#73 | Für immer BLAUWEISS – der Stahlstadtklub

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Der Fußballpodcast über die BSG Wismut Gera

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  • PODCAST ORANGE | Fußball |

    #73 | Für immer BLAUWEISS – der Stahlstadtklub

    14 Apr 2020
    01:53:26

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    Thema der Episode


    Dass es den FC Blau-Weiß Linz überhaupt gibt, daran haben die zahlreichen Fans einen großen Anteil. Zwar lies eine vermeintliche Fusion mit dem LASK den Vorgängerverein SK VÖEST Linz bzw. FC Linz von der Bildfläche verschwinden, doch im Sommer 1997 wurde der FC Blau-Weiß Linz gegründet und war ab diesem Zeitpunkt die neue Heimat für die zahlreichen Anhänger des blau-weißen Linzer Fußballs. Zwar ging es in den vergangenen 23 Jahren – trotz einiger Rückschläge – kontinuierlich bergauf. Doch die Herausforderungen wurden nicht kleiner. Zu groß ist die Konkurrenz in Oberösterreich. Finanzkräftige Sponsoren suchen aktuell die Nähe zum LASK, der durch Europacup-Nächte ein attraktiver Werbeträger ist. Hinzu kommen in der aktuellen Saison blau-weiße Chaostage mit einem entlassenen Trainer, einem angeblichen Schuldenberg von 900.000 Euro und einem zurückgetretenen Vorstand. Über die spannende Geschichte und Gegenwart des Stahlstadtklubs sowie die Herausforderungen der Zukunft sprachen wir mit Richard Turkowitsch, der die Blau-Weißen seit langer Zeit als Anhänger begleitet.







    Fußball in Österreich



    Ballesterer





    „Den ballesterer gibt es seit 20 Jahren. Wir wollten von der Kommerzialisierung des Fußballs nie profitieren, sondern kritisch über sie berichten. Im Millionengeschäft Fußball war es uns immer wichtiger, unabhängig schreiben zu können, als eine Anzeige mehr im Heft zu haben. Wir sind davon überzeugt, dass das auch der Grund ist, warum du uns liest.

    Diese Unabhängigkeit hat ihren Preis. Finanziell ist das Heft seit 20 Jahren ein Balanceakt. Hinzu kommen die Krise des Printjournalismus, veränderte Lesegewohnheiten und ein schwankendes Anzeigengeschäft. Und auch wir haben Fehler gemacht und die wirtschaftlichen Strukturen vernachlässigt. Vielleicht wollten wir den Erfolg also zu sehr erzwingen, wir wollten unbedingt, dass der ballesterer funktioniert – für euch und sicher auch für uns. Wir schleppen nun schon länger Schulden mit uns herum, der größte Gläubiger sind wir selbst – die Beschäftigten, Gesellschafter und Freunde des ballesterer. Ohne viel Leidenschaft und Selbstausbeutung würde es das Magazin nicht geben. Honorare und Gehälter sind niedrig und mussten öfter unbezahlt bleiben. Ändert sich nichts, können wir in dieser Form nicht weitermachen.

    Wir wissen, dass es den ballesterer nur dank unserer Leserinnen und Leser seit 20 Jahren gibt. Und wir hoffen, dass wir diese Krise mit eurer Hilfe überstehen werden.”





    Mehr Informationen: https://ballesterer.at/





    Bundesliga



    https://www.bundesliga.at/de/





    2. Bundesliga



    https://www.2liga.at/2liga/





    FC Blau Weiß Linz



    Vor 1997



    … Das “aus dem Dreck gezogene Werk” nannten sie VÖEST – was soviel hieß wie: Vereinigte Österreichische Eisen- und Stahlwerke.





    Da man aber neben harter Arbeit auch Sport betreiben sollte, wurde am 26. Juli 1946 ein Fussballverein gegründet. Diesen taufte man auf ” SV Eisen und Stahl 1946 Linz”, die Vereinsfarben wurden mit Schwarz und Weiß festgesetzt. Aber bereits drei Jahre später, im Sommer 1949 erfolgte jedoch die Umbenennung in “SK VÖEST Linz”, gegen den Willen übrigens des damaligen Bürgermeisters Ernst Koref.





    In der Saison 1968/69 wurde der SK VÖEST Linz Meister der Regionalliga Mitte und stieg in die Nationalliga auf. Man zählte sich zu den besten 16 Mannschaften der Nation. Der Linzer ASK hatte wieder eine starke Konkurrenz in Linz bekommen, so hieß es damals.





    1969/70: Man fieberte dem ersten Linzer Bruderkampf entgegen. Und – es kam, wie es für einen Newcomer kommen mußte, die VÖEST kam gegen den LASK gehörig unter die Räder. 5 : 0 stand es auf der legendären Junghans-Uhr im Gugloval im August ’69 zu lesen. Doch die Mannen um ihren Trainer Alfred Günthner ließen sich nicht unterkriegen und belegten im ersten Jahr den 12. Tabellenplatz. Mit dem Abstieg hatte man nichts zu tun. In der Saison 1970/71 wurde immerhin schon der 6. Endrang erreicht.





    1971/72 errang der SK VÖEST den 3. Tabellenrang, bei der Europacup-Premiere schied man jedoch gleich in der ersten Runde aus – gegen Dynamo Dresden gab es kein Durchkommen. Jedoch gelang im Intertoto-Sommerbewerb der erste Gesamtsieg einer teilnehmenden österreichischen Mannschaft.





    Im Sommer 1972 wurden die Vereinsfarben auf Blau und Weiß geändert.





    1973/74: Einziger österreichischer Meistertitel





    Und die VÖEST-Elf war damals wirklich die Nr. 1 in Linz. Bei den Heimspielen passierten über 10.000 Besucher im Schnitt die alten Drehkreuze auf der Gugl. Im Meisterjahr taten dies immerhin rund 9.000 Linzer/Innen. Ein bis zur Liquidierung des Klubs nie mehr wieder erreichter Zuschauerzuspruch.





    1980 nahm man letztmals am Europacup teil und schied wie auch dreimal davor (Dynamo Dresden, FC Barcelona, Vasas Budapest) bereits in der ersten Runde aus, diesmal gegen TJ Zbrojovka Brno.





    1987/88, eines der schwärzesten Jahre in der Vereinsgeschichte. Die Truppe stieg nach 19 Jahren in der höchsten Spielklasse erstmals wieder in die Niederungen der Zweitklassigkeit ab (Abstiegs-Play Off).





    Im Sommer 1990 erfolgte die erste Umbenennung des Klubs. Durch die Ausgliederung der Fußballsektion aus den übrigen 16 Sportsektionen der VÖEST-Alpine nannte man diesen Verein eben FC VÖEST LINZ.





    Nach drei mageren Jahren in der Tristesse der 2. Liga erfolgte im Frühjahr 1991 der Aufstieg. Der Verein kehrte in die höchste österreichische Spielklasse zurück. Unter dem Feldherrn Alexander Mandziara konnte die Wiedergeburt gefeiert werden.





    Im Sommer 1991 erfolgte dann auch die Namensänderung in FC STAHL LINZ.





    … Herbst 1992 jedoch war wieder koksschwarz und furchterregend (Platz 11 in der 12er-Liga). Niemals agierte eine VÖEST-Truppe über die Dauer von 22 Meisterschaftsspielen derart lustlos, wie dies eben seinerzeit der Fall war. Was nützte da noch, ausser der Tatsache, daß im Sommer 1993 erneut der Abstieg nach dem 6. Rang im Mittleren Play-Off heraussprang.





    Sommer 1993: Zu dieser Zeit verabschiedete sich offiziell auch die Verstaatlichte Industrie von seinem Anhängsel. Der Klub hieß ab sofort nur noch FC LINZ. Stolz konnte man zur dieser Zeit auf den Nachwuchs sein. Und wieder einmal wurde die jetzige U-20 Meister.





    Sommer 1994: Einen beachtlichen Erfolg lieferte der damalige Zweitligaverein mit dem Erreichen des Pokalfinales in der Saison 1993/94, das jedoch am 11. Juni 1994 im Ernst Happel-Stadion vor nur 6000 Zuschauern gegen den FK Austria Wien klar mit 0:4 verloren ging.





    1996: gelang als Meister der sofortige Wiederaufstieg





    1996/1997



    Geprägt vom „Stahlstadt“-Mythos, aber der Identität als „Werkssportklub“ verlustig, hält sich der FC Linz mit dem Geld von Mäzen Franz Grad, einem Speditionsunternehmer, im Spieljahr 96/97 dennoch in der Bundesliga. Der angestrebte Klassenerhalt scheint zu gelingen.





    Gegen Ende der Saison landet Grad allerdings einen überraschenden Coup: Zur großen Empörung der Anhänger „fusioniert“ er den FC Linz mit dem Erzrivalen LASK. Eine Bündelung der Kräfte im Linzer Fußball soll es sein, eine Farce wird es. Denn der schwarz-weiße LASK denkt gar nicht daran, auch nur das geringste Element des blau weißen FC Linz zu übernehmen. Nur das Bundesleistungszentrum des FC Linz ist für die „Fusionsgewinner“ von Interesse. Kein Wunder, fällt ihnen damit doch die seit Jahren hervorragende Nachwuchsarbeit der Blau Weißen praktisch in den Schoß. Die Schadenfreude vieler LASK-Fans über das Schicksal des Stadtrivalen ist riesig. In der Kronen Zeitung vom 22. Mai 1997 jubelt ein „Linzer AHS-Lehrer und LASK-Fan“: „Eine neue Ära! In dieser ist die Auslöschung des FC Linz der erste LASK-Triumph!“ (Aus dem Buch “Erstmals zurück” von Andreas Kump)





    Quelle: https://www.blauweiss-linz.at/chronik/





    Wolfgang Rieger (1995 bis 1998)



    Wolfgang Rieger, Gründer und Besitzer der Riegerbank und gleichzeitig Präsident des Fußballklubs Lask, fälschte in den Neunzigern die Bilanzen seiner Bank. Der Bankier aus St. Wolfgang wollte den LASK zum Meistertitel führen und investierte: in die Trainer Friedel Rausch und Otto Baric, die ein Starensemble rund um Peter Stöger, Vidar Riseth, Geir Frigard und Markus Weissenberger aufstellten. Davor hatte der LASK mittels „Fusion“ den FC Linz geschluckt. Im Oktober 1998 setzte sich Rieger mit 100 Mio. Schilling an die Côte d’Azur ab. Er stellte sich aber der Justiz, kam in U-Haft und wurde im Februar 1999 zu achteinhalb Jahren Haft wegen Veruntreuung und betrügerischer Krida verurteilt. Im Mai 2003 kam Rieger – nach vier Jahren und sechs Monaten – vorzeitig bedingt frei.





    https://www.nachrichten.at/sport/fussball/lask/Reichels-Vorgaenger-Chronologie;art100,334477 (In OÖNachrichten)





    https://www.diepresse.com/451414/hohe-strafen-fur-topmanager





    Franz Grad



    “Ich war der Brave oder Dumme – sagen S’, wie Sie wollen –, der jahrelang die Schulden des FC Linz bezahlt hat und anderen, darunter auch der Politik, zu leichtgläubig vertraut hat. Mit der Erfahrung von heute würde ich alle anderen vor mir hertreiben. Oder ich hätte den FC Linz gleich an eine Gruppe wie jene übergeben, die dann von selbst mit dem FC Blau-Weiß Linz weiter unten begonnen hat. Die Fusion war sicher die schlechteste Option.”





    https://www.nachrichten.at/sport/fussball/fussball-oesterreich/franz-grad-die-fusion-war-ein-fehler;art127116,3099115 (In OÖNachrichten von Harald Bartl)





    Jürgen Werner





    Franz Grad (2017): “Die treibende Kraft der Fusion sei seiner Meinung nach Jürgen Werner gewesen, der heute beim LASK im Hintergrund als Berater die Fäden zieht.”





    https://www.nachrichten.at/sport/fussball/blauweiss-linz/20-Jahre-Fusion-Grad-bereut-seine-Fuehrungsrolle;art102094,2571784





    Jürgen Werner (2013): “Der SK Voest ist 1997 bei der Fusion mit dem LASK begraben worden. Für mich hat der LASK jetzt das beste Potenzial, Linz im Profifußball gut zu repräsentieren.”





    https://www.nachrichten.at/meinung/menschen/Juergen-Werner-Von-Blau-Weiss-zu-Schwarz-Weiss;art111731,1265670





    1997/1998



    So kommt es im Sommer 1997 zu einem ganz anderen Joint Venture im Linzer Fußball. Der SV Austria Tabak und die Anhänger des FC Linz gehen zusammen. Ein neuer Verein mit insgesamt 114-jähriger Vorgeschichte entsteht, offiziell gegründet am 1. August 1997. Als verbindendes Element werden die identen Vereinsfarben in den Namen des neuen Klubs integriert: FC Blau Weiß Linz.





    https://www.blauweiss-linz.at/chronik/





    1997-2019



    1997/98 – Landesliga OÖ (IV) – 4.





    1998/99 – Landesliga OÖ (IV) – 4.





    1999/00 – Landesliga OÖ (IV) – 1.
    Nach drei Jahren in der vierthöchsten österreichischen Spielklasse gelang mit einem finalen 4:2-Sieg bei der Union St. Florian endlich der Meistertitel und gleichzeitig der Aufstieg in die drittklassige Regionalliga Mitte.





    2000/01 – Regionalliga Mitte (III) – 7.





    2001/02 – Regionalliga Mitte (III) – 2.





    2002/03 – Regionalliga Mitte (III) – 1.
    Qualifikation für die Relegation zur 2. Liga: In der Saison 2002/03 konnte dort abermals der Meistertitel errungen werden. Das erste Relegationsspiel um den Aufstieg in die zweithöchste österreichische Spielklasse wurde auswärts in Villach gegen BSV Bad Bleiberg mit 2:0 gewonnen, das Rückspiel im Linzer Stadion vor 8000 Zusehern ging aber nach einer 2:1-Pausenführung noch mit 2:4 verloren. Auf Grund der Auswärtstorregel verblieb der FC Blau-Weiß Linz somit in der Regionalliga Mitte.





    2003/04 – Regionalliga Mitte (III) – 5.





    2004/05 – Regionalliga Mitte (III) – 10.





    2005/06 – Regionalliga Mitte (III) – 12.





    2006/07 – Regionalliga Mitte (III) – 14.
    Nach dem verpassten Aufstieg folgte ein steter sportlicher Niedergang. Spielten die Linzer in der Folgesaison 2003/04 noch lange vorne mit, war man 2005 und 2006 bereits im Abstiegskampf verwickelt. Diese Entwicklung gipfelte in der Saison 2006/07, als die Linzer zum zehnjährigen Vereinsjubiläum die Liga nach unten verlassen mussten.





    2007/08 -Landesliga OÖ (IV) – 1.
    Man schaffte jedoch den sofortigen Wiederaufstieg und somit war der Klub ab der Saison 2008/09 wieder zurück in der Regionalliga Mitte.





    2008/09 – Regionalliga Mitte (III) – 7.





    2009/10 – Regionalliga Mitte (III) – 2.





    2010/11 – Regionalliga Mitte (III) – 2.
    Qualifikation für die Relegation zur 2. Liga: In der Saison 2010/11 schafften sie hinter den nicht aufstiegsberechtigten LASK Juniors den Vizemeistertitel in der Regionalliga Mitte und somit die Qualifikation für die Relegationsspiele gegen die WSG Wattens. Nach einer 0:1-Heimniederlage siegte man auswärts mit 1:0 und sicherten sich mit einem 4:3-Sieg im Elfmeterschießen den Aufstieg in die Erste Liga.





    2011/12 – Erste Liga (II) – 6.





    2012/13 – Erste Liga (II) – 10.
    Qualifikation für die Relegation zur 2. Liga: Die folgende Saison 2012/13 verlief wesentlich weniger erfreulich, die Linzer errangen die wenigsten Punkte aller Erstligisten. Da der FC Lustenau aber keine Lizenz für die Saison 2013/14 erhielt, wurden die Vorarlberger auf den letzten Platz zurückgereiht, und Blau-Weiß Linz erhielt die Chance, in Relegationsspielen gegen SC-ESV Parndorf 1919, den Meister der Regionalliga Ost, die Klasse zu wahren. Die Linzer verloren das Auswärtsspiel in Parndorf mit 1:2 und das Heimspiel mit 0:1 und mussten daher den bitteren Gang in die Regionalliga Mitte antreten.





    2013/14 – Regionalliga Mitte (III) – 6.





    2014/15 – Regionalliga Mitte (III) – 3.





    2015/16 – Regionalliga Mitte (III) – 1.
    In der Saison 2015/16 wurde Blau-Weiß Linz Meister der Regionalliga Mitte und stieg erneut in die Erste Liga auf.





    2016/17 – Erste Liga (II) – 7.





    2017/18 – Erste Liga (II) – 10. (gemäß ÖFB-Beschluss kein Absteiger)
    30. Juni 2017 trat der Präsident Hermann Schellmann zurück und übergab die Vereinsführung an den Vizepräsidenten Walter Niedermayr. Der neue Präsident versucht, mit der Agenda 2027 und einem großen Team den Verein in die Bundesliga zu führen. Aufgrund einer Autoimmunerkrankung musste er aus gesundheitlichen Gründen das Amt des Präsidenten am 30. November 2018 zurücklegen.





    2018/19 – 2. Liga (II)- 5.





    2019/2020



    Ronald Brunmayr wurde als neuer Trainer von Fußball-Zweitligist FC Blau-Weiß Linz präsentiert. Der FC-Juniors-Vertrag von Brunmayr soll bis Sommer ausgesetzt werden, der Ex-Teamspieler ist somit frei für den Job bei Blau-Weiß. Da der zuletzt finanziell gebeutelte Zweitligist Brunmayr aber aktuell keinen seriösen Vertrag über den Sommer hinaus anbieten kann, setzt Brunmayr ab 1. Juni seinen FC-Juniors-Vertrag wieder fort.





    https://www.nachrichten.at/sport/fussball/blauweiss-linz/fix-brunmayr-wird-bis-sommer-blau-weiss-trainer;art102094,3212126









    Fanszene



    „Um neuen Schwung, Tatendrang, Motivation und eine noch größere Gemeinschaft in die aktive blau-weiße Fanszene zu bringen, entschlossen sich die Fanclubs des FC Blau Weiß Linz 2005 mit der Gründung des „Stahlstadt Kollektivs“ einen weiteren Schritt in Richtung Zukunft zu setzen. Die Linzer Blauhelme, The Firm, die königsblauen Linzer, die Linzer Pyromanen, die Linzer Stahlfront, die Stahlstadtkinder, der Stahlstadtzirkel sowie die Linzer Urtypen arbeiteten in mehreren Sitzungen das Grundgerüst für den künftigen „Dachverband“ aus. Im Laufe der Jahre schlossen sich der Salon Blauweiß, der Stammtisch SKV Never-Forget, die Blue Company und die ARGE ToR! der gemeinsamen Idee an.“





    Weitere Infos zum Stahlstadt Kollektiv gibt es unter www.stahlstadt-kollektiv.at




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  • PODCAST ORANGE | Fußball |

    #177 | Die Stimme des Sport-Clubs: Der einzige blinde Sportplatz-Sprecher Europas

    11 Aug 2022
    01:13:18

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    Thema der Episode


    Roland Spöttling ist ein Lebenskünstler: Der gebürtige Salzburger ist Musiker, Bahnfotograf und Stadion­sprecher. Und das alles ohne Augenlicht. Er hört, wenn ein Spieler gegen den Ball tritt. Fußball ist seine größte Leidenschaft. Seit 24 Jahren ist der 49-Jährige Stadion­sprecher des Wiener Sport-Clubs. Und das, obwohl er seit seinem vierten Lebensjahr blind ist. Wie das funktioniert, erzählt Roland in der 177. Episode des Podcasts von BRENNPUNKT-ORANGE.DE.









    Links



    Roland Spöttling auf Twitter
    https://twitter.com/FussballRoland





    Roland Spöttlings Blog
    https://rolandswunderbarewelt.wordpress.com/
    http://poettling.at





    Mit den Ohren sehen
    https://www.gesundundleben.at/start/2022/mit-den-ohren-sehen





    Der einzige blinde Sportplatz-Sprecher Europas
    https://www.derstandard.de/story/2000129515448/der-einzige-blinde-sportplatz-sprecher-europas





    Videos



    Gleisgeschichten: Roland Spöttling – Der blinde Bahnfotograf
    https://www.youtube.com/watch?v=2qwqVYJRd8I





    Roland Spöttling bei der Karlich Show
    https://www.youtube.com/watch?v=q1cy4gy99z0





    Die Stimme des Wiener Sportklubs — Der blinde Stadionsprecher | b-Checker
    https://www.youtube.com/watch?v=RSfTilC7PUg





    Reden wir über Rapid: Gerold Rudle spricht mit Peter Schöttel
    https://www.youtube.com/watch?v=89PhDWLDG-g





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  • PODCAST ORANGE | Fußball |

    #176 | Mission 1907 – Die Geschichte des FC Lustenau 1907 – Teil 2

    4 Aug 2022
    00:59:00

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    Thema der Episode


    Überwiegend in den Farben Blau und Weiß prägte der FC Lustenau 1907 in den vergangenen 115 Jahren den Fußball in Österreich. Seinen letzten sportlichen Höhenflug musste der Traditionsverein allerdings mit einer unfreiwilligen finanziellen Bruchlandung bezahlen. So musste der FC Lustenau aufgrund finanzieller Schwierigkeiten im März 2013 Konkurs anmelden, schaffte aber den Zwangsausgleich und konnte somit überleben. Maßgeblich trug die Mission 1907 dazu bei, dass der älteste Vorarlberger Fußballverein auf der Landkarte des Fußballs in Österreich erhalten blieb. Danach startete der FC eine neue Ära: Mit innovativen Konzepten für Kinder- und Jugendfußball gelang eine neue strategische Ausrichtung. Über das Konzept Fußballplus und den Lernclub 07 berichten der ehemalige Obmann Omer Rehman sowie der aktuelle Vereinschef Julian Regittnig im 2. Teil der Podcastepisode zur Geschichte des FC Lustenau 1907.









    Der FC Lustenau wurde am 20. September 1907 gegründet und ist somit der älteste Fußballclub in Vorarlberg (Österreich). Die zahlreichen Anhänger erlebten im legendären Stadion an der Holzstraße viele Siege aber auch schmerzliche Niederlagen. Darüber berichtete Kurt Bösch, langjähriges Vorstandsmitglied und Kassier des FC Lustenau 1907, bereits im 1. Teil der Podcastepisode über die Vereinsgeschichte.





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  • PODCAST ORANGE | Fußball |

    #175 | Die Nummer 1 – Die Geschichte des FC Lustenau 1907 – Teil 1

    4 Aug 2022
    00:59:11

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    Thema der Episode


    Der FC Lustenau wurde am 20. September 1907 gegründet und ist somit der älteste Fußballclub in Vorarlberg (Österreich). Zunächst in den Farben Schwarz-Rot-Gold dann in Blau-Weiß prägte der Verein in den vergangenen 115 Jahren den Fußball in Österreich. Die zahlreichen Anhänger erlebten im legendären Stadion an der Holzstraße viele Siege aber auch schmerzliche Niederlagen. Darüber berichtet Kurt Bösch, langjähriges Vorstandsmitglied und Kassier des FC Lustenau 1907, im 1. Teil der Podcastepisode über die Vereinsgeschichte.









    Seinen letzten sportlichen Höhenflug musste der Traditionsverein allerdings mit einer unfreiwilligen finanziellen Bruchlandung bezahlen. So musste der Verein aufgrund finanzieller Schwierigkeiten im März 2013 Konkurs anmelden, schaffte aber den Zwangsausgleich und konnte somit überleben. Maßgeblich trug die Mission 1907 dazu bei, dass der älteste Vorarlberger Fußballverein auf der Landkarte des Fußballs in Österreich erhalten blieb. Danach startete der FC eine neue Ära: Mit innovativen Konzepten für Kinder- und Jugendfußball gelang eine neue strategische Ausrichtung. Über das Konzept Fußballplus und den Lernclub 07 berichten der ehemalige Obmann Omer Rehman sowie der aktuelle Vereinschef Julian Regittnig im 2. Teil der Podcastepisode zur Geschichte des FC Lustenau 1907.





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    #174 | Jede Wette

    26 Jul 2022
    01:14:34

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    Thema der Episode


    In der Zwischenzeit ist der Fußball ohne Glücksspielwerbung kaum noch vorstellbar: Die Wettanbieter sind in den Arenen allgegenwärtig. Schließlich sind es vor allem sportbegeisterte junge Männer, die besonders empfänglich für das Glücksspiel sind. Aber Sportwetten bieten enormes Sucht- und Gefährdungspotenzial. So verlor der Dresdner Thomas Melchior 800.000 Euro und wurde 2019 zu einer Haftstrafe wegen Betrugs verurteilt. Der Dresdner war auf die schiefe Bahn geraten war, um seine immer größeren Wettschulden zu begleichen. Geschichten wie diese führen zu einer verstärkten Diskussion über die Beziehungen zwischen dem Fußball und den Sportwetten-Anbietern.





    Die Interessengemeinschaft organisierter Fußballfans in Deutschland, Unsere Kurve, forderte tiefgreifende Reformen. Demnach sollen Verbände und Vereine auf den Abschluss neuer Sponsoringverträge mit Sportwetten-Anbietern verzichten und die Hälfte der Einnahmen aus bereits bestehenden Sponsoringverträgen für die Suchtprävention spenden. Außerdem fordert der Dachverband der organisierten Fußballfans ein Werbeverbot für Sportwetten.





    Auch in anderen Ländern engagieren sich Fußballfans. In Großbritannien haben zahlreiche Menschen an Stadion-Rundgängen teilgenommen, um gegen Werbung für Sportwetten zu protestieren. Die Aktion fand im Rahmen der Initiative The Big Step statt, die von einem ehemaligen Spielsüchtigen ins Leben gerufen wurde. Mit dabei war Thomas Melchior, der im Podcast über seine Erfahrungen mit der fatalen Beziehung von Fußball und Sportwetten berichtet.









    Links



    Fußball und Sportwetten – eine fatale Beziehung (2022): https://www.dw.com/de/fu%C3%9Fball-und-sportwetten-eine-fatale-beziehung/a-60425316





    Umgehend strengere Regulierung von Sportwetten! (2022): https://www.bag-fanprojekte.de/wp-content/uploads/2022/01/Umgehend_strengere_Regulierung_von_Sportwetten_UK_final.pdf





    Durch Spielsucht alles verloren: Über 3 Jahre Knast und 200.000 € Schulden | Y-Kollektiv (2022): https://www.youtube.com/watch?v=eN9ElWdME40





    Völlig ausgepresst (2021): https://drive.google.com/file/d/1PQMZZd3qvHcl4VK8ZT4l3qgFGolRMWG_/view





    Lesung – Einmal Hölle und zurück! – von Werner Hansch (2021): https://www.youtube.com/watch?v=MGV8TwofMEE





    Zocken und weg sind die Ocken (2021): https://taz.de/Wettanbieter-im-Fussball/!5745881/





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  • PODCAST ORANGE | Fußball |

    #173 | Fußball, Ficken, Feminismus – Frauen in der Kurve

    17 Jul 2022
    01:22:33

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    Thema der Episode


    Nach der coronabedingten Pause geht die Wanderausstellung – Fan.tastic Females – Football-Her.Story – wieder auf Tour. Im Brennpunkt stehen dabei die Herausforderungen weiblicher Fans in einer Fankultur, die üblicherweise als von Männern dominiert gilt. Mit zahlreichen Portraits – von der Allesfahrerin, über die Aufsichtsratsvorsitzende bis zur ältesten Dauerkarteninhaberin – beeindruckt die Ausstellung die Besucherinnen und Besucher.
    Ines Schnell ist selbst eine der portraitierten Frauen der Ausstellung. Sie gehört nicht nur aktiv in der Fanszene des First Vienna FC 1894, sie ist außerdem ein Teil des Fanbeirates ihres Herzensvereins und engagiert sich darüber hinaus im Netzwerk F_in – Frauen im Fußball. Im Podcast berichtet Ines von ihren Erlebnissen auf der Hohen Warte und davon welche Herausforderungen es in üblicherweise männlich dominierten Szenen zu bewältigen gilt.









    Links



    Internetseite fan-tastic-females: https://www.fan-tastic-females.org/index.php/de/





    Die Fan.Tastic Females Ausstellung hat zu einem Strukturwandel beigetragen (2020): https://www.fussball-kultur.org/fussballkultur/fantastic-females





    Neunzig Minuten intensiv (2020): https://augustin.or.at/neunzig-minuten-intensiv/





    Sektion Menstruation: https://www.instagram.com/sektion.menstruation/





    Netzwerk gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt: https://www.fussball-gegen-sexismus.de/





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  • PODCAST ORANGE | Fußball |

    #172 | Als Vorwärts Frankfurt die alte Dame aus Turin bezwang

    9 Jul 2022
    01:35:39

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    Thema der Episode


    Mit sechs Meistertiteln und zwei FDGB-Pokalsiegen war der ASK/FC Vorwärts Berlin in den 1960er Jahren einer der erfolgreichsten Vereine in der DDR-Oberliga. Es gab legendäre EC-Spiele gegen Wolverhampton, Benfica und Feyenoord. Auch nach dem Umzug nach Frankfurt (Oder) gab es zwar besondere Europapokalspiele im Stadion der Freundschaft, doch auch diese konnten über den Abwärtstrend nicht aufhalten. In der letzten DDR-Oberliga-Saison blieb nur der Platz am Tabellenende und damit der Abschied vom bezahlten Fußball. Im Jahr 2022 – also 51 Jahre nach der Gründung des FC Vorwärts Frankfurt – konnten die Nachfolger die Meisterschaft in der sechstklassigen Brandenburgliga und somit die Rückkehr in die NOFV Oberliga Nord feiern. Da passt es perfekt, dass im Culturcon-Verlag die passende Fußballfibel erschienen ist. Darin lässt Marco Bertram aus dem Blickwinkel von zwei jugendlichen Anhängern die Vereinsgeschichte lebendig werden. Im Podcast spreche ich mit dem Autor und Journalist über die Erfolge und Niederlage der Armee-Kicker in der DDR.









    Links



    Buchbestellung und Informationen zum Autor: https://www.marco-bertram.de/





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  • PODCAST ORANGE | Fußball |

    #171 | Nur eine Kopie? Der Frauenfußball in Deutschland.

    26 Jun 2022
    01:55:20

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    Thema der Episode


    Die Fußball-Europameisterschaft wird am 6. Juli im ausverkauften Old-Trafford-Stadion in Manchester mit Spiel Österreichs gegen die Gastgeberinnen aus England eröffnet. Dies ist ein guter Anlass sich der Situation des Fußballs der Frauen näher zu widmen. Dieser steht vor dem Hintergrund zahlreicher strukturellen Herausforderungen vor der Entscheidung, ob zukünftig ein eigener Weg gegangen werden soll oder ob sich Verbände und Vereine für eine Kopie des Männerfußballs mit allen Problemen entscheiden. Wie diese Frage beantwortet werden soll oder ob vielleicht schon längst eine Antwort gefunden wurde, berichtet Frauenfussball-Experte Sven alias El Loko in der Podcastausgabe 171.









    Links



    2019 | Fußballsponsor stellt die Machtfrage: https://www.dw.com/de/fu%C3%9Fballsponsor-stellt-die-machtfrage/a-57753740





    Irgendwer zahlt immer: https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2020/arbeiten/flyeralarm-irgendwer-zahlt-immer





    2022 | Interview mit Nadine Keßler, Leiterin der UEFA-Abteilung Frauenfußball: https://www.derstandard.at/story/2000136636859/uefa-frauenchefin-kessler-der-frauenfussball-ist-jetzt-eine-andere-nummer?ref=article





    2022 | Der Mythos vom Frauenfußball-Verbot: https://web.de/magazine/sport/fussball/mythos-frauenfussball-verbot-37021514





    ELFEN: https://www.elfen-magazin.com/





    FFussball-Magazin: https://www.ffussball-magazin.de/





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  • PODCAST ORANGE | Fußball |

    #170 | Von Modedruck bis Schalke – Frauenfußball-Boom in Weida

    14 Jun 2022
    00:56:06

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    Thema der Episode


    Der Frauenfußball in Thüringen kann in der Vergangenheit auf einige Erfolge zurückblicken. Der USV Jena wurde 1991 letzter ostdeutscher Frauenfußballmeister und die Nachwuchsförderung hat mit Anna Blässe eine außerordentlich erfolgreiche deutsche Profifußballerin hervorgebracht. Doch in der Zwischenzeit machen sich die Verantwortlichen in Vereinen und Verbänden ernsthafte Sorgen um die Zukunft des Frauenfußballs. Auch nach dem Wechsel der Spielrechts vom FF USV Jena zum FC Carl Zeiss konnte die Klasse der Fußball-Bundesliga nicht gehalten werden. Dramatischer ist es in der Fläche. Dort droht der Frauenfußball von den Sportplätzen zu verschwinden. Anfang der 2000erJahre gab es noch knapp 40 Großfeldmannschaften in Thüringen. Aktuell sind es nur noch 17 Teams, die auf dem Großfeld mit 11 Fußballerinnen antreten können. In dieses traurige Bild will die Situation in der 8.300 Einwohner-Stadt Weida in Ostthüringen nicht passen. Im Mai 2020 wurde ein neuer Vorstand gewählt, der sich für die kommende Legislaturperiode das Motto „,Modern, Innovativ und familienfreundlich‘‘ gab. Und da war es dann nur konsequent, dass auf dem traditionsreichen Sportplatz Roter Hügel seit 2020 auch Frauen Fußball spielen. Welche Entwicklung das Team in den vergangenen 24 Monaten nahm und was die Gründe für einen wahren Zuschauer-Boom sind, erklären die beiden Fußballerinnen Tina Pieper und Selina Rolle im Podcast.









    Links







    Geschichte



    Der Geraer Frauenfußball im Zwötzener Stadion der Textilarbeiter hat eine lange und erfolgreiche Geschichte. Im damaligen Bezirk Gera waren die 1973 gegründete Frauenfußballabteilung der BSG Modedruck Gera sogar viele Jahre dominierend und nahmen die an der Bestenermittlung in der DDR teil. Erst Mitte der 1980er Jahre übernahm die von Hugo Weschenfelder trainierte HSG Uni Jena die Vorherrschaft.





    1990 gewann Modedruck Gera sogar die inoffizielle DDR- Meisterschaft im Hallenfußball. Im selben Jahr gelang der Aufstieg in die Oberliga. Nach Aufwertung und Umbenennung der Spielklasse zur Regionalliga Nordost wurde bis zum Abstieg im Jahr 2000 stets die Klasse gehalten. Der größte Erfolg in dieser Zeit war der vierte Platz 1992.





    1998 gewannen die Fußballerinnen des TSV Gera-Zwötzen mit 4:1 im Finale des Thüringenpokal gegen den USV Jena. Das Finale fand anlässlich der Feier „25 Jahre Frauenfußball in Gera-Zwötzen“ am 20.6.1998 in Gera statt. Der Verlegung vom eigentlich geplanten Finalort Neustadt an der Orla nach Gera stimmten die USV-Damen zu, wofür sie mit dem DFB-Fairnesspreis 1998 geehrt wurden.





    In der folgenden 1. Runde des DFB-Pokals unterlag der TSV gegen den  Bundesligisten WSV Wolfsburg-Wendschott (schloss sich 2003 dem VfL Wolfsburg an) mit 0:3.





    Ab 2003 traten die Fußballerinnen als 1. FC Gera 03 an. Nach mehreren Jahren Aufenthalt in der Landesliga Thüringen schaffte die Mannschaft 2006 den Wiederaufstieg in die Regionalliga Nordost. 2008 konnte Gera den Thüringenpokal gewinnen und qualifizierte sich für den DFB-Pokal. Dort unterlag man in der 1. Runde gegen den benachbarten Bundesliga-Aufsteiger FF USV Jena.





    Durch den vorletzten Platz in der Saison 2009/10 musste die Mannschaft erneut in die Verbandsliga absteigen. Da zahlreiche Spielerinnen nach dem Abstieg den Verein verließen, wurde mit der Frauenmannschaft der BSG Wismut Gera die Spielgemeinschaft SG Gera gebildet. Diese trat in der Saison 2010/11 in der Verbandsliga Thüringen an.





    Im 29. April 2011 gründeten die Spielerinnen der SG Gera den FFC Gera, der gleich in seiner ersten Saison Thüringenmeister 2012 wurde. Auf einen möglichen Aufstieg in die Regionalliga wurde allerdings verzichtet.





    Im Jahre 2015 erreichte die Mannschaft das Endspiel um den Thüringenpokal und traf dort auf die zweite Mannschaft des FF USV Jena. Da die Jenaerinnen nicht teilnahmeberechtigt waren, qualifizierte sich der FFC Gera für den DFB-Pokal 2015/16. Nach einer 0:12-Heimniederlage gegen den Zweitligisten FSV Gütersloh 2009 schied der FFC Gera jedoch schon in der ersten Runde aus.





    Zum Abschluss der Saison 2015/16 lag der FFC auf dem 3. Platz der Verbandsliga. Der Meister FF USV Jena III durfte nicht und der SV SCHOTT Jena wollte nich in die Regionalliga aufsteigen. Als Tabellendritter gab es dann zwei Relegationsspiele und zwei Niederlagen (0:2 beim Bischofswerdaer FV und 0:5 gegen den FSV Babelsberg 74).





    Nach dem freiwilligen Rückzug aus der Verbandsliga spielte der FFC Gera 2019 in der Landesklasse, Staffel 1. Nur ein Jahr später wechselte das Team in den Spielbetrieb nach Sachsen-Anhalt, weil es in Thüringen zu wenig Teilnehmer für eine Kleinfeldliga gab. Im Mai 2021 war dann endgültig Schluss. Zehn Jahr nach der Gründung endet die Geschichte des FFC Gera und damit auch die historische Linie der ehemaligen BSG Modedruck. Auf die Frage ob man zu Wismut oder Pforten wechseln wollte, entschied sich der Großteil der ehemaligen FFC-Spielerinnen für die Wismut, die allerdings die Saison 2021/22 aus Personalgründen nicht zu Ende spielen konnte und die Mannschaft aus der Verbandsliga zurückzog.





    Im Gegensatz dazu ist die Mannschaft der Frauen des FC Thüringen Weida weiterhin in der Verbandsliga vertreten. Der Grundstein für den Frauenfußball in der Osterburgstadt Weida wurde am 28.05.2020 zur Mitgliederversammlung gelegt, als sich der Vorstand vom FC Thüringen Weida stark verjüngt hatte. Da das Vereinsleben stillstand und Impulse gefehlt haben, gründete Nick Schubert eine Frauenmannschaft. Zu Schiedsrichtereinsätzen in Dänemark und Norwegen stellte er nämlich fest, dass fast jeder Verein eine Frauenabteilung besitzt: ,,Ich war vom Feeling auf den Sportanlagen begeistert. Hier sah ich ein lebendiges Vereinsleben mit Kindern, Männern und Frauen. Jeder hat sich eingebracht und die Gemeinschaft war mit Freude dabei‘‘.





    Dies nahm sich der Vizepräsident als Vorbild und initiierte das Projekt. Zuerst verpflichtete er Selina Rolle als sportliche Leiterin, welche in Erfurt Erfahrungen in der 3. Liga gesammelt hatte. Zudem wurde das Projekt auf Facebook, Instagram und im Radio beworben. So konnte der FC Thüringen Weida am 26.06.2020 zur ersten Trainingseinheit knapp 20 Frauen begrüßen. Durch die vielen Anmeldungen konnte die Vereinsführung eine Frauenmannschaft für den Spielbetrieb melden, welche am 6. September 2020 mit einer 0:12 Niederlage gegen Carl Zeiss Jena III in der Thüringenliga Staffel Ost startet. Am 20. September 2020 gab es auf dem Roten Hügel den 1. Punkt. Beim 1:1 gegen die SG FSV Einheit Eisenberg erzielte Verena Schürer in der 27. Minute das 1. Punktspieltor für die Weidaer Mannschaft. Lieder blieb der erste Punktgewinn auch der einzige in der Saison 2020/21. Somit landete die Mannschaft zum Zeitpunkt des coronabedingten Saisonabbruchs auf dem 9. und damit letzten Tabellenplatz. Im Pokalhalbfinale verlor das Team 0:6 gegen Lok Meiningen.





    Der Einzug ins Halbfinale gelang auch in der 2. Saison. Auch dort scheiterte Weida im Pokalhalbfinale gegen die Saalfeld Titans mit 3:6 und verpasste damit die Chance auf den Einzug in den DFB-Pokal. In der Liga erreichte das Team um Kapitänin Tina Pieper und Trainer Robert Beetz den 4. Tabellenplatz. Historisches geschah am 10. Oktober auf dem Rasenplatz des Stadion des Friedens in Eisenberg. Melissa Lautenschläger (74.) und Verena Schürer (88.) gelang es mit ihren Toren die 1:0 Führung der SG FSV Einheit Eisenberg zu drehen und somit den 1. Punktspiel und Pflichtspielsieg der Weidaer Frauenmannschaft vor 134 Zuschauern sicherzustellen.





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    #169 | football for equality – 25 Jahre fairplay

    7 Jun 2022
    01:14:51

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    Thema der Episode


    Ein Vierteljahrhundert Arbeit für Antidiskriminierung, soziale Inklusion und Menschenrechte im Sport sind etwas Besonderes. Seit der Gründung im EU-Jahr gegen Rassismus 1997 durch die Unterstützung des Sportministerium und des ÖFB hat die fairplay Initiative einen langen, harten aber auch schönen und ereignisreichen Weg hinter sich. Die Arbeitsbereiche sind in der Zwischenzeit vielfältiger geworden. Im Podcast berichtet Gründer Kurt Wachter über die verschiedenen Projekte gegen Diskriminierung im Sport.









    Links







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  • PODCAST ORANGE | Fußball |

    #168 | Espenmoos, Leidenschaft und Senf: Die sehr lange Geschichte des FC St. Gallen 1879

    26 Mai 2022
    01:37:00

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    Thema der Episode


    In der Ostschweiz – genauer gesagt in St. Gallen –  schmeckt den meisten Menschen die Bratwurst frisch vom Grill am besten. Aber – der Griff zur Senftube oder gar zur Ketchupflasche ist tabu und wird von kulinarisch rückständig bis hin zu ehrverletzend eingestuft. Eine St. Galler Bratwurst ist so fein, dass jegliche Geschmacksverzerrung unnötig ist und den echten Genuss stört. Da überrascht es dann schon, dass es im Umfeld des FC St. Gallen ein hochwertiges und in dieser Form einmaliges Fußballmagazin ausgerechnet den Namen SENF trägt. Dessen Redakteur Ruben Schönenberger berichtet im Podcast über die Geschichte des ältesten Fussballclubs auf dem europäischen Festland. 









    Links



    Ruben Schönenberger









    FC St. Gallen: Geschichte









    SENF – Das St.Galler Fussballmagazin









    SFL – Der neue Liga-Modus









    Podcastempfehlungen



    Sykora Gisler – https://www.srf.ch/audio/sykora-gisler



    Der Podcast zum schweizer Fußball lebt vom Charme und der Kompetenz des Duos um SRF 3-Moderator Tom Gisler und ZWÖLF-Chefredaktor Mämä Sykora. Die Hörenden dürfen sich auf unterhaltende Gespräche mit starken Meinungen, viel Herz und einer guten Prise Humor freuen.





    Zweikampf – https://zweikampf.podigee.io/



    Zweikampf – zuständig für Schweizer Fussballsatire. Flügellegende Gutzi und Abwehrpatron Dömer nehmen dich an der Hand und führen dich von Box zu Box. Mal filigran, mal mit der Brechstange und manchmal auch mit prominenter Unterstützung.





    Dritte Halbzeit – https://www.tagesanzeiger.ch/dritte-halbzeit-411691338278



    Der Podcast von tagesanzeiger.ch informiert die Hörenden über Aktuelles aus dem Schweizer Fussball, diskutiert die Resultate der Super League und hat Hintergründe zu Clubs, Spielern und Fans. Eine neue Episode gibt es jeden Montag. Der Kopf hinter dem Audio-Projekt ist Moderator Florian Raz, der Unterstützung von Thomas Schifferle und Moritz Marthaler erhält.





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