

    Lars Sänger (MDR, Sportfreunde Marbach): Wozu braucht ein Verband eine Umfrage? Entscheidung treffen und fertig. Fakt ist, dass der jetzige Stand, also der Vor-Corona-Stand, ein real erzielter, sportlicher Stand ist. Wer vorne steht, soll aufsteigen und tut das mit Recht nach mehr als der Hälfte der Saison. Und umgekehrt. Was jetzt kommt: Spieler in höchst unterschiedlichem Zustand treten gegeneinander an. Indiskutabel und ungerecht.

    Sven Harnisch (Soccer City e.V.): Ganz abgesehen davon halte ich es auch nicht für den richtigen Weg sich als Verband hier seiner Verantwortung zu entziehen und das Ganze basisdemokratisch abstimmen zu lassen. So kann ich mich bei jeder unbequemen Entscheidung aus dem Staub machen und die Hände hoch nehmen: “So hat die Merhheit entschieden.” Wenn wir uns für sämtliche Dinge die Legitimation aller Vereine einholen wollen, dann frage ich mich was überhaupt die Aufgabe eines Landesverbandes ist?

    „Bei meinem Votum hatte ich den Nachwuchs mit seinen Besonderheiten wie offenbar viele andere auch, nicht auf dem Schirm“, sagt der KFA-Vorsitzende Klaus Hübschmann.

    Kritik an der Art und Weise der Abstimmung

    Soccer City e.V.: Keinerlei qualitative Betrachtung der Abstimmungsergebnisse (Breitensport vs. Leistungssport; 737 aktive Vereine, davon ca. 650 Vereine auf Kreisebene und ca. 80 überregional aktive Vereine).

    Soccer City e.V.: Keinerlei Gewichtung der Stimmen (eine Stimme je Verein egal ob 1 Mannschaft am Spielbetrieb oder – wie im Falle des JFV – 13).

    Sven Harnisch (Soccer City e.V.): Demokratie hieße auch, dass die Stimmen Gewichtungen fänden und nicht verzerrt dargestellt werden. Ein kleiner Verein mit wenig Mitglieder und z.B. nur einer Mannschaft hat das gleiche Stimmrecht wie ein Großverein, der alle Altersklassen besetzt und noch drei Männermannschaften stellt. Natürlich ergibt die Wahl nicht das Stimmungsbild. Im Bundesrat hat ja Thüringen auch nicht den gleichen Stimmanteil wie bevölkerungsreiche Länder, weil es doch gar nicht die Verhältnisse widerspiegelt.

    Transparenz der Ergebnisse

    Andreas Ludwig (TSG Stotternheim): Das Ergebnis ist schon sehr kurios. Ich habe mit vielen gesprochen, nur haben alle für einen Abbruch gestimmt. Aber gut. Thüringen ist groß. Die Altersklassen im Nachwuchs werden bestraft. Der TFV hat seinen Willen. Ich bin auch für Transparenz der Abstimmung!

    Jens Ahlgrimm (SC 1903 Weimar): Trotzdem wundert mich die Abstimmung, da ich, egal woher, nur die Möglichkeit eines Abruchs der Saison zu hören bekomme. Ich kenne bis jetzt keinen Verein, der die Saison weiter spielen möchte.

    Eric Daniel Cantona: Oh je, oh je… da sind sie wieder – die verschwörungstheoretiker und die “ich habe hundert Leute gefragt”alias Familien Duell Umfrageersteller / weil das Ergebnis nicht so ist, wie sie es sich vorstellen wird hier munter raus beleidigt, beschimpft etc. pp…

    Thüringer Fußball-Verband e.V. – TFV: Die Abstimmung kann von Vereinsvertretern in der Geschäftsstelle eingesehen werden.

    Die Entscheidung

    Die Abstimmung der Vereine über den mehrheitlichen Vorschlag des Vorstandes zum Spielbetrieb vom 02.05.20 ist beendet. Von den 737 aktiven Vereinen haben 81 Prozent teilgenommen, wobei jeder Verein nur eine Stimme hatte. Nach gründlicher Überprüfung stellte sich heraus, dass 585 Stimmen gültig sind. Von denen sind 340 (58,12%) Vereine dem TFV-Vorschlag gefolgt. Der sah bekanntlich vor, das Spieljahr 2019/20 bis zum 31.08.20 auszusetzen und, wenn es die behördlichen Verordnungen erlauben, ab 01.09.20 fortzusetzen. 245 Vereine (41,88%) waren dagegen. (tfv-erfurt.de)

    Warum nicht wie in Sachsen?

    Stefan Jung (SV Blau-Weiß Auma): in jedweder Hinsicht die optimale Lösung [Anm. d. Red.: Sachsen]. Da gibts nichts dran zu meckern. Aber anstatt sich ein Beispiel an einem (starken) Verband zu nehmen, muss man hier sein eigenes Süppchen kochen und den Vereinen in selbige spucken.

    Identische Lösung für alle Bereiche

    Thomas Fiedler (FSV Wacker 03 Gotha): Wie dem auch sei, ich erachte es als wichtig, dass für die Kinder- und Jugendmannschaften die gleiche Lösung gelten muss, wie im Männerbereich.

    Folgen für den Männer- und Nachwuchsfußball

    Überregionale Wettbewerbe

    TFV-Präsidium: Einig war sich die Runde darin, dass es auf dem Gebiet des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) keine „Insellösungen“ geben und dann für alle Kreise auch einheitliche Festlegungen gelten sollten (TFV, 31. März 2020).

    https://tfv-erfurt.de/nc/news/detail/news/von-der-sitzung-des-erweiterten-praesidiums-gremium-ist-auch-in-zeiten-von-corona-handlungsfaehig/

    Die U15 des FC Rot-Weiß führt souverän ihre Verbandsliga-Staffel an, würde eigentlich in die Regionalliga der nächsthöheren Altersklasse U17 aufsteigen. Doch das ginge nicht, denn diese vom Nordostdeutschen Fußballverband organisierte Liga wird bereits in die Saison 2020/21 gestartet sein, während eben diese in Thüringen wegen einer Verlängerung der unterbrochenen Spielzeit ausfallen würde.

    https://www.thueringer-allgemeine.de/sport/fc-rot-weiss-fuer-saisonabbruch-im-nachwuchsbereich-id229087295.html

    Folgen für den Nachwuchsfußball

    Kein Nachteil

    Thomas Fiedler (FSV Wacker 03 Gotha): Es kann nie ein Nachteil für ein Kind sein, ein Jahr länger in der jüngeren Akl zu verweilen.

    Marcel Waldau (FC Carl Zeiss Jena): Unfassbar sprachlos… man nimmt der Jugend eine komplette Jahrgangsstufe… Einige könnten zu den Männern, andere freuen sich endlich aufs Großfeld zu können usw

    Wegzug insbesondere in Grenzgebieten

    Stefan Jung (SV Blau-Weiß Auma): Wir sind direkt an der sächsischen Grenze….dort wird dann Woche für Woche gespielt… da haut mir doch die Hälfte der Jungs ab

    Psyche der Kinder

    Anja Hauptmann (SV Glückauf Bleicherode): Schade, dass sich augenscheinlich bei der Entscheidungsfindung für den Nachwuchsbereich wirklich niemand Gedanken gemacht hat, wie die Gemütslage bei vielen Kindern momentan aussieht. Seit Wochen beschulen sie sich selbst, Freunde sehen fällt aus, Training fällt aus etc.. Und jetzt kommt die nächste “Bestrafung” für etwas, was sie nicht verschuldet haben. Erzählen Sie bitte mal den Eltern, wie sie den Kindern das alles nach den ganzen Verboten in der letzten Zeit noch erklären sollen, wenn selbst ihr geliebter Fußball jetzt alles auf den Kopf stellt? Und ganz ehrlich, den meisten Kindern ist es jetzt wirklich egal, wer Erster ist oder nicht. Sie wollen einfach nur wieder Fußball spielen und das mit Freude.

    Wie geht es weiter?

    Beschwerde SC 1903 Weimar

    Der SC 1903 Weimar stimmte gegen eine Fortsetzung der Saison und wird nun entsprechend „Rechtsmittel der Beschwerde gegen den TFV-Vorstandsbeschluss vom 05.05.2020 und Antrag auf Durchführung eines außerordentlichen Verbandstag beim TFV stellen.“ Ziel der Beschwerde ist es die Frage eines möglichen Saisonabbruchs neu zu diskutieren. „Als Verein betrachten wir die aktuelle Entscheidung als nicht hinnehmbar und als Affront gegenüber der jahrelangen sehr guten Arbeit in den Altersklassen des SC 1903 Weimar, inkl. der beiden Männermannschaften“, heißt es in der offiziellen Begründung der Lindenberger.

    https://www.fupa.net/berichte/sc-1903-weimar-sc-1903-weimar-legt-beschwerde-beim-tfv-ein-2653791.html

    Vereinsbündnis in Jena-Saale-Orla

    „Wir haben uns entschlossen Beschwerde einzulegen, was laut Satzung möglich ist und der einzige Weg aktuell scheint. Wir haben ein Satzungsvergehen festgestellt und lassen dies aktuell juristisch prüfen“, sagt André Lorbeer – Stellvertretender Abteilungsleiter und Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit beim SV Jena Zwätzen gegenüber FuPa Thüringen. Mit der Beschwerde steht der mitgliederstarke Jenaer Verein, der drei Männermannschaften und zahlreiche Jugendteams unterhält, nicht alleine da. Aktuell unterstützen 15 Vereine diesen Zusammenschluss, wobei schon acht Vereine auch von Vorstandsebene offiziell als Bündnispartner genannt werden können.

    Petition

    Wir fordern einen Saison-Abbruch 2019/2020 und eine komplette neue Saison 2020/2021 für den Thüringer Nachwuchs im Fußball.

    https://www.openpetition.de/petition/online/thueringer-fussballer-und-vereine-fuer-saisonabbruch-im-nachwuchs

    Musik

    Wir danken eddy für den Song „Though the Tunnels“ (https://www.freemusicarchive.org/music/eddy/srs_1647), der aufgrund der Lizens CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ im Podcast verwendet wird.

    Ebenfalls danken wir Cambo für ihren Song „Coffee“ (https://www.freemusicarchive.org/music/Cambo/Chilled_Beats), der aufgrund der Lizens CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ im Podcast verwendet wird.

    Podcastempfehlungen

    #77 | Drei Trainer – drei Meinungen
    https://podcast.brennpunkt-orange.de/77-drei-trainer-drei-meinungen/

    #78 | Die Stimmen zur Verbandsentscheidung
    https://podcast.brennpunkt-orange.de/78-die-stimmen-zur-verbandsentscheidung/

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  • PODCAST ORANGE | Fußball |

    #78 | Die Stimmen zur Verbandsentscheidung

    11 Mai 2020
    01:05:29

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    Thema der Episode

    Einen historischen Beschluss fasste der Vorstand des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) am 5. Mai in einer Videokonferenz. Die Saison 2019/20 wird bis zum 31. August 2020 ausgesetzt. Unter Berücksichtigung der behördlichen Verordnungen soll die Spielzeit ab dem 1. September 2020 fortgesetzt. werden. Damit folgte der Vorstand letztendlich dem Ergebnis der Abstimmung der Vereine, von denen sich 58% für eine Fortsetzung der Saison ausgesprochen hatten.

    Trotz des mehrheitlichen Votums sorgt die Entscheidung des TFV weiterhin für viel Unruhe. Insbesondere in den Nachwuchsabteilungen der Vereine ist die öffentlich wahrnehmbare Ablehnung sehr groß. FuPa Thüringen und BRENNPUNKT-ORANGE.DE haben daher die Verantwortlichen im Thüringer Fußball nach ihren Argumenten befragt. Die folgenden Sportfreunde haben Position bezogen und sind im Format “FuPa Funk” zu hören: Stefan Jung (SV Blau Weiß Auma), Stefan Staskewitsch (SG Traktor Teichel), Thomas Schorcht (SV Empor Buttstädt), Thomas Offerle (FSV Floh-Seligenthal), Marco Nagy (SV Jena-Zwätzen), Christoph Rodenstock (1. SC Heiligenstadt), Benno Harbauer (FSV 1996 Preußen Bad Langensalza), Daniel Bottner (BSG Chemie Kahla), Lars Fabig (SV 09 Arnstadt), Anja Hauptmann (SV Glückauf Bleicherode), Christian Rott (FC Thüringen Weida), Norman Wohlfeld (SOCCER City eV), Olaf Wenzel (JFC Gera), Michael Pfaff (FSV Rot-Weiß Breitungen), Adi Volbert (SV BW Neustadt/Orla) , André Thüne (SV Germania Wüstheuterode), Jan Genseke (BSG Wismut Gera), Julian Gasanov (SV Osterland Lumpzig), Ronny Röhr (1. FC Sonneberg 2004), Melanie Lewin (SG Gera), Günter Both (KFA Südthüringen) und Arne Wiegand (BSV Eintracht Sondershausen).

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