Borys Onyschtschenko: Der Betrüger, der nicht betrügen musste
MSP · Folge  · #94  · 25.08.26  · 26 Min. 19 Sek.

Borys Onyschtschenko: Der Betrüger, der nicht betrügen musste

26 Min. 19 Sek.

Kapitel

Beschreibung

Montreal, 19. Juli 1976. Beim Fechten im Modernen Fünfkampf leuchtet plötzlich die Trefferanzeige auf. Punkt für Borys Onyschtschenko. Nur: Sein Gegner Jim Fox ist sich sicher, dass ihn die Degenspitze des sowjetischen Olympiasiegers überhaupt nicht berührt hat.

Als die Kampfrichter Onyschtschenkos Waffe untersuchen, entdecken sie eine ebenso simple wie dreiste Manipulation: Im Griff des Degens ist ein Schalter versteckt, mit dem Onyschtschenko einen Treffer auslösen kann, ohne seinen Gegner zu berühren. Einer der spektakulärsten Betrugsfälle der olympischen Geschichte ist aufgeflogen.

Doch damit beginnt das eigentliche Rätsel erst. Denn Onyschtschenko ist kein mittelmäßiger Athlet, der sich mit Tricks an die Weltspitze mogeln muss. Er ist Weltmeister, Olympiasieger mit der Mannschaft und einer der besten Fechter seiner Sportart. Selbst nachdem sein manipulierter Degen aus dem Verkehr gezogen wird, gewinnt er weiter.

Warum also riskiert ein Weltklasseathlet seine gesamte Karriere für einen Betrug, den er sportlich offenbar gar nicht nötig hat?

In dieser Folge von Tatort Sport rekonstruiert Malte Asmus den Skandal von Montreal, geht der Frage nach, ob Onyschtschenko möglicherweise schon früher manipuliert hatte, und schaut auf den enormen Erfolgsdruck im sowjetischen Spitzensport während des Kalten Krieges. Jahrzehnte später bekommt ein Journalist schließlich die Gelegenheit, Onyschtschenko selbst nach seinem Motiv zu fragen.

Der Fall führt damit zu einer größeren Frage: Nimmt Erfolg den Druck tatsächlich – oder kann gerade der Erfolg die Angst davor vergrößern, beim nächsten Mal nicht mehr gut genug zu sein?

Quellen und weiterführendes Material

Hinweis zur Produktion

Bei Recherche, Strukturierung und redaktioneller Bearbeitung dieser Episode wurde KI-gestützte Unterstützung eingesetzt. Die inhaltliche und redaktionelle Verantwortung liegt beim Autor.

Das als Intromusik verwendete Soundfile trägt den Titel „Cinematic Crime Suspense„, wurde erstellt von tyops. Wir verwenden dieses Musikstück in Übereinstimmung mit der CC 4.0-Lizenz.

Datenschutz-Übersicht
meinsportpodcast.de

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.

Unbedingt notwendige Cookies

Unbedingt notwendige Cookies sind immer aktiviert, damit wir deine Einstellungen für die Cookie-Einstellungen speichern können.

Google Analytics

Diese Website verwendet Google Analytics, um anonyme Informationen wie die Anzahl der Besucher der Website und die beliebtesten Seiten zu sammeln.

Diesen Cookie aktiviert zu lassen, hilft uns, unsere Website zu verbessern.