Super-Wednesday
MSP · Folge  · #52  · 07.06.17  · 30 Min. 49 Sek.

Super-Wednesday

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Beschreibung

Der elfte Tag bei den French Open sah nach der dienstäglichen Regenunterbrechung einen frühen Start mit zwei Bonusmatches. Die Herren-Viertelfinals zwischen Rafael Nadal und Pablo Carreno-Busta wie auch zwischen Novak Djokovic und Dominic Thiem waren auf den Mittwochmorgen verschoben worden. Nadal gewann frühzeitig, da sein Gegner aufgeben musste. Doch die Partie zwischen Djokovic und Thiem wurde zu einer denkwürdigen. Das lag nicht unbedingt am intensiven ersten Satz, den der Österreicher ganz knapp für sich entscheid. Vielmehr überraschte wie Djokovic im dritten Satz Federn lassen musste. Kein Spielgewinn gelang ihm mehr. Was bedeutet die Niederlage für den Serben? Hat er die Talsohle erreicht? Und wie stehen eigentlich die Chancen von Thiem im Halbfinale gegen Nadal?

Auch das zweite Paar an Viertelfinales verlief weitestgehend einseitig. Stan Wawrinka machte mit Marin Cilic kurzen Prozess und glitt gerade zum Ende hin einem völlig ungefährdeten Sieg entgegen. Mehr kämpfen musste Andy Murray. Der Weltranglistenerste erlitt einen Katastrophenstart gegen Kei Nishikori und arbeitete sich erst ab dem zweiten Satz ins Match. Großartig anzuschauen war die Frühabendkost nicht. Aber Murray, wie so häufig in seiner Karriere, blieb auch in Gefahrenmomenten zäh und gewann in vier Sätzen. Es gibt also eine Wiederholung des letztjährigen Halbfinals zwischen Wawrinka und Murray.

Das eindeutig dramatischste Match des Tages gab es aber in der Damenkonkurrenz. Simona Halep, nicht zu Unrecht im Ruf stehend, nervlich in großen Matches zu wackeln, lag schon mit 3:6, 1:5 gegen Elina Svitolina hinten. Doch wer erwartet hatte, dass der Kopf mal wieder im Sand bleiben würde, hatte sich dieses Mal getäuscht. Halep kämpfte sich zurück und trug ihren Teil zu einem äußerst unterhaltsamen zweiten Satz bei. Hatte sie den erst mal gewonnen, ging es schnell ins Halbfinale für die Turnierfavoritin. Dort warten wird Karolina Pliskova. Die Tschechin setzte sich mit konzentrierter und auf Fehlervermeidung bedachter Leistung in zwei Sätzen gegen Caroline Garcia durch.

Einen Schritt weiter ist schon Anna-Lena Grönefeld, die mit ihrem Partner Robert Farah das Finale erreichte und dort morgen ab 12 Uhr um den Titel spielt.

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