Favoritensterben in Guangzhou
Beschreibung
In dieser Woche kennt die Snooker-Welt nur ein einziges Thema: Die China Championship in Guangzhou. Bis auf Ronnie O’Sullivan sind alle bekannten Namen am Start, von denen sich jedoch schon einige in den ersten Runden verabschieden mussten. Und dennoch gibt es Aussichten, dass wir hochklassige späte Runden bei diesem Weltranglistenturnier sehen dürften.
Luca Brecel ist der Titelverteidiger bei der China Championship. Er gewann letztes Jahr dieses Turnier und gab Anlass zur Hoffnung, dass dies sein Durchbruch sein könne. Doch seitdem konnte er diese Leistungen nicht bestätigen. Bei keinem Turnie des letzten Jahres konnte er diese Leistung wiederholen, so dass durchaus mit Interesse auf sein Spiel hier in Guangzhou geschaut werden würde. Sein Qualifikationsmatch konnte Brecel noch souverän gewinnen, doch in der ersten Runde scheiterte er an einem allerdings stark aufspielenden Martin O’Donnell. O’Donnell konnte sogar noch die nächste Runde gewinnen und steht damit schon im Achtelfinale. Für Brecel wird es in den kommenden Monaten darauf ankommen, seine Form wiederzufinden und seine Weltranglisten-Position zu festigen.
Williams nach wie vor in Topform
Auch andere Mitfavoriten mussten in den ersten beiden Runden ihren Gegnern gratulieren. So sind zum Beispiel Neil Robertson, Mark Allen und auch Ryan Day früh raus und mussten die Heimreise antreten. Andere „Silberrücken“ der Szene sind allerdings noch im Turnier vertreten und müssen zum engsten Favoritenkreis auf den Turniersieg gezählt werden. Mark Williams ist nach wie vor in bestechender Form, auch John Higgins steht im Achtelfinale. Der „Wizard of Wishaw“ musste in seinem Match gegen Mei Xiwen allerdings mehr kämpfen als ihm wohl lieb war.
Christian Oehmicke ist unser Snooker-Experte auf meinsportradio.de. Er spricht mit Moderator Andreas Thies über die ersten Runden dieses Turniers und würdigt auch die anderen Achtelfinalisten. So zum Beispiel auch den jungen Chinesen Yuan Sijun, dem bislang wohl die größte Überraschung gelang, als er Chinas Nr. 1 Ding Junhui aus dem Turnier beförderte.